Bericht im Gemeinderat

Gengenbach: Wasserpreis bleibt stabil

Autor: 
Redaktion
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06. Dezember 2021
Das Trinkwasser aus Gengenbacher Hähnen ist so gut, dass es sogar für Babynahrung geeignet ist.

Das Trinkwasser aus Gengenbacher Hähnen ist so gut, dass es sogar für Babynahrung geeignet ist. ©Thomas Reizel

Die Stadtwerke erhöhen im nächsten Jahr die Gebühren nicht / Verbrauch im Vorjahr leicht verändert.

Die Stadtwerke Gengenbach halten die Preise für Trinkwasser stabil. Das teilte Werkleiter Jochen Brosi dem Gemeinderat mit. Die Wasserversorgung der Stadt Gengenbach kostet rund 1,42 Millionen Euro. Für das Jahr 2022 lautet die Prognose 1,491 Millionen Euro. Das bedeutet einen Gewinn von rund 68 000 Euro. „Das ist besonders viel, das kann schnell weg sein bei einem größeren Wasserrohrbruch“, sagte Brosi.

Die Stadtwerke rechnen mit einem Wasserabsatz von 574 700 Kubikmetern, etwas weniger als 2020. Wegen Corona sei der Wasserverbrauch pro Person von 48 auf 53 Kubikmetern gestiegen, vor allem im privaten Bereich. In Hotelerie- und Gastronomie sei er jedoch rückläufig gewesen.

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2016 haben die Stadtwerke damit begonnen, die Fixkosten über eine Bereitstellungsgebühr besser abzudecken. Lag der Anteil damals bei drei Prozent, sind es heute 26 Prozent. Dennoch herrsche weiter ein Ungleichgewicht. „Wenn wir heute 50 Prozent weniger Wasser verbrauchen würden, würden die Kosten nur um acht Prozent sinken“, verwies Jochen Brosi auf die hohen Fixkosten für das Leitungsnetz, also Instandhaltung und Investitionen im Bereich Wasser. So wurde beispielsweise im vergangenen Jahr die Versorgung im Haigerach abgeschlossen. Dafür investierte die Stadt rund eine Million Euro. Ziel sei es nach wie vor, den hohen Versorgungsstandard in Gengenbach zu erhalten.

Andrea Ahlemeyer-Stubbe (SPD) betonte, dass Jochen Brosi ein Gefühl dafür vermittelt hat, wie gut das Gengenbacher Wasser ist. „Aber viele schleppen lieber Plastikflaschen vom Discounter nach Hause anstatt den Wasserhahn aufzudrehen.“

Erny hat einen Sprudler

Meinrad Huber, bei den Stadtwerken zuständig für diesen Bereich, betonte, dass er mit Gengenbacher Trinkwasser drei Kinder großgezogen habe. „Die Schoppen haben wir nur mit Leitungswasser gemacht. Ich kann es nur jedem emfpehlen.“ Sogar Bürgermeister Thorsten Erny räumte ein: „Wir schleppen keine Kisten mehr. Wir haben einen Sprudler.“

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