Ehrungen beim Neujahrsempfang

Gemeinde Ohlsbach verleiht zwei Bürgermedaillen

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14. Januar 2020

(Bild 1/2) Bürgermeister Bernd Bruder verlieh Helmut Stehle und Gabriele Kuderer die Bürgermedaille in Gold und Silber für ihre Verdienste um die Gemeinde Ohlsbach. Rechts im Bild: Hans-Peter Kuderer. Helmut Stehles Frau Maria war nicht anwesend. Sie befindet sich in einer Reha. ©Thomas Reizel

Bürgermeister Bernd Bruder hat beim Neujahrsempfang der Gemeinde Ohlsbach eine positive Bilanz gezogen und geht mit viel Zuversicht ins neue Jahr. Er ist Alleinkandidat bei der Bürgermeisterwahl am 9. Februar, die Finanz-lage der Gemeinde ist mehr als nur geordnet. Höhepunkt aber war die Verleihung der Bürgermedaille an Helmut Stehle (Gold) und Gabriele Kuderer (Silber).
 

Die Brumatthalle war am Montagabend beim Neujahrsempfang der Gemeinde Ohlsbach vollbesetzt. Bürgermeister Bernd Bruder begrüßte zahlreiche Ehrengäste, darunter auch Vertreter der Partnergemeinde Boersch. Sie alle wurden Zeugen einer herausragenden Verfassung der Gemeinde (siehe Bericht unten) und zweier hochkarätiger Ehrungen, der Verleihung der Bürgermedaille in Gold an Helmut Stehle und in Silber an Gabriele Kuderer. Bürgermeister Bernd Bruder hielt die Laudationes.

Helmut Stehle: Er war fast 40 Jahre im Gemeinderat, immer Stimmenkönig seiner Liste, der Freien Wähler, und 15 Jahre Bürgermeister-Stellvertreter. „Würde ich alles aufzählen wollen, was in seiner Gemeinderatszeit geleistet wurde, wäre das ein abendfüllendes Programm“, sagte Bruder und legte daher den Schwerpunkt auf Helmut Stehles vielfältiges ehrenamtliches Engagement.

Er war unter anderem Vorsitzender des Harmonika-Clubs (1959 bis 1984), ist Vorsitzender des Sozialverbands VdK (seit 1998), Beisitzer im Gutachterausschuss der Gemeinde (20 Jahre), Mitglied und Förderer in fast allen Vereinen. „Besonders liegt Dir seit vielen Jahren die Maria-Hilf-Kapelle in Hinterohlsbach mit dem Kräutergarten am Herzen“, betonte Bruder.
Mit der Sammlung von Spenden im Jahr 1990 trieb Helmut Stehle die Sanierung voran. Zu nennen seien auch der Bau der Mariengrotte, Tage der offenen Gartentür, Führungen und Projekte mit Kindergarten, Schule und Firmlingen.

Fahrten für Senioren

2001 gründete er zudem die Rentnergruppe. 110 Sitzbänke und 28 Kilometer Wanderwege werden in Schuss gehalten. Seit 1977 organisiert Helmut Stehle Ausflugsfahren für Senioren zu Krippenausstellungen, am Josefstag und Fünf-Tages-Fahrten für den VdK. Die Partnergemeinde Boersch zeichnete ihn bereits 2016 mit der Ehrenmedaille für 25-jährige Förderung der deutsch-französischen Freundschaft aus. Helmut Stehle ist nach Bürgermeister Bruders Vorgänger Horst Wimmer erst der zweite Ohlsbacher, dem die Bürgermedaille in Gold verliehen wurde.

Gabriele Kuderer: Sie brachte sich 25 Jahre lang im Gemeinderat ein. „Das sind weit mehr als 300 öffentliche und weit mehr als 300 nichtöffentliche Sitzungen“, erklärte Bürgermeister Bruder. Zu lesen hatte sie oft mehr als 100 Seiten Vorlage je Sitzung. Hinzu kamen Repräsentationstermine, viele Gespräche mit Bürgern und Präsenz bei Vereins- und Kirchenfesten. „Am besten noch als Helfer“, sagte Bernd Bruder.

Herzblut für Kinder 

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Besonderen Schwerpunkt legte die ausgebildete Erzieherin Gabriele Kuderer auf das Thema Kindergarten und Schule. „Bei der Zusammenlegung des Kindergartens mit der Weinbergschule zum kleinen Bildungshaus waren Deine Kenntnisse sehr hilfreich“, betonte Bruder. Gabriele Kuderer habe sich immer als Bindeglied zwischen Kindergarten, Schule und Gemeinderat verstanden. „Ein ganz besonderer Dank gebührt Dir für Deine stete Bereitschaft, in Krankheits- und Vertretungszeiten in Kindergarten und Hort als Erzieherin einzuspringen“, lobte der Bürgermeister. Damit habe sie der Verwaltung, besonders aber den Kindern und Eltern sehr geholfen, und das mit viel Herzblut.

Gemeinde steht sehr gut da

 „Nahezu alle Sanierungsziele wurden nach 14 Jahren erreicht“: Diese Bilanz zog Bürgermeister Bernd Bruder beim Neujahrsempfang der Gemeinde Ohlsbach und nannte stichwortartig:
Umbau Rathaus, Zusammenlegung von Schule und Kindergarten, Feldgartenauffahrt mit Parkplätzen an der Kirche, die Realisierung des Bürgerparks im Frühjahr, der Wiederaufbau des Dorfgemeinschaftshauses „Zipfelhusen“ mit neuer Dorfbrücke. Von Bund oder Land bezuschusst wurden nicht nur diese Projekte, sondern auch 21 private Sanierungen. Der Schlusspunkt der Sanierungen war der neue Narrenbrunnen. Brumatthalle, Flutlicht des Sportplatzes und Straßenbeleuchtungen sind auf LED umgestellt, der Bebauungsplan Hubersgasse-Bühlweg ist rechtskräftig, das Gelände wird im Frühjahr erschlossen. Aufgestellt wird der Bebauungsplan „Oberfeld 2“.

Zu guter Letzt

Die Pfarrer Erwin Schmidt und Moritz Martiny segneten die Gäste und regten an, das Wort Klimawandel in „Klima wandeln!“ zu teilen. Damit meinten sie nicht nur die Umwelt, sondern das Gesprächsklima der Menschen. Der Umgang werde rauher und härter, sagte Schmidt. Martiny hoffte auf Mut zur Schöpfung. „Trau dich! Gib’ sie nicht auf! “

Hanna Mußler, badische Weinprinzessin aus dem Nachbardorf Berghaupten, sagte unter großem Applaus: „Drei Dinge sind’s, die geben Wein – Erde, Reben, Sonnenschein. Doch wenn die Arbeit der Winzer nicht wär’, blieb der schönste Becher leer.“
 

 

Stichwort

Gemeinde Ohlsbach

Ohlsbach zählt 3456 Einwohner, vier mehr als 2018. 23 Sterbefällen stehen 21 Geburten gegenüber. Ende 2019 beträgt der Kassenbestand voraussichtlich rund 7,4 Millionen Euro, Ohlsbach ist schuldenfrei. Diese Rücklagen aber werden für Hochwasserschutz sowie Straßensanierung mit Glasfaserausbau sukzessive benötigt, kündigte Bürgermeister Bernd Bruder an.

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