Reise durch Jahrzehnte

Gesangverein Eintracht Rammersweier feierte 140. Geburtstag

Autor: 
Peggy Gießler
Lesezeit 2 Minuten
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22. November 2017

©Peggy Gießler

140 Jahre und kein bisschen leise: Der Gesangverein »Eintracht« Rammersweier hatte am Samstagabend zum Jubiläumskonzert eingeladen. Dabei überzeugten die Musiker des Vereins genauso wie ihre Gäste.
 

Eine bunte Mischung mit einem Lied aus jedem Jahrzehnt seit 1877 hatten sich der Gesangverein und Chorleiterin Alexandra Lauer für ihr diesjähriges Jahreskonzert, das gleichzeitig ein Jubiläum war, zusammengestellt. Die Gäste, die sich teilweise seit Jahrzehnten zu jedem Jahresabschlusskonzert des Gesangvereins einfinden, waren gespannt.

Zur Einstimmung ertönte das weniger bekannte »Herr, es wird Abend«, doch schon das nächste Stück, »Das macht die Berliner Luft« von Paul Lincke, lud zum Mitsingen und Mitsummen ein – und das nicht nur wegen der in Dosen verteilten Berliner Luft. Flott ging es dann mit »Wochenend’ und Sonnenschein« sowie »Sing mit mir« weiter. Eine Überraschung war für viele die Ankündigung, dass das folgende Stück »The lion sleeps tonight« bereits über 80 Jahre alt ist. Es wurde als »Gratulant« aus dem Jahrzehnt 1930-40 ausgewählt. 

Santiano-Medley

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Bevor die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Zuge kam, war es Zeit für einen Gastauftritt, in diesem Jahr das durch Sänger der »Eintracht« verstärkte Bassensemble des Chores »Sounds Good« aus Berghaupten, die ein Santiano-Medley zum Besten gaben. Zu den letzten fünf Stücken der »Eintracht« gehörten dann noch zwei Gewinnertitel beim Grand Prix d’Eurovision (»Halleluja, sing ein Lied« sowie »Ein bisschen Frieden«).

Aber was wäre ein Jahreskonzert ohne Soloeinlagen von Alexandra Lauer. Die ausgebildete Sopranistin durfte mit »Vilja« aus der »Lustigen Witwe« von Franz Lehár an das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts erinnern. Ihr zweites Solo, »Bésame mucho« von der mexikanischen Musikerin Consuelo Velázquez, gehörte in die Dekade 1940 bis 1950. Die Darbietung beider Stücke wurde mit viel Beifall belohnt. 

Christiane Chaloupka als Moderatorin kündigte mit viel Witz und Esprit die Lieder an. Zum Gelingen trug auch Adrian Sieferle am Klavier bei, der den Rammersweierer Gesangverein gekonnt ergänzte.

Hintergrund

Die Geschichte des Musikvereins

◼ 1877: Offizielle Gründung des Vereins mit rund 50 sangesbegeisterten Männern.
◼ 1927: Nach fast zehn schweren Jahren während und nach dem Ersten Weltkrieg, bei dem auch 14 Sängerkameraden ihr Leben lassen mussten, Feier zum 50-jährigen Bestehen.
◼ 1933: Großes Gruppensingen zusammen mit dem Sängerbund Ortenberg, dem Liederkranz Fessenbach sowie dem Sängerbund und Frohsinn Zell-Weierbach.
◼ 1947: Zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nahm der Gesangverein seinen Probenbetrieb wieder auf.
◼ 1952: Frauen durften erstmals im Männergesangverein mitsingen.
◼ 1971: Erste Dirigentin wurde Maria Trautmann.
◼ 1987: Günther Gießler übernahm für 30 Jahre den Vorsitz der »Eintracht«, er wurde 2007 durch Johannes Hasenohr-Fey, der auch heute noch die Geschäfte des Vereins führt, abgelöst.
◼ 1992: 750-Jahr-Feier Rammersweier mit Teilnahme des Vereins in Form einer Fußgruppe und einer Sänger-Strauße.
◼ 2004: Alexandra Lauer wird neue Chorleiterin und bereichert bis heute die Arbeit des Vereins. 

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