Bio-Landwirt Hilscher verärgert

Gengenbach: Warum zwei große Rundballen in der Kinzig lagen

Autor: 
Erich Fakler
Lesezeit 2 Minuten
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19. Juni 2021
Biolandwirt Ulrich Hilscher stand am Donnerstag vor kaum Fassbaren: Zwei seiner jeweils rund 400 Kilo schweren Rundballen lagen in der Kinzig.

(Bild 1/2) Biolandwirt Ulrich Hilscher stand am Donnerstag vor kaum Fassbaren: Zwei seiner jeweils rund 400 Kilo schweren Rundballen lagen in der Kinzig. ©Erich Fakler

Bio-Landwirt Ulrich Hilscher aus Gengenbach beklagt nicht zum ersten Mal einen erheblichen Schaden und Arbeitsaufwand. Zwei seiner jeweils 400 Kilo schweren Rundballen sind in die Kinzig gerollt – und das nicht von alleine.

Uli Hilscher vom Klosterhof Abtsberg verging am späten Donnerstagnachmittag das Lachen. Zwei seiner rund 400 Kilogramm schweren Rundballen wurden über Nacht mit „geistloser Muskelkraft“ unterhalb des Europastegs zum Gengenbacher Freibad in die Kinzig gerollt. Nun beeilt er sich, die restlichen Heuballen auf den Abtsberg zu bringen, bevor auch diese ein Opfer aktionistischer Langeweile werden.

Bereits im vergangenen Jahr widerfuhr dem engagierten Biolandwirt ein ähnlicher „Geniestreich“. Wie er die in Wasser getränkten Ungetüme nun aus der Kinzig holen will, weiß er noch nicht. Was er aber weiß, ist die Unsitte, dass das Kinzigvorland im Bereich des Europastegs seit Jahren als Müllkippe genutzt wird.

Hilscher will auf dem Gelände hochwertiges Biofutter für seine Tiere ernten, findet aber regelmäßig leere Plastikflaschen und Glasscherben. Diese werden entweder achtlos von der Brücke geworfen oder bleiben als Überbleibsel romantischer Picknicks. Im vergangenen Jahr wurde dadurch sogar einer seiner Traktorreifen aufgeschlitzt.

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Müll und Hundekot auf den Wiesen

Zusätzlich nutzen zahlreiche Hundefreunde die Kinzigwiesen als freies Auslaufgelände und bereichern dann das Heu mit Kot. Andernorts weigern sich Bauern sogar, solche Hundeweiden abzumähen, auch wenn sie das Gras kostenlos mähen dürften.

Die Rollbahnen der im Wasser versenkten Rundballen lassen sich im niedergewalzten Ufergras unschwer ausmachen. Die Kraftmeier, die diesen „lustigen Streich“ veranstaltet haben, dachten wohl nicht an die folgende Zusatzarbeit für den Biolandwirt Uli Hilscher.

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