Offenburg

Fünf Prozent gibt’s obendrein

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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12. Mai 2011
Um gestiegene Energiekosten auszugleichen und den Leistungssport mehr zu fördern, will die Stadt 85 000 Euro mehr in die Hand nehmen. Bislang sind es jährlich rund 1,8 Millionen Euro, die Offenburg als »Sportstadt« ausgibt.
Offenburg. Die Stadt möchte 85000 Euro mehr in die Hand nehmen, um Offenburgs Ruf als »Sportstadt« zu stützen. So soll beispielsweise die Regelvereinsförderung, mit der insbesondere die Betriebskosten der Vereine unterstützt werden sollen, erhöht werden: 20 Prozent soll es mehr dafür geben; im vergangenen Jahr schlug der Posten mit 382 400 Euro zu Buche. Während die Einzelförderung der Vereine auch weiterhin bei rund 30 000 Euro liegen soll, will die Stadt insgesamt 30 000 Euro für »unvorhergesehene Ereignisse« vorhalten. Zudem schlägt die Stadtverwaltung vor, zusätzliche Mittel von 15 000 Euro für »hochkarätige Sportveranstaltungen« bereitzuhalten. Der Sportförderung will sich die Stadt auch mit einem Pilotprojekt verschreiben: Ein Ausbildungsplatz soll gezielt an einen jungen Spitzensportler vergeben werden. Diese individuell zugeschnittene Ausbildungsstelle soll den Trainings- mit dem Ausbildungsplan vereinbar machen und den jungen Menschen für die Zeit nach seiner Sportkarriere mit einem abgeschlossenen Beruf absichern. Zudem regt die Stadt im neuen Sportförderkonzept an, dass die Sportvereine Stellen für den neuen Bundesfreiwilligendienst schaffen. Sie kostet den Verein allerdings rund 10 000 Euro. Mit der Hälfte – also 5000 Euro – will sich die Stadt beteiligen, wenn der Verein einen entsprechenden Antrag stellt und den Nutzen dieser geplanten Stelle plausibel darlegt. Dieter Roth vom Sportkreis brachte von der Basis mit, dass »die Energiekosten wirklich unter den Nägeln brennen«. Der Sportkreis fördert Jugendfreizeiten und Sportabzeichen und er gewährt Kaderzuschüsse. Ehrenamt ist die Säule Grundsätzlich stimmten die Mitglieder des Ausschusses der Vorlage, die Michél Elsté vom Fachbereich Sport ausgearbeitet hatte, zu. Michael Hattenbach von der CDU würdigte das Sportkonzept als »wichtig für Stadt, Gesellschaft und Jugend«. Er dankte den vielen Beteiligten für ihr Engagement: »Die Säule ist und bleibt das Ehrenamt.« Als »angemessen und sinnvoll« bezeichnete auch Martina Bregler (SPD) die Steigerung von vier bis fünf Prozent. Den Einstieg in den Leistungssport bezeichnete sie als »sinnvoll«. Trotz Zustimmung stellte Stefan Böhm von den Grünen in Frage, ob Offenburg eine Ausbildungstelle für Spitzensportler schaffen müsse; dieser habe nicht nur positive Folgen. Bürgermeister Christoph Jopen hegt Hoffnungen, dass ab nächstem Jahr ein weiterer Verein Offenburgs ganz oben mitspielt: Der OFV hat den Aufstieg in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg fast perfekt gemacht. Bereits jetzt gibt es drei Vereine, die in der Bundesliga aktiv sind. Die Faustballer (FFW) sind gleich mit zwei Mannschaften in der Ersten und Zweiten Bundesliga Herren vertreten. Der Volleyball-Club VC Offenburg spielt mit einer Damen-Mannschaft in der Zweiten Bundesliga, die DJK Offenburg hat ebenfalls ein Damen-Team in der Zweiten Bundesliga. Allerdings: Erfolg braucht Geld. Deshalb will die Stadt mit ihrem Sportförderkonzept für die »sportlichen Aushängeschilder« erstmals 10 000 Euro zur Verfügung stellen. Der Betrag soll als Kilometer-Geld verteilt werden. Bislang erhielten nur Jugendliche für Fahrten über 60 Kilometer einen Zuschuss.

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