Feuerwehr Offenburg

Feuerwehrtransportwagen zum Teil aus dem Jahr 1987 gehen in Rente

Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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01. Oktober 2022
Bei der Schlüsselübergabe (von links): Franz Haas, Manuel ­Rauber, Bürgermeister Oliver Martini und Stadtbrandmeister Peter Schwinn.

Bei der Schlüsselübergabe (von links): Franz Haas, Manuel ­Rauber, Bürgermeister Oliver Martini und Stadtbrandmeister Peter Schwinn. ©Christoph Breithaupt

Die Offenburger Feuerwehr freut sich über vier nagelneue Manschaftstransportwagen im Wert von 250.000 Euro, die am Mittwoch übergeben wurden.

Mit den Worten „Das ist ein großer Schluck aus der Pulle“ qualifizierte sich der für die Feuerwehr zuständige Bürgermeister Oliver Martini am Mittwoch bei der Übergabe von vier brandneuen­ Mannschaftstransportwagen für das „zündende Zitat des Tages“ – welches auch Stadtbrandmeister Peter Schwinn umgehend aufgriff. Dabei, das ist zu betonen, ging es keineswegs um die sprichwörtliche Fähigkeit von gestandenen Feuerwehrleuten, großen Durst genauso effektiv zu löschen wie große Brände, sondern um das pekuniäre Volumen der Anschaffung.

Stolze 250.000 Euro war der Stadt Offenburg nämlich die „von den Abteilungswarten schon lange sehnsüchtig erwartete“ Ersatzbeschaffung wert, wobei der Ortenaukreis pro Fahrzeug 13.000 Euro zuschoss. Bei einer so großen Anschaffung ist die europaweite Ausschreibung Pflicht, und so freute es den Bürgermeister und alle Anwesenden umso mehr, dass zwei regionale Firmen, nämlich das VW-Autohaus Seebacher aus Neuried und Rauber Funktechnik und Sonderfahrzeuge aus Wolfach die Nase vorn hatten.

Mengenrabatt

Der Vorteil der einheitlichen Anschaffung von gleich vier neuen Mannschaftswagen liegt auf der Hand: Die Ausbildung am Fahrzeug ist für alle Abteilungen gleich, bei der Zusammenarbeit weiß jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann auch in den Fahrzeugen der anderen Wachen sofort Bescheid. Und Mengenrabatt gebe es obendrein, wie Oliver Martini hervorhob.

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Mit 204 PS, Vierradantrieb, einem um 40 Zentimeter längeren Radstand, Platz für acht Personen und einer beachtlichen Zuladungsfläche sind die VW-Transporter optimal auf die Bedürfnisse der Brandbekämper abgestimmt, wie Franz Haas, beim Autohaus Seebacher für Nutz- und Sonderfahrzeuge zuständig, erläuterte. Funktechnik und Sondersignale, eben „alles, was nicht ab Werk dabei ist“, wie Geschäftsführer Manuel Rauber zusammenfasst, wird bei dem Wolfacher Spezialausstatter, der einen hervorragenden Ruf weit über die unmittelbare Umgebung hinaus genießt, von kundiger Hand eingebaut.

Automatische Textdurchsage

Ein „Riesenvorteil“, wie Stadtbrandmeister Peter Schwinn betonte, sei etwa die neueste Technik, die standardisierte Durchsagetexte direkt vom Tablet auf den Außenlautsprecher übertragen kann. Mit dem bekannten „Türen und Fenster geschlossen halten…“ wurde dies gleich vor Ort in der Fahrzeughalle der Feuerwache am Kestendamm demonstriert, wenn auch mit abgeschwächter Lautstärke.

Mit Heinrich Herp aus Zell-Weierbach, Simon Joggerst aus Windschläg, Sebastian Lienhardt aus Zunsweier und Niels Schulze von der Abteilung Mitte waren vier Abteilungskommandanten persönlich gekommen, um die neuen Fahrzeuge abzuholen und deren Vorgänger gleich dazulassen. Die jüngsten der auszumusternden Fahrzeuge stammen aus dem Jahr 2004, das älteste sogar von 1987. „Da hätten wir mit einem H-Kennzeichen glatt noch Steuern sparen können“, scherzte Bürgermeister Martini, der aber auch darauf hinwies, dass eine so lange Betriebsdauer davon zeuge, dass schon in früheren Jahren beim Einkauf auf hohe Werthaltigkeit geschaut wurde.

Fanfarenzug freut sich

Bis auf ein Fahrzeug, das in Zell-Weierbach dem letzten in ganz Offenburg noch verbliebenen Spielmanns- und Fanfarenzug zum Instrumententransport dienen wird, werden die ausgemusterten Mannschaftswagen übrigens im Bieterverfahren über die Homepage der Feuerwehr Offenburg versteigert. „Die sind sehr begehrt“, weiß Stadtbrandmeister Peter Schwinn.

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