Karl Herrmann starb 88-jährig

Große Trauer um den »Krizwirt-Karle« aus Biberach

Autor: 
Dietmar Ruh
Lesezeit 3 Minuten
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21. März 2018

Im Gasthaus »Kreuz« fühlte sich Karl Herrmann bis ins hohe Alter sehr wohl. ©Archivfoto

Ein echtes Biberacher Original lebt nicht mehr: Am Samstag starb  Karl Herrmann im Alter von 88 Jahren. Den meisten war er besser bekannt als »Krizwirt-Karle«.

Der Seniorchef des Gasthauses »Kreuz« war in Biberach und darüber hinaus bekannt, war stets fröhlich, freundlich und auch großzügig. Karl Herrmann kannte viele Geschichten und Anektdoten und bei nicht wenigen davon spielte er selbst eine Rolle. 
In seinen letzten Lebensjahren machten ihm altersbedingte Erkrankungen mehr und mehr zu schaffen. Mit Unterstützung der Sozialstation kümmerte sich seine Familie um den Senior so lange es ging. Vor einem Jahr kam Karl Herrmann ins Seniorenzentrum St. Gallus in Zell, wo er am Samstag auch verstarb.

Geboren wurde Karl Hermann am 18. August 1929 als jüngstes von drei Kindern des Emmersbacher Landwirts Karl Herrmann und seiner Frau Anna, geborene Rothmann. Neben der Landwirtschaft bildete die kleine, von Heinrich Rothmann übernommene Schankwirtschaft – welche hauptsächlich von der Mutter betrieben wurde – für die Familie eine zweite Einnahmequelle.

Übernommen hatte Karl Herrmann dann das »Kreuz« gemeinsam mit seiner Frau Hilda, geborene Spothelfer, im Januar 1953 von seiner Mutter, die es nach dem Tod des Vaters noch sechs Jahre lang alleine weiter geführt hatte. Das junge Ehepaar hatte erst im selben Monat geheiratet, und Karl Herrmann steckte all seine Energie neben der Tätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft in dieses Gasthaus, das 1956/57 komplett abgerissen und neu erbaut wurde. Bis 1962 wurden nach und nach auch Gästezimmer ausgebaut, bis das »Kreuz« über rund 30 Betten verfügte. Am 2. April 1969 wurde zudem eine Bundeskegelbahn eröffnet.

Sehr freute sich das Ehepaar Herrmann auch über ihre Kinder Anna, Hildegard, Ludwig, Christine und Karl, die aus der Ehe hervorgingen. Zur Großfamilie gehören inzwischen zehn Enkelkinder.

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Mit Bulldog unterwegs

1997 übernahm Tochter Anna gemeinsam mit Ehemann Graham Smithson das Gasthaus »Kreuz«, wobei sie auch danach noch lange Jahre von ihrem Vater unterstützt wurde. 
Im Ruhestand hatte der »Kreuzwirt« aber auch mehr Zeit für seine Hobbys, insbesondere für die Pflege seiner Kontakte, für die Spitzmühle und das Bulldogfahren. Dabei nahm er häufig seine Kinder und Enkel mit und grüßte alle Vorbeifahrenden und Passanten. 

Als echtes Biberacher Urgestein ist Karl Herrmann sein ganzes Leben hindurch den örtlichen Vereinen sehr verbunden geblieben, was insbesondere für den Fußballverein gilt, für den er von 1951 bis 1957 im Mittelfeld der 1. Mannschaft spielte. Er war auch Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des Sportkegelclubs Biberach. Mitglied war er im Turnverein und dem Historischen Verein.

Die Trauerfeier für Karl Herrmann findet am Donnerstag, 22.März, um 15 Uhr in der Kirche St. Blasius in Biber­ach statt. Anschließend ist Beerdigung.

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