Das Beste der Woche

Halloween und ein paar Gespenster

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21. September 2023

©Stephan Hund

Niemand mag das Alter. Aber manche haben ein probates Mittel dagegen. Wir dürfen also ruhig von Prominenten lernen.

Heute beschäftigen wir uns mit schrecklichen Dingen wie dem Alter. Und mit Leuten, die ihnen furchtlos entgegen treten. Heidi Klum ist so eine. Vor 50 Jahren kam sie noch ganz unscheinbar in Bergisch Gladbach auf die Welt, doch mittlerweile hat sie die us-amerikanische Staatsbürgerschaft und einen deutlich jüngeren Mann (den dritten). Frau Klum beglückt uns tapfer auf allen Kanälen. Vor allem im Vermischten ist sie omnipräsent. So blond kann ich gar nicht sein, dass ich das schaffe.

Die Heidi aus Bergisch Gladbach fürchtet sich nicht vor dem Alter. Angeblich hat sie gesagt, 50 sei nur eine Zahl. Das Glück der Ehe hilft wohl gegen Falten. Und vielleicht steigert sich das Glück ja mit deren Zahl. Also grinse ich glücklich und hoffe, meine Falten verschwinden wieder. 

Wie reif alles im Alter wird, das kann man sich in jüngeren Jahren gar nicht vorstellen. Also beschäftigen wir uns mit den wichtigen Dingen. Bei Frau Klum ist es die Frage, welche Kostümierung sie zu Halloween wählen soll. Es käme mir nie in den Sinn, mich zu Halloween zu kostümieren, aber wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich nicht ständig auf den Vermischten-Seiten herumgeistere.

Zwei Vorschläge

Für Frau Klum hätte ich zwei Vorschläge: Entweder sie kostümiert sich gar nicht und hofft auf den Überrumplungseffekt. Oder sie zieht das gelbe Kleid an, mit dem sie im Mai die Gazetten aufmischte. Das ist nämlich gar nicht tief dekolletiert, sondern vorne offen. Naja, so ziemlich. Eine Raute mit – genau, tiefen Einblicken von vorne und seitwärts. Auch sowas trage ich nicht, und auch das ist der Grund für meine Zeitungsabstinenz.

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Also, bis uns das Alter so richtig reif macht, haben wir noch viel Spaß mit all den wichtigen Dingen des Lebens. Wie Halloween.

Jetzt habe ich leider doch über Frau Klums gelbes Kleid geschrieben, trotz des Verbotes aus dem Kreis der Familie. "Du hast schon zweimal wegen einer Glosse deinen Job verloren!" Nein, stimmt nicht, eineinhalbmal. Aber jetzt stehe ich sooooo kurz vor der Rente, das passt schon. Leben ist ein gutes Stichwort. Am Mittwoch las ich in der Zeitung, die Zahl der unter Zehnjährigen steige in der Ortenau kontinuierlich, aber die Gruppe zwischen zehn und 14 schrumpfe. Finde ich bemerkenswert. Wie geht das? Was machen die unter Zehnjährigen, wenn sie zehn werden? Auswandern? Mit einem Schlag 18 sein? Unten wächst das Fundament, oben komm nix an? Klingt fast nach Beamtenapparat: Der wird immer größer, aber irgendwie kommt nix Vernünftiges dabei raus.

Erstaunliche Anzeigen

Die Welt ist voller Wunder. Was ich auch erstaunlich finde, sind Anzeigen. In einem Katalog fand ich die für eine elektrische Zahnbürste. "3 Reinigungsmodi" verstehe ich ja noch, wobei man die wohl nicht zusammen betätigen kann. "Oszillierend mit Mikrovibrationen" hört sich nach spannenden Sitzungen im Badezimmer an. Mikrovibrationen könnte ich mir auch im Ruhestand vorstellen, man wird ja bescheiden. Und dann noch "Andruckkontrolle". Damit der Druck nicht zu groß wird, und die Bürste mit ihren Mikrovibrationen nicht den Zahnschmelz atomisiert. Man weiß ja heute nie.

Und warum soll denn in den elektrischen Zahnbürsten nicht eine KI stecken, die Daten aus dem Mundraum saugt? Und verkauft. Eckzahn 33 kariös. Und drei Tage später bekommen Sie Post von einer Zahnzusatzversicherung. So wie moderne Autos aus dem Cockpit des Wagens Ihre Daten fleddern.

Das ist das wahre Halloween, Grauen ohne Kostüm. Den meisten ist das wurscht. Genug der schrecklichen Dinge. Schluss jetzt!

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