Bürgermeisterwahl Zell am Harmersbach

Günter Pfundstein wird neuer Bürgermeister in Zell

Autor: 
Max Orlich
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15. März 2015
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(Bild 1/9) Günter Pfundstein (am Rednerpult) wurde bereits im ersten Wahlgang mit 61,99 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Hans-Martin Moll (rechts) gewählt. ©Bastian André

Günter Pfundstein wird neuer Bürgermeister von Zell am Harmersbach. Er setzte sich mit 61,99 Prozent der Stimmen bereits im ersten Wahlgang deutlich gegen seine sechs Mitbewerber durch. Die Wahlbeteiligung lagt bei 65,53 Prozent. 

2624 der insgesamt 6473 Wahlberechtigten Zeller gaben am heutigen Sonntag Günter Pfundstein ihre Stimme. Damit lag der 47-jährige Diplom-Verwaltungswirt klar vor seinen Mitbewerbern und wird Nachfolger von Bürgermeister Hans-Martin Moll, der nach 32 Jahren in den Ruhestand geht.

Auf Platz zwei liegt mit 22,28 Prozent Arthur Goehl, gefolgt von Wolfgang Mössinger mit 14,08 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Mit deutlichem Abstand dahinter folgen die vier weiteren Kandidaten: Severin Haas erzielte 0,8 Prozent der Stimmen, Peter Ruhm 0,35 Prozent. Dahinter folgen noch Martin Haas mit 0,26 Prozent und Andreas Fischer mit 0,17 Prozent. Die Wahlbeteiligung am heutigen Sonntag lag bei 65,53 Prozent.

"Langstreckenläufer"

Nach seinem Wahlsieg bedankte sich Pfundstein in seiner kurzen Dankesrede bei den Wählern für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen. Den zahlreichen anwesenden Zeller Bürgern machte er vor dem Rathaus deutlich: "Ich sehe mich als Langstreckenläufer und habe eine Zwischenetappe erreicht. Jetzt beginnt der Ziellauf." Er habe zwar auf einen Sieg im ersten Wahlgang gehofft, aber nicht damit gerechnet.

Auch zu seinen wichtigsten Anliegen äußerte er sich direkt nach seinem Wahlsieg: Die Verkehrssituation in Zell wolle er verbessern, eng mit den anderen Gemeinden zusammenarbeiten und gemeinsam mit seinem Team im Rathaus für Zell arbeiten.

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Den Wahlsieg feierte er gemeinsam mit den Zeller Bürgern mit einer Laola-Welle vor dem Rathaus und lud die Bürger zur Feier mit Freibier ein.

Gebürtiger Zeller als neuer Bürgermeister

Günter Pfundstein hat an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl studiert und nach Ausbildungsstationen bei den Städten Offenburg und Zell a. H. 1991 die Staatsprüfung zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) abgelegt. Von 1991 bis 2001 war er im Landratsamt Altenburger Land (Thüringen) tätig, wo er Aufbauarbeit leistete und Führungsaufgaben übernahm. Seit Juli 2001 ist Pfundstein Leiter des Rechnungsprüfungsamtes beim Landratsamt Ortenaukreis. »Zusammen mit meinem Team prüfen wir unter anderem den Jahresabschluss der Kreisverwaltung, aber auch das Sondervermögen wie etwa Ortenau Klinikum oder Abfallwirtschaftbetrieb«, beschreibt Pfundstein.

Günter Pfundstein ist gebürtiger Zeller, spielte auch seit seiner Jugend aktiv Fußball in Zell. Pfundstein ist verheiratet, Heike und Günter Pfundstein haben zwei Töchter und wohnen in Offenburg-Elgersweier. Der 47-Jährige nennt als Interessen Fahrradfahren, Joggen, Natur erleben und Fußballspielen. Ehrenamtlich ist er unter anderem Jugendtrainer beim VfR Elgersweier und Lektor der Pfarrgemeinde St. Markus Elgersweier.

"Herausforderungen anpacken"

Im Gespräch nach seiner Bewerbung sagt Günter Pfundstein, dass er keiner Partei angehört und als unabhängiger Kandidat bei der Bürgermeisterwahl antritt. »Mit einer möglichen Bewerbung in Zell habe ich mich Mitte 2014 erstmals gedanklich befasst, seit November steht die Entscheidung fest«, erklärt der Kandidat. Nun habe er ein klares Ziel: »Ich möchte Bürgermeister von Zell a. H. werden«, betont Pfundstein. »Mir ist es eine Herzensangelegenheit, in meiner Heimatstadt an verantwortlicher Stelle die anstehenden Herausforderungen zusammen mit dem Stadtrat, den Ortschafträten und den Bürgern anzupacken«, sagte der neue Bürgermeister während des Wahlkampfs.

Stichwort

Das Ergebnis im Überblick

Günter Pfundstein (47), Diplomverwaltungswirt aus  Offenburg-Elgersweier, parteilos: 61,99 Prozent
Arthur Goehl (44), Rechtsanwalt aus Zell, parteilos: 22,28 Prozent
Wolfgang Mössinger (57), Botschaftsrat an der Deutschen Botschaft in Baku (Aserbaidschan), Mitglied der Grünen, tritt als unabhängiger Kandidat an: 14,08 Prozent
Severin Haas (57), Energieberater aus Zell-Unterharmersbach, parteilos: 0,8 Prozent
Peter Ruhm (63), Diplom-Volkswirt aus Langen (Kreis Offenbach), Mitglied der CDU, tritt als unabhängiger Kandidat an: 0,35 Prozent
Martin Haas (52), Lagerist aus Wolfach, parteilos: 0,26 Prozent
Andreas Fischer (37), »Lebensmittelretter« aus Berlin, Nein-Partei: 0,17 Prozent

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