Klinikdebatte

Bürgermeister will Notfallstandort in Gengenbach aufbauen

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red/tom
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18. Mai 2018

Gengenbach bewirbt sich nach dem Klinik-Aus um einen dauerhaften Rettungswagen-Standort. ©Archivfoto: Mittelbadische Presse

Gengenbachs Bürgermeister Thorsten Erny hat am Dienstag im Krankenhausausschuss des Ortenaukreises den Aufbau eines Gesundheitszentrums als Notfallstandort und damit die Verlagerung eines Rettungswagens von Offenburg nach Gengenbach beantragt. Orthopädie und Akutklinik werden zum Jahresende geschlossen.

Erny forderte damit eine Gleichbehandlung bei der Ausgestaltung eines Gesundheitszentrums wie bei den Häusern in Ettenheim, Kehl und Oberkirch, für die eine Schließung bis 2030 im Raum steht. Hier sollen bis dahin sogenannte Portalkliniken entstehen. Das bedeutet, dass sie zwar Patienten sehen, aber weiterleiten. Wie berichtet plant der Ortenaukreis langfristig nur noch mit vier Häusern in Achern, Lahr, Offenburg und Wolfach.

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Um medizinischen Lücken in der Versorgung der Menschen vorzubeugen beziehungsweise zu schließen, möchte Erny erreichen, dass am Krankenhaus Gengenbach ein Medizinisches Versorgungszentrum des Ortenau-Klinikums aufgebaut wird. »Ein erster und wichtiger Schritt sind die Überlegungen, den Stützpunkt eines Rettungswagens nach Gengenbach zu verlegen«, sagte Erny. Immerhin seien zwischen der Stadt und einem möglichen Standort einer neuen Klinik im Offenburger Norden rund 30 000 Menschen betroffen.

Zahlreiche Kreisräte hätten Ernys Prüfauftrag einhellig begrüßt. Auch Landrat Frank Scherer habe versprochen, die ambulante Versorgung Vorderen Kinzigtals und die von Bürgermeister und Kreistagsmitglied Thorsten Erny als Prüfauftrag in die weitere Planung zu übernehmen. Christian Keller, Geschäftsführer des kreiseigenen Betriebs Ortenau-Klinikum, wird den Stand der Planungen des Nachnutzungskonzepts im Gemeinderat Gengenbach am Mittwoch, 13. Juni, vorstellen.

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