Chemietheater

Großes Kino im Historienkabinett des Oken-Gymnasiums

Redaktion
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19. Mai 2024
In den Chemiesälen des Oken-Gymnasiums ging es hoch her. Mit viel Witz nahmen die Schüler des „Chemietheater“ die Zuschauer mit auf eine Reise mit Mette Haagereich.

In den Chemiesälen des Oken-Gymnasiums ging es hoch her. Mit viel Witz nahmen die Schüler des „Chemietheater“ die Zuschauer mit auf eine Reise mit Mette Haagereich. ©Oken-Gymnasium Offenburg

Beim „Chemietheater“ im Oken-Gymnasium in Offenburg überzeugten Schüler und Lehrer mit einer kurzweiligen Inszenierung. Auch die Helfer im Hintergrund trugen zum Gelingen bei.

Wo treffen Mumien auf verrückte Raketenwissenschaftlerinnen und den genialen Künstler Edward Munch? Solche Begegnungen gibt es nur im Historienkabinett der Mette Haagereich, das für wenige Tage in den Chemiesälen des Oken-Gymnasiums eröffnet hatte, wie aus einer Mitteilung der Schule hervorgeht.

Mette (Judith Neff) betreibt mit ihrem Praktikanten (Luan Hofsäss) einen „Laden, dessen Gegenstände Vergangenheit in sich tragen.“ Die zahlreichen Kunden, die sich während der kurzweiligen Vorführung zwischen den Regalen tummeln, reisen mit dem jeweils ausgewählten Gegenstand durch die Zeit. So verschlägt es drei Touristinnen (Leonie Schmidt, Leonie Speer und Luca Roth) ins alte Ägypten, wo sie unfreiwillig an einem Architekten-Wettbewerb teilnehmen und dafür sorgen, dass die ehrgeizige Baumeisterin (Lea Buck) doch noch eine Pyramide und keinen Quader von Gizeh errichtet. Das sei aufgrund des geringeren Volumens leichter umzusetzen, erklärt die Mumie des Pharao Tutanchamuns (Lukas Wetterer).

Trockene Kommentare

Zurück im Historienkabinett verfolgt das Publikum gebannt die Nachrichten aus der Welt der Chemie in den „Chemiethemen“. Sprecherin (Anastasia Janzen) kündigt jede Meldung mit einer farbewechselnden Kristallkugel an, Reporterin (Celine Elysev) kommentiert diamantentrocken. In der nächsten Sequenz beweist Marie Curie (Anna Hansert), dass Radium nur begrenzt gefährlich ist, aber wunderschön leuchten kann. Das Publikum applaudiert noch fasziniert, als vier ungezogene Kinder (Kira Hofsäss, Ken-Lias Fritsch, Tobias Bredemeier, Marie Domröse) Mettes Laden durcheinanderbringen. Der Geruch von Schwarzpulver liegt in der Luft, wenn sie mit „Krawumm“ Türschlösser und Felsen sprengen. Ihnen ist es zu verdanken, dass wir heute vier Präsidenten in Mount Rushmore bestaunen können.

Turm in Schieflage

Weiter geht die Reise. Ein stattlicher Turm von 5586 Zentimeter Höhe soll fertiggestellt werden. Glücklicherweise sind die Zeitreisenden (Anastasia Janzen und Maxim Pavlovec) mit diversen „Lösungen“, selbst gekochten Steinen und „schallerndem“ Prosecco zur Stelle. Letzterer bringt jedoch den Turm in Schieflage.

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Gefeiert wird innerhalb des Stückes auch Mettes 72. Geburtstag, bei dem das Publikum zu mathematischen Spielen eingeladen ist. Doch die nächste Zeitreise lässt nicht lange auf sich warten. Zwei Besucher werden Zeuge, wie Edward Munch (Marie Domröse) sein Gemälde „das Lächeln“ … oder doch eher „Der Schrei“ malt, wofür er per Chromatographie selbst Farben und am Ende gar Silber herstellt. Bunt geht es auch in einer nahegelegenen Bar zu. Die Cocktails des beflissenen Kellners (Keanu Schönbroich) wechseln die Farbe nach Belieben, dampfen und zischen.

Ins All geflogen

Gewohnt experimentell geht es an der letzten Station weiter. Eine Mondlandefähre versetzt eine Kundin in die NASA-Zentrale, in der die Astronauten (Leonie Schmidt, Anna Hansert und Celine Elysev) gerade ihre Fähigkeiten in der Schwerelosigkeit unter Beweis stellen. Schließlich erreichen sie das Ziel, die Raketenforscherin (Rike Heiderich) lässt alle drei einsteigen und ins All fliegen. Der bekannte Ausspruch „Houston, wir haben ein Problem“ wird am Oken zu „Houston, wir hatten ein Problem, aber wir haben es gelöst!“.

Eine leuchtende Drohne schwebt über die Zuschauer und beweist, dass die Technik-AG im Hintergrund ganze Arbeit geleistet hat, so die Mitteilung. Stimmungsvolle Musik und Beleuchtung, kunstvoll digital animierte Kulissen, engagierte Fotografen und perfektes Timing zeichnen die Schülerinnen und Schüler der sechsten bis zur elften Klasse unter der Leitung von Yannic Fischer aus.

Ergänzt wird das Team durch fleißige Helfer hinter der Bühne, schreibt die Schule weiter. In diesem Jahr ist laut Mitteilung mit Jasmin Kehret eine ehemalige Schülerin zurückgekehrt, während Andreas Günthör in Vertretung von Maya Scholtyssek erstmals teilnimmt. Allen voran müsse dem Initiator der Chemietheater-AG, Chemielehrer Marko Käding, gedankt werden, so die Schule. Judith „Mette“ Neff beendete als Abiturientin ihre letzte Spielzeit. Sie werde von allen vermisst.

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