Viele Dankesworte

Flüchtlingshilfe Rebland feierte ihr Fünfjähriges

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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19. November 2019

Heribert Schramm (links) überreichte Paul Litterst ein Geschenk als Dank für die Hilfe. ©Thorsten Mühl

Mit rund 45 Gästen hat die Flüchtlingshilfe Rebland bei einer kleinen Feierstunde auf ihr fünfjähriges Bestehen zurückgeschaut. Koordinator Heribert Schramm bilanzierte dabei einen erfreulichen Rahmen.

Die kleine Feierstunde der Flüchtlingshilfe Rebland im Fessenbacher Weingut Renner besuchten am Donnerstag neben den Vertretern des Lenkungskreises viele Helfer, Unterstützer und Freunde. Die Stadt vertrat Fessenbachs Ortsvorsteher Paul Litterst, neben Heribert Schramm und Pfarrer Daniel Ahrnke eines von drei anwesenden Gründungsmitgliedern. Die weiteren Mitbegründer Trudpert Hurst und Bernd Gorissen ließen sich entschuldigen. Mit rund 45 Anwesenden wurde dem Anlass fünf Jahre Flüchtlingshilfe ein würdiger Rahmen verliehen, bei dem die Freude aller Beteiligter zum bisher Erreichten im Mittelpunkt stand. Litterst begrüßte die Gäste und erinnerte daran, „dass wir vor fünf Jahren ein ganz kleiner Haufen waren“. Die Flüchtlingshilfe Rebland habe zu den ersten Initiativen ihrer Art im Raum Offenburg gezählt, das Erreichte sei vor allem dem großen Engagement aller Beteiligter zu verdanken.

Heribert Schramm blickte als Koordinator der Flüchtlingshilfe zurück. 2014 war der große Zustrom von 2015 noch nicht absehbar, im Hinterkopf waren jedoch die Übergriffe und fremdenfeindlichen Aktionen aus den 1990er-Jahren. „Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit muss man sich breit aufstellen“, betonte Schramm. 

350 Personen wurden seit 2014 betreut, heute sind es rund 150, das Betreuungsspektrum war und ist noch immer breit. Neben persönlicher Betreuung und Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben nannte Schramm exemplarisch die Felder Sprachkurse und 75 vermittelte Wohnungen (und Bereitstellung von Mobiliar). 

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Die Helfer erhielten über die Jahre auch Unterstützung durch Unternehmen und Institutionen, daneben durch Einzelspenden oder Veranstaltungserlöse. Allen auf diese Weise Engagierten galt der Dank der Flüchtlingshilfe.
Schramm stellte dar, dass sich nicht nur die Situation für die Helfer, sondern auch für die Flüchtlinge entwickelt habe. Viele Kinder seien entweder auf dem Weg zum Schulabschluss oder hätten diesen bereits in der Tasche (Realschule, Hauptschule, Fachabitur). Erwachsene hätten zu arbeiten begonnen, ein Betreuter steht vor der Eröffnung eines eigenen Gewerbes. „Es ist beachtlich, was diese Menschen geleistet haben. Vor drei Jahren kamen sie hierher, ohne die Sprache zu können. Heute haben sie einen Abschluss in der Tasche, dadurch eine Perspektive“, unterstrich Schramm. 

Engagement hielt an

Er richtete Dankesworte an die Stadt, „die von Anfang an ein positives Klima gegenüber Flüchtlingen aufrecht erhalten hat“. Das habe auch nach der Ermordung eines Offenburger Arztes nicht nachgelassen. Weiter dankte Schramm dem Landratsamt, mit dem man trotz verschiedener Standpunkte verlässlich zusammenarbeitete. Rotes Kreuz und Polizei wurden ebenfalls einbezogen und auch die Ortsverwaltungen der Reblandgemeinden Fessenbach, Zell-Weierbach und Rammersweier. 
Ehe der gemütliche Teil einsetzte, überreichte Heribert Schramm stellvertretend Paul Litterst eine Flasche Wein und einen Blumenstrauß für Ehefrau Martina. Trotz des Hochzeitstags, wobei, ebenso wie 2014, dennoch Raum für die Flüchtlingshilfe Rebland blieb.

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