Gemeinderat Hohberg

Glasfaser für ganz Hohberg

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14. September 2021
Computer-Anwendungen (hier ein Spiel) fressen immer mehr Ressourcen, wer Glasfaser hat, ist gut versorgt. Foto: Ulrich Marx

Computer-Anwendungen (hier ein Spiel) fressen immer mehr Ressourcen, wer Glasfaser hat, ist gut versorgt. Foto: Ulrich Marx ©ULRICH MARX

Deutsche Telekom und die Breitband Ortenau KG legen ein Konzept vor, damit das schnelle Internet direkt in jedes haus kommt. Die Gemeinde ist Teil eines Modellprojektes.

Wenn alles klappt, wird Hohberg bald komplett mit schnellem Glasfaser-Breitband direkt in jedes Haus versorgt. Am Montag stellten die Deutsche Telekom und die Breitband Ortenau KG ihre Pläne vor. Der Rat beschließt die Absichtserklärung der Telekom und das Modellprojekt am 29. September, wie Bürgermeister Klaus Jehle sagte. Klaus Vogel, Nicolas Schweizer schilderten, was die Deutsche Telekom plant. Hohberg ist eine von zwei Gemeinden im Ortenaukreis, die in das Modellprojekt hinein kommt. Die Stadt Gengenbach die andere. Die Telekom sei mit 600 000 Kilometern Glasfasernetz der größte Anbieter auf diesem Gebiet.

Gute Infrastruktur

Warum Hohberg? Die Telekom könne hier auf vorhandene Infrastruktur zurückgreifen. Außerdem seien Bürgermeister Klaus Jehle und Hauptamtsleiter Dirk Sauer beharrlich hinterher gewesen, dass sich die Situation bessert. Vogel: „Sie werden einen Quantenspung machen.“ Sein Unternehmen verlege das Glasfaser auf jeden Fall bis in die Wohnungen der Bürger, geplant sei das schnelle FTTH (fibre to the home) für die komplette Gemeinde.

Die Deutsche Telekom bringe ihre Erfahrung ein, für die Bürger sei der Anschluss kostenlos, wenn sie sich innerhalb des ersten Monate nach der Erstellung anmelden. Der Anschluss bedeute eine Wertsteigerung für das Gebäudes bis zu acht Prozent. Das Netz könne auch für andere Internet-Anbieter genutzt werden.

2022 könnte es losgehen. Zunächst sei geplant, 1100 Haushalte (25 Prozent) in Niederschopfheim anzuschließen, vom Nussbuckel zu der Alten Landstraße – also Glasfaser bis in die Wohnung.

Zudem werde es eine Infoveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger geben. Der Part der Gemeinde sei es, die Deutsche Telekom bei den Genehmigungsverfahren zu unterstützen. Das neue Glasfaser nutzt, wenn möglich, vorhandene Kabelkanäle, aber werde sich auch alternativer Verlegungsmthoden bedienen – etwa durch Verlegung in Mindertiefe von etwa 30 Zentimetern.

Für die Breitband Ortenau schilderte deren Geschäftsführer Josef Glöckl-Frohnholzer die Pläne. Es gehe darum, Phase zwei vorbereiten. Die Breitband KG (in der Hohberg Mitglied ist) nehme sich vorsorglich der anderen beiden Hohberger Ortsteile an und sorge für die notwendigen Verfahren und Förderungen. Sollte die Telekom, wie geplant, auch in Hofweier und Diersburg aktiv werden, ziehe sich die Breitband zurück. In Hohberg gebe es insgesamt 142 Gebäude mit 100 oder weniger Mbit/s. Sollte die Breitband KG zum Zuge kommen, entfällt auf die Gemeinde ein Eigenanteil von 357 105 Euro, wenn sie drei Häuser in der Außenlage anschließen lässt, 687 366 Euro. Sobald Hohberg zehn Prozent der Investitionskosten bezahlt hat, fließen die Förderungen. Die Finanzmittel sollten in den Haushalt 2022 eingestellt werden.

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Komplett neu

Hermann Pfahler (SPD) fragte, ob das Vektoring (das alte Netz) ersetzt werde. Klaus Vogel antwortete, es sei durchaus ein Parallelbetrieb möglich. Die Produktwahl sei der zweite Schritt.

Nicolas Schweizer betonte, FTTH sei ein komplett neues Netz. Josef Glöckl-Frohnholzer: „Die Zukunft ist Glasfaser und sehr bald ist es Gigabit.“ Glasfaser sei dafür gerüstet.

Daniela Bühler (CDU) sagte, bis zu gewissen Schaltkästen liege Glasfaser. Sie verstehe nicht, dass ein neues Netz notwendig sei.

Schweizer antwortete, die hauchdünnen FTTC-Faser seien reserviert, die Verbindungen reichten nicht mehr. In gewissen Straßenzügen müsse man noch mal ran.

Reiner Durban (FWH) wollte wissen, ob man mit den Bürgern im Außenbereich ins Gespräch gehen wolle.

Außenlagen würden nicht gefördert, erwiderte Glöckl-Frohnholzer. Zahlen müssten die Eigentümer oder die Kommune. Bürgermeister Jehle ergänzte: „Da gibt es andere Lösungen.“

Was denn mit dem Rest von Niederschopfheim sei, wollte Katharina Blasius (FWH) wissen. Vogel versicherte, das Ziel sei es, alle Haushalte zu versorgen. Daniela Bühler erfuhr, auch in Hofweier und Diersburg werde das Glasfaserkabel gezielt ans Haus geführt.

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