Offenburg

Große Trauer um Rolf Wittmeier

Autor: 
Ursula Groß
Lesezeit 3 Minuten
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31. August 2009
Völlig unerwartet verstarb Rolf Wittmeier am vergangenen Donnerstag im Alter von 85 Jahren. Er hat das politische und soziale Leben der Stadt mitgeprägt.
Offenburg. Mit Rolf Wittmeier geht ein Bürger der gelebten Verantwortung für seine Stadt und ihre Menschen. Zeitlebens hat er dafür Weichen gestellt, die als musterhaftes Beispiel eines beruflichen und ehrenamtlichen Engagements gültig bleiben. Wittmeier war unter anderem Träger des Bundesverdienstkreuzes, Ehrenmitglied der Bürger­gemeinschaft Nord-Ost und Inhaber des Sport­ehrenbriefes der Stadt. Sein Einsatz für Kommunal- und Kreispolitik, den Sport, die jahrzehntelange Mitarbeit als Berichterstatter fürs Offenburger Tageblatt und sein volkstümliches Prädikat »Der Schutzmann an der Ecke« erinnern an sein menschliches und von Gerechtigkeitsgefühl geprägtes Wirken. Immer bescheiden Ein bescheidener Mann bleibt dazu im Gedächtnis, der niemals Aufsehen um seine Person machte. Ihm ging es um die Sache, auch wenn er immer viel Herzblut hineinlegte. Seine Umsicht für Kinder ist sogar bundesweit gewürdigt worden, als der Polizist im Jahr 1981 mit dem »Goldenen Herz« der Bild-Zeitung im Rahmen der Aktion »Ein Herz für Kinder« geehrt wurde. Er hatte sich um die Verkehrssicherheit der Offenburger Kinder gesorgt und für sie eine Ampelanlage an der Moltkestraße, Verkehrsberuhigungen und Fußgängerwege in der Oststadt durchgesetzt. »Zugpferd« und »Stimmenkönig« wurde er getitelt, als sich seine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung in Gemeinderats- und Kreistagswahl-Stimmen ausdrückte. Wittmeier gehörte ab 1974 für die SPD insgesamt 25 Jahre dem Gemeinderat an. 20 Jahre war er als Kreisrat und stellvertretender Fraktionsvorsitzender in der SPD tätig. Dazu zählen mehrere Jahre als OB-Stellvertreter. »Meistgewählter« wurde Wittmeier auf Anhieb bei der ersten Seniorenbeirats-Wahl im Jahr 1992. Selbst aktiver Fußballer beim »Jahn Offenburg«, profitierten lokale Fußballvereine und der Faustball von seiner Liebe zum Sport. Als Gründungsmitglied des Polizeisportvereins und dessen Vorstandsmitglied ist Wittmeier unvergessen. Er war der erste Herausgeber des PSV-Heftes. Mitarbeiter fürs OT Das Schreiben hat der Verstorbene bis ins hohe Alter geliebt. Unzählige Artikel im Offenburger Tageblatt zeugen von seiner Sach- und Menschenkenntnis. Als der »Rowi«, wie er in der Redaktion liebevoll genannt wurde, noch vor einem Jahr dort einen seiner Besuche machte, bat er, seinen Mitarbeiterausweis noch einmal zu verlängern. Datum der Ausstellung war das Jahr 1974. Seine Frau Agneta hatte ihm, wie immer, noch ein paar Süßigkeiten oder ein Päckle Kaffee zugesteckt, das er mit seiner ihm eigenen freundlich-korrekten Art weiterreichte. »Ich weiß gar nicht, wie ich das alles geschafft habe«, hatte Wittmeier am 30. Oktober 2008 anlässlich seines 85. Geburtstages Bilanz gezogen. Ganz gewiss aber mit Hilfe seiner Frau Agneta, »sie ist mir stets eine treue Stütze«, hatte er mit Herz angefügt. Mit Agneta Wittmeier trauern die Söhne Berndt und Rolf H. Wittmeier mit ihren Familien. Die Beisetzung findet am Dienstag, 1. September, um 11 Uhr auf dem Stadtfriedhof Weingarten statt.

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