Einsatz am Sonntagnachmittag

Feuerwehr löscht Flächenbrand in der Nähe der Wolfsgrube

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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06. April 2020
Bei der Wolfsgrube oberhalb von Zell-Weierbach ist es am Sonntagnachmittag zu einem Flächenbrand gekommen. Die Ursache ist noch unklar.

Bei der Wolfsgrube oberhalb von Zell-Weierbach ist es am Sonntagnachmittag zu einem Flächenbrand gekommen. Die Ursache ist noch unklar. ©Regina Heilig

Wegen eines Flächenbrandes ist die Zell-Weierbacher Feuerwehr am Sonntagnachmittag in Richtung Wolfsgrube ausgerückt. Wie das Feuer entstanden ist, ist noch nicht klar – was es begünstigt hat, allerdings schon.

Im Rahmen des neuen Feuerwehrkonzepts für ganz Offenburg ist die Abteilung Zell-Weierbach zuständig für Wald- und Flächenbrände. Am Sonntagnachmittag kam es in der Nähe der „Wolfsgrube“ zum ersten Einsatz dieser Art in diesem Jahr.

Wenige Minuten nach 17 Uhr wurde am Sonntagnachmittag die Freiwillige Feuerwehr Zell-Weierbach alarmiert: In der Nähe des „Weißen Kreuz“, oberhalb vom Schützenhaus an der Wolfsgrube, brannte eine Fläche von etwa 200 Quadratmetern. In Flammen stand die Grünfläche zwischen Waldrand und Reben, somit ist das Brandereignis als Flächen- und nicht als Waldbrand einzuordnen. 

Zu wenig geregnet

„Es ist bereits jetzt sehr trocken, da es seit Wochen nicht mehr ordentlich geregnet hat“, beschreibt Zell-Weierbachs Kommandant Heinrich Herp, der selbst nicht an den Löscharbeiten beteiligt war. Bei einem Brandort, der so nahe am Wald liegt, könne das Feuer „auch ruckzuck auf den Wald übergreifen“. 

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An der Brandstelle ist ein Bänkchen mit Tisch, was auch an eine fahrlässige Feuerverursachung denken lässt. Zudem gab es am Sonntagnachmittag keinerlei möglich natürlich Ursache, „kein Gewitter, nichts“, wie Kommandant Herp überlegt. Die Erforschung der Brandursache ist aber Sache der Polizei, betonen der stellvertretende Kommandant von Offenburg, Nils Schulze, Zell-Weierbachs Kommandant Heinrich Herp und Ortsvorsteher Willi Wunsch, der sowohl Alterskamerad der Feuerwehr als auch pensionierter Polizist ist.  

„Es war super, dass wir sehr schnell über die Notrufnummer 112 alarmiert wurden“, lobt Nils Schulze. So war es möglich, rasch vor Ort zu sein und mit fünfzehn Leuten und zwei Einsatzfahrzeugen innerhalb von eineinhalb Stunden den Brand nachhaltig in den Griff zu bekommen. Dazu gehört auch immer die „gründliche Bewässerung“ des ganzen Areals inklusive der angrenzenden Bereiche – es darf nicht der kleinste Funke übrigbleiben. 

6000 Liter im Tank

„200 Quadratmeter, das ist schon ordentlich“, ordnet der stellvertretende Offenburger Kommandant das Ereignis ein. Zwei Strahlrohre kamen zum Einsatz, und neben dem Zeller Einsatzfahrzug war auch das 6000 Liter Wasser führende Großtanklöschfahrzeug, das in der Feuerwache „Am Kestendamm“ steht, am Einsatzort. 

Ganz wichtig ist laut Nils Schulze für die Feuerwehr, „dass die Menschen unmittelbar und zeitnah den Notruf 112 alarmieren“. Auch bei der Offenburger Feuerwehr sind derzeit die Abläufe „an die Corona-Krise angepasst“. Es fällt mehr Arbeit an als sonst. „Man sieht das nicht nur am Einsatz, sondern vor allem in der Logistik – dazu kommen die Felder Prävention und Information“. 

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