Erstes Fenster am Adventskalender geöffnet

Gengenbach heißt den "kleinen Prinz" willkommen

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02. Dezember 2019

(Bild 1/3) Die Innenstadt Gengenbachs war am Samstagabend rappelvoll. Alle Besucher warteten gespannt auf die erste Fensteröffnung am Adventskalender. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich einige aus Übersee. ©Thomas Reizel

Das erste Fenster des Gengenbacher Adventskalenders ist seit Samstag geöffnet. Der Kalender zeigt Motive des Märchens „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry sowie der Künstlerin Valeria Docampo. Diese kämpfte mit den Tränen, als sie eines ihrer Bilder am Rathaus sah.

Das erste Ritual um die Fensteröffnung verblüffte am Samstagabend einige Zuschauer. „Warum haben die gleich vier Fenster geöffnet?“, fragte sich Marktbeschicker Michael Bahr. Reinhard End, künstlerischer Leiter des Adventskalenders, erklärte dies: „Wir zeigen für zehn Minuten drei Bilder mehr. Valeria Docampo soll zwei ihrer Bilder sehen, sie kann nicht jeden Tag nach Gengenbach kommen.“ 

Seltenheitswert

Die gebürtige Argentinierin wohnt in Lyon, der Geburtsstadt von Antoine de Saint- Exupéry. Dass gleich mehrere Fenster an einem Tag geöffnet werden, hat übrigens Seltenheitswert. 
Zuletzt war dies 2013 der Fall, als Bundespräsident Joachim Gauck in Gengenbach war.

Vor der Fensteröffnung  war der „kleine Prinz“ mit einer fliegenden Untertasse von seinem Planeten B 612 auf dem Marktplatz gelandet, ein großer Lichtumriss auf der Fassade des Rathauses zeugte davon, dass ein Ufo im Anflug ist. Dann stieg er aus, der Botschafter von Freundschaft, Friede und Verständnis und wurde auf der Bühne herzlich empfangen. Helfer schafften für ihn sogar einen standesgemäßen roten Thron herbei.

Die Kinder auf der Bühne erklärten dem kleinen Prinzen den Brauch des Weihnachtsbaums. denn die von einem kleinen Planeten angereiste Hoheit kannte nur die dort wachsenden Affenbrotbäume. Danach tanzten sie „auf dem Vulkan“, sangen „Wir sind die Sprossen auf der Zukunftsleiter, wir sind die echten Tausendsassas dieser Welt“.

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Reinhard End freute sich über die rappelvolle Innenstadt und über Gäste aus Deutschland, Frankreich, ja sogar aus den USA, aus Hongkong, Malta und Australien. Begrüßt wurden sie auf Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Badisch und Elsässisch.

Gestapelte Elefanten

Sie alle ließen sich verzaubern von der Geschichte des „kleinen Prinzen“, der von einem Planeten kommt, auf dem nicht mal drei Elefanten Platz haben – es sei denn, man stapelt sie. Dieses Motiv ist im ersten Fenster dargestellt. Es dreht sich sogar im Kreis. Im Anschluss an das Ritual gab Bürgermeister Thorsten Erny noch einen kleinen Empfang für geladene Gäste. Die Künstlerin Valeria Docampo kämpfte mit Tränen der Rührung. Von ihr werden zwölf moderne Interpretationen aus „Der kleine Prinz“ zu sehen sein, weitere zwölf stammen von Antoine de Saint-Exupéry selbst, der nicht nur Autor, sondern auch begnadeter Zeichner war.

Doch ohne Jean-Luc Probst, der weltweit als Importeur schwerer Baumaschinen tätig ist und in Lausanne lebt, wäre dieser Adventskalender nicht möglich geworden. Er verfügt mit 7000 Stücken über die weltgrößte Saint-Exupéry-Sammlung und hat einige Stücke davon zur Verfügung gestellt. 

Bis einschließlich 23. Dezember wird jeweils ab 18 Uhr ein Fenster geöffnet. In voller Beleuchtung ist das Rathaus dann noch bis 6. Januar zu bestaunen.

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