Experten-Lob

Golfclub Gröbernhof in Zell hat viel ökologisches Potenzial

Autor: 
Peter Marx
Lesezeit 3 Minuten
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27. Mai 2019

(Bild 1/2) Mitglieder des Golfclubs Gröbernhof und Experten aus Agrarwirtschaft und Botanik besichtigten die Anlage und bescheinigten hohe Qualität. ©Peter Marx

Der Zeller Golfplatz Gröbernhof ist von Fachleuten des Landesgolfverbands und des Stuttgarter Landwirtschaftsministeriums wegen seines Natur- und Artenschutzes gelobt worden. Vor allem die Artenvielfalt wurde hervorgehoben.
 

Wenn Störche ein Gradmesser für eine gesunde Umwelt sind, dann ist auf dem Gelände des Golfclubs Gröbernhof in Zell alles zum Besten gestellt. Davon überzeugten sich jetzt Fachleute im Auftrag des baden-württembergischen Golfverbandes und des Stuttgarter Ministeriums für Landwirtschaft, die das Golfgelände auf ihre biologische Vielfalt untersuchten. Das Fazit: »Der Golfplatz Gröbernhof hat ein großes Potenzial für Naturschutz und Artenvielfalt.«

Zu diesem Ergebnis kommt der Botaniker Niels Böhling nach seinem Rundgang über das Golfgelände. Angetan hat ihm vor allem der Große Wiesenknopf, der entlang der Fairways wächst und inzwischen zu den seltenen Blumenarten gehört. Böhling: »Ein sehr wertvoller Bestand.« Er trägt dazu bei, dass sich Schmetterlinge wie beispielsweise der Schwarzblaue Bläuling auf den Wiesen ansiedeln. 

Böhling, im Auftrag des Landwirtschaftlichen Untersuchungsamtes für Futterbau und Grünlandwirtchaft unterwegs, prüft 16 Golfclubs in Baden-Württemberg  auf Biodiversität und führt eine Bestandsaufnahme durch. Zu diesen ausgewählten Clubs zählt auch der Gröbernhof. Aufgefallen ist dem 58-jährigen Prüfer auch die Artenvielfalt auf dem gesamten Golfgelände.

Fast wie in einem Zoo

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Zwischen Fairways und Grün gibt es Leben, fast so viel wie in einem Zoo: Fast jeden Morgen und Abend treffen sich täglich bis zu 14 Störche auf den Fairways. Ihre tägliche Futtersuche belegen, dass Golfplätze weit mehr sind als nur grüne Spielbahnen zwischen Hecken und Bäumen. Amseln, Drosseln, Rost-Enten, und Spatzen gehören ebenfalls zur tierischen Vielfalt des Golfclubs, genauso wie Reptilien, Karpfen, Käfer, Füchse, Libellen und Heuschrecken. Dazu noch Raubvögel wie Mäuse-Bussard, Roter Milan und Falken. Damit verfügt der Golfclub Gröbernhof in Zell a. H. vermutlich über die artenreichste Sportanlage in der Region. 

Leben auf dem Golfplatz ist möglich – und sogar besser als viele Menschen glauben. »Der Golfer ist ein Naturschützer«, sagt der Agrarwissenschaftler Gunther Hardt, der ebenfalls die Clubanlage besichtigte und sehr zufrieden bilanzierte: »Das alte Klischee, dass Golfplätze die Natur verschandeln, stimmt schon lange nicht mehr.« Seine einzige Kritik: Der Golfclub verkauft sein Umweltengagement zu schlecht. »Was am Gröbernhof passiert, ist überdurchschnittlich.« Einhellige Meinung des Clubvorstandes: »Das wird sich ändern.«

Obstbäume gepflanzt

Seit mehr als vier Jahren verfügt der Golfclub über einen Umweltausschuss, der sich intensiv um die Belange des Naturschutzes kümmert. So sorgte er unter anderem dafür, das auf dem Gelände Dutzende von Obstbäumen gepflanzt worden sind. Die Äpfel werden von den jugendlichen Mitgliedern gesammelt und der Süßmost später verkauft.

Der Club wurde vom deutschen Golfverband bereits mehrfach für sein Umweltengagement ausgezeichnet. Derzeit ist der Verein mit dem silbernen Golf & Natur-Zertifikat ausgezeichnet, der zweithöchsten Auszeichnung. Nach den Vorstellungen des Clubmanagements soll der Natur- und Umweltschutz weiter ausgebaut werden. Ziel ist das »Goldene Zertifikat«.

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