Zells Traditionsveranstaltung mit besonderer Aktualität

Gelöbniswallfahrt: »Eine Demo für den Frieden«

Autor: 
Gisela Albrecht
Lesezeit 2 Minuten
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11. September 2018

Kinder des Oberharmersbacher Familiengottesdienstteams haben eine Kerze für die Gelöbniswallfahrt gestaltet. Bruder Bernhard Oehler dankte ihnen im Namen der Kapuziner. ©Gisela Albrecht

Viele Teilnehmer kamen am Samstagvormittag zum Treffpunkt am Gasthaus »Sonne« in Zell, um das Versprechen der Vorfahren – die Gelöbniswallfahrt – einzulösen. Zentrales Thema war »Frieden« und seine Bedeutung für den Menschen ganz aktuell.

Vertreter des Oberharmersbacher Gemeindeteams, Ausrichter der diesjährigen Gelöbniswallfahrt,  begrüßten die Teilnehmer mit Hinweisen auf das aktuelle politische Geschehen. Streit, Egoismus und Unfrieden würden die Schlagzeilen bestimmen. Gemeindereferentin Judith Müller wies auf die Demonstrationen im Osten Deutschlands hin, von denen in den Nachrichten berichtet wurde. »Wir machen auch eine Demo, allerdings für den Frieden«, betonte sie. »Wir glauben daran, dass es uns Christen möglich ist, mit Unterstützung von Gott Frieden zu stiften und in Frieden zu leben«, sagte sie abschließend.

Angeführt von Kreuz und Fahnen und vielen Ministranten ging die Prozession über die Hauptstraße zur Wallfahrtskirche. Kinder und Jugendliche aus Oberharmersbach sprachen Fürbitten, welche die Gemeinde singend beantwortete. In der Kirche brachten Kinder des Familiengottesdienstteams ihre selbst gestaltete Kerze mit, die Bruder Bernhard Oehler am Altar anzündete.

In seiner Predigt ging Pfarrer Bonaventura Gerner auf die Gottesmutter Maria ein, der die Menschen zurzeit Jesu den Namen »Königin des Friedens« gegeben haben. Dies, weil sie den Menschen Jesus geschenkt hat, den König des Friedens. Den Messias hätten sich die Menschen damals als mächtigen König gewünscht, doch er kam ganz anders daher. Ein wesentliches Kennzeichen seiner Herrschaft war der Frieden.

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Hohes Gut gefährdet

»Frieden ist ein hohes Gut. Wie gefährdet er ist, hat sich in diesen Tagen in Chemnitz gezeigt«, bedauerte Gerner. Das friedliche Miteinander nehme ab, Hass und Verleumdung nehmen zu, stellte er fest. 
Als positives Zeichen wertete er das Konzert in Chemnitz mit dem Namen »Wir sind mehr«. Mit einigen tausend Teilnehmern wurde gerechnet, 65 000 Besucher sind gekommen. Diese wollten bewusst ein Zeichen setzen gegen Menschenverachtung und Hass.

Pfarrer Gerner forderte die Kirchenbesucher auf, die Haltung Marias einzunehmen; nämlich Frieden zu stiften und zu bewahren. Der Oberharmersbacher Kirchenchor unter Leitung von Andreas Müller gestaltete den Gottesdienst mit feierlichem Chorgesang.

Am Ende der Feier lud Pfarrer Gerner die Wallfahrer zum traditionellen Imbiss in den Klostergarten ein, was sehr gut angenommen wurde.

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