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Ab 30. November

Gengenbacher Adventskalender: "Der kleine Prinz" und viel mehr

Lesezeit 3 Minuten
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26. November 2019

Die Vorfreude auf den Gengenbacher Adventskalender ist förmlich zu greifen. Am Samstag, 30. November, öffnet sich das erste Fenster. Zu sehen sind Motive aus Antoine de Saint Exupérys Werk „Der kleine Prinz“. Das ist aber nicht alles, was Gengenbach in der Vorweihnachtszeit zu bieten hat.
 

Zum 24. Mal verleihen die 24 Fenster des Gengenbacher Rathauses der „Hauptstadt der Fantasie und des Advents“ ein besonderes Flair. Geöffnet werden sie ab Samstag, 30. November, jeweils täglich um 18 Uhr. Davor gibt es ein kleines Öffnungsritual. „Es ist schon Tradition, dass in Gengenbach nach dem Martini-Markt geschäftiges Treiben herrscht, aber in diesem Jahr ist die Spannung besonders groß. Denn ‚Der kleine Prinz‘ zieht viele in seinen Bann“, sagte Bürgermeister Thorsten Erny am Mittwochvormittag im Museum Haus Löwenberg bei der Präsentation des Programms.

Zu sehen sein werden zwölf Original-Motive von Antoine de Saint Exupéry, der nicht nur die Geschichte des „kleinen Prinzen“ geschrieben, sondern auch die Motive selbst gezeichnet hat. „Was die wenigsten wissen, ist, dass Exupéry auch ein fantastischer Zeichner und Musiker war“, erklärte Kurator Reinhard End. 

Das zweite Dutzend der Fenster gestaltet die in Lyon, der Geburtsstadt Exupérys, wohnende Künstlerin Valeria Docampo. Sie hat einige Motive neu interpretiert. Ihre Leidenschaft für Illustrationen wurzelt im Alltag: Kinder, Bäume, das Aussehen eines Hundes, die Aromen des Frühstücks oder das Geräusch des Regens inspirieren sie.

„Nur Superlativen“

„Wir können eigentlich nur Superlativen bieten“, stellte Reinhard End fest, relativierte das aber gleich in dem Sinne, dass andere das, was der Adventskalenderverein und das Museum quasi als aufeinander angewiesene Zwilllinge leisten, vielleicht nicht ganz so euphorisch sehen könnten. „Aber wir finden das außerordentlich.“

Bislang gaben ihm Programm und Besucherzahlen Recht. Denn Gengenbach ist zurecht stolz auf Hochkaräter wie Tomy Ungerer, Andy Warhol, Kinderbuchautoren wie Otfried Preußler, Otmar Alt und jetzt eben Antoine de Saint Exupéry. „Ihm rollen wir den Teppich aus“, betonte End.

Dabei dankte er vor allem Jean-Luc Probst, in dessen Sammlung sich rund 7000 Original-Stücke aus dem Leben des ehemaligen Piloten befinden. „Als Importeur von schweren Maschinen kennt er weltweit jeden, er ist sehr gut vernetzt. Die Ausstellungsstücke, die wir parallel zum Kalender zeigen, stammen entweder von ihm selbst oder wurden von ihm vermittelt“, sagte End.

 

Darauf freuen sich (von links): Reinhard End (künstlerischer Leiter), Lothar Kimmig (Geschäftsführer der Kultur- und Tourismus GmbH), Gerda Bohnert (Geschäftsführerin des Adventskalendervereins), Thorsten Erny (Bürgermeister) und Alois Lehmann (Vorsitzender des Adventskalendervereins).

 

Alois Lehmann, Vorsitzender des Adventskalendervereins, hob Bedeutung und Aktualität des 1943 in New York erschienenen Werks „Der kleine Prinz“ als Gegenpol zum derzeitigen Zeitgeschehen in der Welt hervor. Sie erzählt anschaulich von Toleranz, Achtsamkeit, Freundschaft und Verlässlichkeit. Es ist in mehr als 400 Sprachen und Dialekte von Abchasisch) bis Zulu übersetzt, darunter auch auf Elsässisch und Badisch in einer Partnerschaftsausgabe Gengenbach/Obernai.

Bürgermeister Thorsten Erny hob auch die wirtschaftliche Bedeutung hervor. Die rund 1400 Gästebetten seien an Wochenenden ausgebucht und auch unter der Woche stark gefragt. Auch die Gastronomie befinde sich in einer positiven Ausnahmesituation. „Seminargäste kommen aus ganz Deutschland während des Adventskalenders“, erzählte Thorsten Erny.

Auch Standortfaktor

Und Reinhard End schob einen Punkt nach: „Ich wurde zu Beginn des Adventskalenders in den 1990er-Jahren von einem Investor gefragt, ob es diesen dauerhaft geben wird. Denn er trägt sich mit dem Gedanken, ein Seminarhotel zu bauen.“ Seither gibt es beides in Gengenbach.

Baden Online wird auf die einzelnen Programmpunkte und den Adventsmarkt mit rund 60 Ausstellern noch separat eingehen.

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