Antrag an OB Steffens
Dossier: 

Grüne wollen mehr Infos zum Offenburger Weihnachtsmarkt-Konzept

Autor: 
Redaktion
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26. Oktober 2020
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So dicht beieinander werden die Buden auf dem Offenburger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht stehen. Positiv, aber auch mit Sorge äußern sich die Grünen zum Vorhaben der Stadtverwaltung, einen dezentralen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. ©Archivfoto: Ulrich Marx

Ein dezentraler Weihnachtsmarkt in Offenburg ist aus Sicht der Grünen-Fraktion zu begrüßen. Die Grünen fragen sich allerdings, ob die Stadt mit mehr Besuchern rechnet, weil andernorts Weihnachtsmärkte abgesagt wurden – und sie sorgen sich, ob dies alles mit der Corona-Verordnung vereinbar ist. Deshalb stellen sie Fragen an OB Marco Steffens.

Die Grünen-Fraktion wünscht sich mehr Informationen zu den Plänen der Stadt für einen dezentralen Weihnachtsmarkt. Dies macht Stadtrat Justus Eisenbeiß in einem Antrag an Oberbürgermeister Marco Steffens deutlich. Bislang habe man lediglich über die Presse über ein mögliches alternatives Konzept erfahren.

Durch die Absage zahlreicher Volksfeste hätten Schausteller und Marktbeschicker massive finanzielle Probleme, merkt Eisenbeiß an. Die Bürger hätten gerade in der Weihnachtszeit ein seelisches Bedürfnis nach Normalität. Beiden Bedürfnissen würde ein Weihnachtsmarkt Rechnung tragen. Im Zuge von SARS-CoV-2 sei es indes keineswegs sinnvoll, den Weihnachtsmarkt im bisherigen Format mit Gedränge, engen Hütten und Alkoholkonsum durchzuführen. 

„Idee nachvollziehbar“

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Zahlreiche Städte und Gemeinden hätten in Baden-Württemberg darauf bereits mit Schließungen oder alternativen Konzepten reagiert. So auch die Offenburger Stadtverwaltung, die Stände nicht mehr zentral, sondern nach dem Vorbild des Wochenmarkts zulassen möchte. „Diese Idee ist im Grundsatz nachvollziehbar und auch von unserer Fraktion zu begrüßen“, betont Eisenbeiß. Allerdings gelte seit dem 19. Oktober in Baden-Württemberg die dritte Pandemiestufe. Die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen sei auf 100 Teilnehmende begrenzt worden – unabhängig des Inzidenzwertes des jeweiligen Stadt- und Landkreises. 

Mehr Besucher?

Da in umliegenden Städten wie Straßburg und im Raum Lahr die Weihnachtsmärkte bereits abgesagt worden seien, bleibe zu befürchten, dass mehr Besucher als ursprünglich geplant nach Offenburg kommen werden. 
Vor der Gemeinderatssitzung am 16. November bittet Eisenbeiß um die Beantwortung folgender Fragen: 

Weshalb wurde der Gemeinderat nicht in den Entscheidungs- und Planungsprozess eingebunden? Wie sieht das geplante Konzept der Verwaltung konkret aus? Wie wird dafür gesorgt, dass die derzeitigen Regeln der dritten Pandemiestufe eingehalten werden? Von welchen Besucherzahlen geht die Verwaltung aktuell aus, nachdem bekannt wurde, dass etliche Weihnachtsmärkte in der Ortenau und in Straßburg nicht stattfinden werden? Welche Maßnahmen sind bei einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen für die Durchführung des Weihnachtsmarktes geplant?

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