Gemeinderat Ortenberg

Freude über unerwartet gute Zahlen

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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30. November 2021
965000 Euro kostete der neue Bauhof in Ortenberg. Das war im Haushaltsplan 2019 der dickste Brocken auf der Ausgabenseite.

965000 Euro kostete der neue Bauhof in Ortenberg. Das war im Haushaltsplan 2019 der dickste Brocken auf der Ausgabenseite. ©Volker Gegg

Finanzielle Grundlage für kommende Jahre geschaffen: Ortenbergs Gemeinderat segnete den Jahresabschluss 2019 mit einem positiven Gesamtergebnis in Höhe von 611 000 Euro ab.

Durch die Umstellung in das neue kommunale Rechnungssystem „Doppik“ verzögerte sich die Feststellung des Jahresabschlusses der Gemeinde Ortenberg 2019 um über ein Jahr. Für Kämmerin Irene Schneider und ihr Team im Rechnungsamt war die Umstellung samt detaillierter Aufstellung sämtlicher Anlagegüter, verbunden mit einer Eröffnungsbilanz in den vergangenen Monaten, neben dem normalen Geschäft eine wahre Herausforderung.

„Aber wir sind nicht die einzige Gemeinde, welche den Jahresabschluss 2019 erst jetzt beschließen soll, sondern es gibt auch Kommunen, die noch an ihrer Eröffnungsbilanz im Zuge der Umstellung arbeiten“, erläuterte Schneider am Montagabend in der ersten Ratssitzung nach der Pandemie im Bürgersaal des Rathauses.

Statt eines erwarteten Defizits von 611 325 Euro wurde ein ordentliches und damit positives Gesamtergebnis erwirtschaftet. Bei Erträgen in Höhe von 7,904 Millionen Euro und ordentlichen Aufwendungen von 7,293 Millionen Euro wurde darüber hinaus bei einer Bilanzsumme von 24,321 Millionen Euro ein Zahlungsmittelüberschuss in Höhe von 998 790 Euro erzielt.

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Vor der Pandemie sprudelte die Einahmen aus der Gewerbesteuer mit 1,797 Millionen Euro gut um 697 000 Euro besser als erwartet (Ansatz 1,1 Millionen Euro). Die Personalausgaben 2019 beliefen sich auf 1,086 Millionen Euro, ein Jahr zuvor wurden hier noch 1,061 Millionen Euro investiert. 1,693 Millionen Euro wurden 2019 investiert, dabei stellte der Umbau des neuen Bauhofs mit allein 965 000 Euro, den größten Investitionsposten in diesem Jahr dar.

Im Zuge der Ortskernsanie­rung wurden darüber hinaus die Gehwege in der Offenburger Straße (246 000 Euro) sowie in der Hauptstraße (20 500 Euro) erneuert. Sämtliche Fraktionsvertreter äußerten sich positiv über das überraschend gute Jahresergebnis. „Es fällt eigentlich schwer, über etwas zu sprechen, wenn schon einige Zeit vergangen ist. Allerdings werden durch diese positiven Zahlen die beiden nachfolgenden Pandemiejahre nicht so schlecht ausfallen wie gedacht“, erläuterte CDU-Sprecher Matthias Buggle.

Auch Vollmer sieht das positive Zahlenwerk als gute finanzielle Grundlage für die kommenden Gemeindeetats. Einstimmig wurde die Jahresbilanz 2019 vom Ratsgremium abgesegnet. Und noch etwas Besonderes war an der Ortenberger Gemeinderatssitzung festzustellen.

Mehr als 20 Monate konnte im eigentlichen Tagungsraum des Gemeinderats wegen der Pandemie nicht getagt werden, wie Bürgermeister Markus Vollmer betonte, „allerdings fiel keine geplante Gemeinderatssitzung aus. Wir tagten anfangs virtuell, dann in der Schlossberghalle sowie im Feuerwehrhaus.“ 2019, das Jahr vor dem Virus war auch finanziell für Ortenberg ein besonderes Jahr, wie die Kämmerin verdeutlichte.

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