56 Ministrantinnen und Ministranten auf Miniwallfahrt nach Rom

Frieden suchen in der Ewigen Stadt

Lesezeit 3 Minuten
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03. Juli 2018

Kaplan Dominik Rimmele geht auf Rom-Wallfahrt. Gleichzeitig beendet er seine Zeit in der Seelsorgeeinheit und wird Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Hegau. Er ist ebenso das erste Mal auf Miniwallfahrt wie Felicitas Schneider aus Höfen. Das Bild entstand im Pfarrgarten Schutterwald. ©Klaus Krüger

Ende Juli und in der ersten Augustwoche sind 56 Ministrantinnen und Ministranten aus der Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried in Rom – zur Miniwallfahrt. Die Papstaudienz ist der Höhepunkt.

Frieden ist ein zerbrechliches Ding – selbst im Jahr 2018 nach Christi Geburt. Von daher gesehen ist das Motto der Miniwallfahrt nur folgerichtig: »Suche Frieden und jage ihm nach.« Das tun 56 Ministrantinnen und Minis­tranten der Seelsorgeeeinheit Schutterwald/Hohberg/Neuried gemeinsam in Rom, vom 29. Juli bis zum 4. August. Mit von der Partie sind Felicitas Schneider (18) aus Höfen und Kaplan Dominic Rimmele. Und mit ihnen haben wir uns über die Fahrt unterhalten.

Erste Wallfahrt

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Es ist für beide die erste Miniwallfahrt – was sich im Fall von Flicitas Schneider ganz einfach erklärt. Denn das Mindestalter der Wallfahrt ist 14, sie findet alle vier Jahre statt. Mit 14 aber wollte sie noch nicht. Ihre Freundin allerdings war schon auf der Romwallfahrt, jetzt fährt also auch Felicitas mit. Felicitas Schneider ist Ministrantin und absolviert eine Ausbildung zur Erzieherin in Gengenbach.
Für Kaplan Rimmele ist das auch die erste Miniwallfahrt.  Mehrere Tausend Minis pilgern aus der Erzdiözese nach Rom, aus der Welt sind es etliche 10 000, sagt er. Ein großes Ereignis also, die Ewige Stadt ist voller junger Leute. Das zugeteilte Hotel für die Minis aus der Seelsorgeeinheit ist dann auch gut außerhalb gelegen, »da muss man Zeit einplanen, in die Stadt zu kommen«, wie Rimmele sagt.
Es gibt einen Auftaktgottesdienst und einen Abschlussgottesdienst – nur für die Minis der Erzdiözese. Den Gottesdienst in Rom bereiten die Freiburger vor, Weihbischof Michael Gerber wird dabei sein. In Rom gibt es ein Rahmenprogramm und eines, das gestaltet wird von den Jugendlichen. Wichtig sind dabei der Besuch der Stätten der Christenheit – Katakomben, die Kuppel des Petersdoms, Colosseum, aber auch eine Fahrt ans Meer. Als Höhepunkt gilt die Papstaudienz, ein Petersplatz voller Minis. 56 junge Leute, aufgeteilt in drei Gruppen, das ist für Kaplan Rimmele »schön überschaubar«; vor allem, weil etliche dabei sind, die schon dabei waren. Ein wichtiger Aktiposten ist für Rimmele der stellvertretende Gruppenleiter Henning Eichner (25) aus Schutterzell. 

Mit Pilgerpaket

Die Teilnehmer bekommen ein Pilgerpaket, bei dem das Pilgertuch das wichtigste Utensil ist – die haben je nach Diözese oder auch Land verschiedene Farben und sind begehrte Tauschobjekte.
Eine herrlich altmodische Geste. Hochmodern hingegen ist die Pilgerapp, die das Pilgerbuch ersetzt.
Gemeinsamkeit ist groß geschrieben – das sieht man auch daran, dass die Minis selbst Geld aufgetrieben haben für ihre große Fahrt – etwa mit der Christbaumaktion. Oder mit der Bewirtung der Gemeinde im Pfarrgarten Anfang Mai. So steht der Jagd nach dem Frieden nichts mehr im Weg.

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