Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Durbach

Feuerwehr Durbach bilanziert gute Tagesverfügbarkeit

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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04. April 2019

Die geehrten und beförderten Kameraden der Durbacher Feuerwehr mit Bürgermeister Andreas König (rechts) und Gesamtkommandant Markus Müller (links). ©Johannes Albers

Elf Einsätze hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Durbach im vergangenen Jahr zu bewältigen. Die Bürgerstiftung unterstützt die Jugendwehr, die künftig von Christoph Kern geleitet wird, mit einer Spende von 500 Euro. Dietmar Stutz ist seit 50 Jahren bei der Feuerwehr. 

Es war die 138. Abteilungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Durbach und gleichzeitig die 44. Jahreshauptversammlung der Gesamtwehr Durbach mit ihren beiden Abteilungen Durbach und Ebersweier, die am Freitagabend vergangener Woche im Pfarrzentrum St. Kunigunde vom Gesamtkommandanten Markus Müller eröffnet wurde. Für Müller war das vergangene Jahr geprägt vom Wandel. Nicht nur der neugewählte Ausschuss nahm seine Arbeit auf, mit Ralf Stutz erhielt die Abteilung Ebersweier auch einen neuen Kommandanten. Elf Einsätze und damit 50 Prozent weniger als 2017 hatte die Abteilung Durbach sowie die Gesamtwehr im vergangenen Jahr. »Wir hatten sechs Brandeinsätze vom Containerbrand bis zum Brand einer Mähmaschine, zwei Einsätze durch ausgelöste Brandmeldeanlagen sowie drei Türöffnungen«, informierte Müller. 

»Eine gute Feuerwehr  zeichnet sich nicht unbedingt durch eine hohe Einsatzahl aus, sondern dadurch, dass wir stets wissen, was wir genau zu tun haben«, so Müller weiter. So gingen gerade Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen in den vergangenen Jahren zurück, da die Technik mittlerweile ausgereift sei. 

Neben der normalen Brandbekämpfung sei das Aufgabengebiet der Feuerwehr in den vergangenen Jahren immer vielfältiger und anspruchsvoller geworden, die Einsatzkräfte müssten mittlerweile einen »Allroundjob« auf hohem Niveau leisten, wie Müller betonte. 

In der Abteilung Durbach wurden im vergangenen Jahr bei 25 Übungsabenden rund 1500 Stunden Feuerwehrdienst geleistet. »Dazu kommen noch 350 Stunden für Einsätze. Für Verwaltungsarbeiten, Schulungen und Übungsvorbereitungen engagierte sich allein der Kommandant im vergangenen Jahr 300 Stunden, und Gerätewart Adrian Bäuerle war 160 Stunden für die Pflege und Instandsetzung der Ausrüstung aktiv. 

Die Mitgliedergewinnung gehört laut Müller derzeit zu den wichtigsten Aufgaben der Gesamtwehr. Müller betonte aber, dass es derzeit eine sehr gute Tagesverfügbarkeit gebe.  Dringend Ersatz benötigt die Wehr für ihren Mannschaftstransportwagen in der Abteilung Durbach. Das Fahrzeug Baujahr 1991 muss laut Kommandant bald ausgetauscht werden. Mit der Gemeindeverwaltung ist daher für 2020 Ersatz geplant. Seit der Klausurtagung im vergangenen Jahr verfügen beide Abteilungen über gemeinsame Dienstpläne, die Jugendausbildung wird seit einigen Jahren zusammen durchgeführt, billanzierte Müller. 

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Ausführlichst berichtete Schriftführerin Rosi Lehmann in ihrem Rechenschaftsbericht über die Hauptprobe, aber auch über zahlreichen Aktivitäten der Gesamtwehr. 

Kameradschaft im Fokus

Die Pfege der Kameradschaft wird bei der Feuerwehr groß geschrieben und reichte im vergangenen Jahr vom Forellenessen beim Kommandanten bis hin zum Familientag in Dornhan. 

Der scheidende Jugendwart und aktuelle Abteilungskommandant Ralf Stutz berichtete über die zahlreiche Aktivitäten der Jugendwehr. Die vier Jugendbetreuer investierten im vergangenen Jahr 95 Stunden in die Jugendarbeit der 22 Nachwuchskäfte aus Dubach und Ebersweier. 

Eine Überraschung hatte der Stiftungsvorsitzende der Bürgerstiftung Durbach, Manfred Musger, für die Jugendwehr parat. Für die Ausbildung gab es einen Check in Höhe von 500 Euro. 
Die Finanzlage der Durbacher Wehr zeigte sich gut geordnet, und somit konnte der Vorstand entlastet werden. 

Peter Huber, bisher bei der Feuerwehr Oberkirch aktiv, sowie Mirko Schley, angehender Wassermeister der Gemeinde, wurden neu in die Durbacher Wehr mit aufgenommen. Danach erhielten Schley und Huber die obligatorische Ernennungsurkunde. 
Ralf Stutz wurde als langjähriger Jugendwart aus seinen Diensten mit einem Präsent und einer Urkunde verabschiedet. Sein Nachfolger wurde der bisherige Jugend-Betreuer Christoph Kern. Auch der bisherige Stellvertreter in der Jugendarbeit, Andreas Kuderer, wurde verabschiedet und sein Nachfolger Patrick Huschle in der Leitungsrunde willkommen geheißen. Christoph Busam wurde zum Oberbrandmeister ernannt und Heiko Werner zum Hauptfeuerwehrmann. Den ersten Dienstgrad »Feuerwehrman« erreichten die Wehrleute David de Barry, Manuel Männle, Alexej Kokorin und Daniel Lienert. 

Info

Durbacher Wehr

◼  Mitglieder gesamt: 108
◼   Aktive: 37 in Durbach und 20 in Ebersweier. 
◼   Altersabteilungen: 30 Mitglieder in beiden Abteilungen Durbach und Ebersweier. 
◼ Jugendwehr: 21 Kameraden. 

Hintergrund

Ehrungen von verdienten Kameraden

Für langjährige aktive Mitgliedschaft bei der Durbacher Feuerwehr konnten von Willi Dongus, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg, folgende Kameraden mit Urkunden und Präsenten ausgezeichnet werden: Seit 15 Jahren aktiv sind Martin Benz, Michael Huber, Andreas Kuderer, Markus Müller (Oberweiler), Michael Chmilowski, Günther Heitz, Ralf Stutz und Heiko Werner. Für 40 Jahre aktiven Dienst konnten Adrian Baumert, Heinrich Laible, Winfried Laible, Andreas Wörner (Obertal) sowie Hartmut Heitz mit Urkunde und Spange ausgezeichnet werden. 
   Jetzt schon bei den Alterskameraden aber stets aktiv bei der Wehr ist Dietmar Stutz. Für 50 Jahre bei der Freiwilligen Feuwehr wurde Stutz mit einer Ehrenurkunde sowie einer Ehrenspange ausgezeichnet. 

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