Durbach

Georg und Rita Gmeiner feiern goldene Hochzeit

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 4 Minuten
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15. Januar 2020

(Bild 1/2) Georg und Rita Gmeiner feiern am Mittwoch ihre goldene Hochzeit, vor 50 Jahren wurde Hochzeit gefeiert. ©Volker Gegg

Die Hochzeitsreise vor 50 Jahren blieb in Erinnerung, fand sie doch bei Schneetreiben und mit defektem Scheibenwischer statt: Zusammen mit Familie und engen Freunden feiern die Durbacher Originale Rita und Georg Gmeiner am Mittwoch ihre goldene Hochzeit.

 Wenn Georg und Rita Gmeiner aus ihrem Leben erzählen, dann wird es spannend. Über unzählige Begebenheiten können die gebürtigen Durbacher berichten und über Höhen und Tiefen resümieren – immer mit einem Quäntchen Humor. Wer Durbach kennt, der kennt auch den „Gmeiner Schorsch“ mit seiner Rita. Zeit ihres Lebens haben sie sich für ihren Geburts- und Heimatort stark gemacht und sich in unzähligen Facetten engagiert. Im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Pfarrkirche St. Heinrich mit anschließendem Stehempfang feiert das Ehepaar am Mittwoch, 15. Januar, seine goldene Hochzeit. 

Rita Gmeiner erblickte vor 69 Jahren im Seitental Wiedergründ als Rita Wörner das Licht der Welt. Als Jüngste von vier Geschwistern musste Rita schon früh anpacken. Nach ihrer Schulzeit in Durbach besuchte sie die Haushaltsschule in Offenburg, die sie mit Erfolg absolvierte. In das Berufsleben richtig einzusteigen, gelang Rita Gmeiner allerdings nicht so wie vorgesehen, denn im Alter von 19 Jahren heiratete sie bereits ihren Georg und bald kamen ihre drei Kinder. Somit wurde der eigene Haushalt, die Erziehung und die Landwirtschaft zu ihrem Beruf. 

Rita Gmeiner war Gründungsmitglied des Durbacher Hausfrauenbunds, der heute als „Frauen Aktiv e.V.“ weitergeführt wird. 
Wo die Gemeiners heute wohnen, im Durbacher Stollenberg gegenüber vom Freibad, wurde 1943 Georg Gmeiner auch geboren. Zusammen mit drei Schwestern wuchs der junge Schorsch auf. Nach dem Besuch der Volksschule, absolvierte Georg Gmeiner eine „Fremdlehre“ für die Landwirtschaft im Staatsbetrieb Hochburg bei Emmendingen. 

Nach seinem Abschluss machte er noch eine Lehre als Küfergeselle. Schon als Kind war Georg klar, dass er den elterlichen Betrieb einmal übernehmen wird. „Damals hatten wir neben Reben, Obst und Landwirtschaft auch noch Vieh im Stall“, erinnert sich Georg Gmeiner. 

Bereits sein Vater ließ 1963 das alte Anwesen am Stollenberg komplett abreißen und das heute noch vorhandene Gebäude errichten. „Als ich Rita kennengelernt habe, war meine heutige Frau erst 15. Es sei „Damenwahl“ beim Tanzabend im Gasthaus „Zum scharfen Eck“ gewesen und die junge Rita hat ihren Schorsch zum ersten Mal zum Tanz aufgefordert. Es entstand eine richtige Freundschaft und nach Ritas 19. Geburtstag wurde am 15. Januar 1970 im Stollenberg geheiratet. 
„Es war eine Winterhochzeit, denn das waren die Wochen, in denen wir Winzer Zeit hatten“, so Gmeiner weiter. Mit einem Käfer sind sie auf Hochzeitsreise ins Kleinwalsertal gefahren. „Es schneite wie verrückt und mein Scheibenwischer gab den Geist auf. Ich bin aber weitergefahren, indem ich einfach meinen Kopf aus dem Fenster gestreckt habe.“ 

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Bereits 1973 übernahmen die beiden den elterlichen Betrieb. Im gleichen Jahr wurde die Viehhaltung aufgegeben und nach und nach auf Wein-und Obstbau umgestellt. „Um genügend Geld für unsere kleine Familie zu bekommen, fuhr ich über zehn Jahre hinweg noch Milch aus“, verrät Georg Gmeiner. 

Freude bei Urlauben

Als richtiger Winzer wollte er sich auch für seine Winzerkameraden stark machen und wirkte über 35 Jahre im Verwaltungsrat der Winzergenossenschaft. 15 Jahre bis  2008 war Georg Gmeiner zudem Vorstand der Durbacher Winzergenossenschaft. Zahlreiche Rebumlegungen und Baumaßnahmen hat er in seiner Ära begleitet. Auch den Kauf des damaligen Staatlichen Weinguts „Steinberg“ fiel in diese Zeit. Für seine Verdienste erhielt er nicht nur die große Schulze-Delitzsch-Medaille des Raiffeisenverbandes, sondern auch den Titel „Ehrenvorstand“. 

Auch beim Verkehrsverein war Gmeiner zehn Jahre Vorsitzender und brachte dabei auch zwei Freilufttheateraufführungen auf die Bühne. Auch bei der Trachtenkapelle war Gmeiner an der Klarinette aktiv und für die Gemeindepartnerschaft mit Chateaubernard und Bürserberg war er engagiert. 

Während Rita für die Dekoration des Weinfests verantwortlich war, moderierte Schorsch die Eröffnung des Fests. 
Am Mittwoch lassen es Rita und Georg etwas ruhiger angehen, auch der eigene Weinbau wurde in den vergangenen Jahren etwas zurückgeschraubt. „Wir freuen uns auf unsere Urlaube, wenn es in die Berge geht“, bemerkt Rita, „und auf unser heutiges Jubelfest natürlich auch“. 

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