Offenburg - Rammersweier
Dossier: 

Fußballverein Rammersweier sagt Oktoberfest ab

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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29. Mai 2020

Wegen des Coronavirus ist auf dem Sportplatz des Fußballvereins Rammersweier momentan nichts los, und auch das Oktoberfest muss der Verein dieses Jahr absagen. ©Thorsten Mühl

Der Fußballverein Rammersweier hat sich gegen die Großveranstaltung im Oktober entschieden. Auch in sportlicher Hinsicht muss der Verein wegen des Coronavirus einige Dämpfer hinnehmen.

Es war angesichts der Entwicklungen der vergangenen Wochen fast schon zu befürchten, am Montag folgte seitens des FV Rammersweier nun auch die offizielle Entscheidung. Die „Wölfe“ werden ihr ursprünglich für Freitag, 2. Oktober, geplantes Oktoberfest aufgrund der nach wie vor nicht absehbaren Dauer und Folgen der Corona-Pandemie absagen. Offiziell ist hinsichtlich Großveranstaltungs-Verboten erst einmal bis Ende August eine Frist gesetzt. 

Allerdings sei zu befürchten, dass dies noch längst nicht das Ende bedeutet. „Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht. Doch aus Verantwortung zum Schutz aller Freunde und Helfer des Oktoberfestes mussten wir so entscheiden. Ein zünftiges Oktoberfest unter Einhaltung sämtlicher Corona-Verhaltens- und Hygieneregeln konnten wir uns nicht vorstellen“, bringt es Udo Wolter (Vorstand Öffentlichkeitsarbeit) in einer Stellungnahme stellvertretend für alle Vorstandskollegen des FVR auf den Punkt. 

Doppelt bedauerlich aus Sicht des Vereins, da sich die Festivität über die vergangenen Jahre hinweg mehr und mehr zu einem Anziehungspunkt weit über die Ortsgrenzen hinaus entwickelte. Von den finanziellen Gesichtspunkten und dem angesichts der jetzt verkündeten Absage nun damit auch wegbrechenden Einnahmen natürlich ganz zu schweigen. 

Ein zusätzlicher Dämpfer, denn die Pandemie hat dem FV Rammersweier auch hinsichtlich der Feiern des weiter laufenden Geburtstagsjahrs einen Strich durch die Rechnung gemacht. An einem Dienstag, 15. Mai 1990, wurde der FVR in der damaligen „Winzerstube“ offiziell aus der Taufe gehoben. Zuvor hatten sich die zunächst als Abteilung unter dem Dach des Turn- und Sportvereins (TuS) agierenden Fußballer vom einstigen Mutterverein gelöst, um als eigenständiger Verein etwas auf die Beine zu stellen. 

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Nach drei Jahrzehnten lässt sich festhalten: Diese Zielsetzung ist aufgegangen. Dennoch halten die Verantwortlichen mit Blick auf die Corona-Situation ebenso ernüchtert wie bedauernd fest: „Das 30-jährige Vereinsbestehen konnte in diesem Jahr leider nicht gebührend gefeiert werden.“

Biss in den sauren Apfel

Und auch in sportlicher Hinsicht geht man in Rammersweier von einem weiteren Biss in den sprichwörtlichen sauren Apfel aus. Als Bezirksliga-Absteiger hatten sich die Rebländer für die Kreisliga-Saison 2019/2020 vorgenommen, den direkten Wiederaufstieg ins Visier zu nehmen. Und die Vorzeichen waren bis zur Corona-bedingt verhängten Pause des Spielbetriebs alles andere als ungünstig. Bei 67:15 Toren und 47 Punkten, gleichbedeutend mit dem ligaweit besten Angriff und bester Abwehr, rangierte man auf Rang eins. Allerdings führte eine 1:2-Niederlage beim FV Urloffen für das Abrutschen auf den dritten Platz. 

„Chancen passé“

„Wir müssen aktuell von einem Saisonabbruch ausgehen. Die Entscheidung fällt auf einem außerordentlichen Verbandstag am 20. Juni. Würde beim gegenwärtigen Tabellenstand die Saison abgebrochen, wären für uns als Dritter alle Aufstiegschancen passé“, zeigt Udo Wolter auf. Trotz dieser Dämpfer wird, darauf bauen die Verantwortlichen, auch aus Sicht des FV Rammersweier wieder eine Zeit nach der Pandemie anbrechen. 

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