Medienbildung in Gengenbach

Geschwister-Scholl-Grundschule ist Referenzschule

Autor: 
Anna Teresa Agüera
Lesezeit 3 Minuten
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08. Dezember 2017

Die Gengenbacher Geschwister-Scholl-Grundschule ist jetzt Referenzschule im Bereich Medienbildung. Gestern haben die Beteiligten den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Von links: Bernd Sandhaas, Schulrat des Schulamts Offenburg und Verantwortlicher im Bereich Medien, der Leiter des Kreismedienzentrums Christian Schilli und seine Stellvertreterin Daniela Schneider, Nadine Giebenhain vom Landesmedienzentrum, Schulleiter Ulrich Fischer, Bürgermeister Thorsten Erny, Beate Brudy, Abteilungsleiterin Kindergärten und Schulen bei der Stadt, und der medienpädagogische Berater Daniel Zimmermann. ©Anna Teresa Agüera

Mit der Geschwister-Scholl-Grundschule hat die Ortenau nun eine Referenzschule im Bereich Medienbildung. Die Beteiligten haben gestern in Gengenbach den Kooperationsvertrag unterschrieben. 

»Grundschüler vom digitalen Netzwerk fernzuhalten, ist in etwa so sinnvoll, wie sie vom Straßenverkehr fernzuhalten«, zitiert Schulleiter Ulrich Fischer den Sprecher des Städtetags Norbert Brugger. Es sei deshalb wichtig und richtig, auch in die Digitalisierung in Grundschulen zu investieren. Und das macht die Geschwister-Scholl-Grundschule in Gengenbach. Sie ist nach einem erfolgreichen Bewerbungsverfahren nun offiziell Referenzschule im Bereich Medienbildung. »Für uns eine Auszeichnung und Verpflichtung zugleich«, sagt Fischer. Damit ist sie die 31. Grundschule im Land, die den Titel trägt, und die einzige Schule im Ortenaukreis.

Das Referenzschulmodell hat sich 2014 aus einem 2011 gestarteten Projekt des Landesmedienzentrums entwickelt: »Wie kann man Medienbildung in Grundschulen umsetzten? Wann mache ich Medien zum Thema«, so Nadine Giebenhain. Sie ist für den Bereich Referenzschule Medienbildung beim Landesmedienzentrum verantwortlich. »Es geht dabei nicht darum, die traditionelle Grundschularbeit – wie Schreiben oder Basteln – zu ersetzen, sondern den Lehrern neues Werkzeug an die Hand zu geben«, sagt Daniel Zimmermann. Er ist Lehrer an der Gengenbacher Grundschule und seit diesem Schuljahr auch medienpädagogischer Berater des Kreismedienzentrums. Außerdem motiviere ein digitaler Unterricht auch die Schüler, fügte Fischer. 

Im Deutschunterricht

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Das merkt man den  drei Schülern Samuel Fleischmann (8), Lennart Ahne (8) und Paul Mibodeau (8) an. Sie haben schon in verschiedenen Fächern mit Tablets gearbeitet, wie sie berichten. Im Deutschunterricht zum Beispiel. »Wir haben Geschichten gelesen, Bilder gemalt und sie mit den iPads abfotografiert«, beschreibt Samuel. Dazu haben sie Texte geschrieben und dann mit einem Programm ihre eigenen Bücher erstellt. »In Musik haben wir Geräusche gehört«, sagt Lennart. »Manchmal spielen wir auch«, fügt Samuel hinzu. Genau das sei der Punkt, so  Bernd Sandhaas, Schulrat des Schulamts Offenburg: Spielend lernen. »Da steckt ein Sinn dahinter.« Der Umgang mit der Computermaus zum Beispiel.

In der Gengenbacher Grundschule gibt es ein Tabletpool von 20 Geräten und ein Lehrergerät samt Ausstattung wie Beamer, beschreibt Zimmermann. Außerdem steht ein Computerraum zur Verfügung, wo die Kinder unter anderem Texte schreiben. Nun geht die Gengenbacher Grundschule als Referenzschule zum einen die Verpflichtung ein, die Ausstattung in der Schule für die Digitalisierung zu verbessern. »Ein finanzieller Kraftakt«, wie Fischer beschreibt. Die Grundlage hat die Stadt als Schulträger bereits gestellt und im Haushalt 2018 zunächst 15 000 Euro eingeplant, wie Bürgermeister Thorsten Erny sagt. 

Einblicke in die Arbeit

Neben der Ausstattung ist es zum anderen auch an der Grundschule, sich nach außen zu öffnen. »Damit andere Lehrer sehen, so kann ich das machen«, sagt Giebenhain. In der Ortenau gebe es viele Schulen, die sich auf den Weg machen, so Sandhaas: »Der Beratungsbedarf ist da.« Und Fischer fügt hinzu: »Wir wollen, dass der Funke auch auf andere Lehrer überspringt, die Einblicke in die Referenzschule bekommen. Wir wollen Erfahrungen sammeln und sie weitergeben.«

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