Offenburg - Rammersweier

Flüchtlingshilfe Rebland hat schon 36 Wohnungen vermittelt

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 4 Minuten
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27. Januar 2017

Die fünf Gründungmitglieder der Flüchtlingshilfe Rebland (von links): Pfarrer Daniel Ahrnke, Bernd Gorißen, Heribert Schramm, Trudpert Hurst und Paul Litterst. ©Archivfoto

Die Flüchtlingshilfe Rebland hat am Dienstag ihr 15. Treffen absolviert. Neben Sachstandsberichten der Arbeitsgruppen ging es diesmal auch um einen intensiven Austausch mit Vertreterinnen des Landratsamts Ortenaukreis.

Erneut sind gut 30 Personen beim mittlerweile 15. Treffen der Flüchtlingshilfe Rebland zusammengekommen. Wie gewohnt wurde zum Sachstand der Arbeitsgruppen informiert, es kam daneben auch zum Austausch mit Vertreterinnen des Landratsamts. Ursula Moster, Ansprechpartnerin ehrenamtliche Flüchtlingshilfe, und Natascha Kaiser, Migrationsamt, informierten über Arbeitsschwerpunkte und nannten interessante Zahlen. 

Demnach engagierten sich im Vorjahr kreisweit mehr als 1600 Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe. In der Ortenau liegt die Kapazität von Plätzen in der Anschlussunterbringung bei 4403, wovon 2943 belegt sind. In Offenburg liegt das Verhältnis bei 404 belegten Plätzen (von insgesamt 692). Separat betrachtet wird die Unterkunft am Sägeteich, wo derzeit 251 von 351 vorhandenen Plätzen belegt sind. Insgesamt sind die Flüchtlingszahlen, wie Kaiser bestätigte, aktuell weiter stark rückläufig. Offenburg muss dieses Jahr 125 Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung versorgen.

Moster unterstrich im Dialog, dass die Hauptziele aus Sicht des Landratsamts darin bestünden, Flüchtlinge in eigenen Wohnungen unterzubringen und ihnen einen Job zu vermitteln. Beim Thema Integration seien, wie sie gleichfalls betonte, »noch dicke Bretter zu bohren«. 

Beide Vertreterinnen beantworteten Fragen zu Themen wie Wohnsitzauflage, Unterbringung, Wohnungssuche und vielem mehr. Zum Austausch gehörten seitens der Flüchtlingshilfe auch kritische Nachfragen und Anmerkungen. So wünschten sich mehrere Helfer zuweilen von Amtsseite her einen sensibleren Umgang mit Flüchtlingen.

Beim Treffen wurde berichtet, dass sich im Fall einer syrischen Familie, in der die Mutter schwer krank ist (wir berichteten) eine mögliche Lösung bei der Wohnungssuche abzeichne. In trockenen Tüchern sei das jedoch noch nicht.

Zweijähriges Bestehen

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Im Zeitraum zwischen Oktober und Januar feierte die Flüchtlingshilfe unter anderem ihr zweijähriges Bestehen. Mitwirken an den Runden Tischen »Flüchtlinge und Ehrenamt« standen an, ebenso ein Ausflug und eine Weihnachtsfeier für Flüchtlinge. 
Aus den Arbeitsgruppen berichtete Gerhard Hund zum Thema Wohnungssuche. Insgesamt konnten bisher 36 Wohnungen für mehr als 100 Personen vermittelt werden. OB Edith Schreiner sicherte nach einem Gespräch städtische Unterstützung in Fällen zu, wenn für Flüchtlinge in Offenburg eine Wohnung gefunden wird, die Flüchtlinge aber anders zugeteilt wurden Das Thema ist kompliziert, daher wird gemeinsam mit der Stadt nach einer praktikablen Lösung gesucht.

Sabine Langen stellte dar, dass 47 Paten Flüchtlinge betreut haben beziehungsweise weiter betreuen. Rund 125 Flüchtlingen erhielten auf diese Weise bisher Begleitung und Unterstützung. »Uns ist dabei in erster Linie wichtig, dass die Kontinuität gewahrt bleiben kann«, sagte Heribert Schramm, Koordinator der Flüchtlingshilfe Rebland. Koordinatoren und Paten bilden durch regelmäßigen Austausch und Treffen weiterhin ein eng miteinander verzahntes Netzwerk. Weitere Paten wären seitens der Flüchtlingshilfe ausgesprochen gerne gesehen. 

Judith Graf-Renner erzählte, dass beim Sprachunterricht Kurse verstärkt in den Abendbereich verlagert werden. Verstärkt sollen künftig Angebote für Frauen aufgelegt werden. Robert Pellengahr teilte beim »Kontakt zur Arbeitswelt« mit, dass von den 120 alleinstehenden Männern, die in der Unterkunft am Flugplatz untergebracht sind, 90 arbeiten würden. Josef Hansert ergänzte, dass die Anfrage zur Zeugnisanerkennung aus dem Herkunftsland wieder stark zunehme.

Helfer gesucht

Zu den regelmäßigen Angeboten zählt weiterhin das 14-tägig stattfindende Mama-Café im Bunten Haus, um das sich Jasmin Orth kümmert. Aufgrund des umfangreichen Arbeitsfeldes würde sich die Flüchtlingshilfe auch im Bereich »Wohnungseinrichtung und Umzüge« noch Unterstützung wünschen. Martin Vogt und Werner Bostelmann leisten in diesem Feld wertvolle wie intensive Arbeit, könnten aber noch die eine oder andere helfende oder entlastende Hand benötigen.

INFO: Das nächste Treffen der Flüchtlingshilfe Rebland findet am Dienstag, 25. April, ab 18 Uhr wie gewohnt in den Räumlichkeiten der Johannes-Brenz-Gemeinde statt.

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