Offenburg

Hartmann will »Oberhaupt« bleiben

Autor: 
Christl Mai
Lesezeit 3 Minuten
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09. Mai 2009
Im Vorfeld der Kommunalwahl am 7. Juni gab Ortsvorsteher Ulrich Hartmann in der Bürgerversammlung in der Festhalle Rechenschaft über die vergangenen fünf Jahre. Danach stellten sich die Kandidaten der Bürgerliste und der CDU vor. Hartmann will als Ortsvorsteher nochmals antreten.
Offenburg-Rammersweier. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass sich die Einwohnerzahl in den vergangenen fünf Jahren kaum verändert hat. Waren Anfang 2004 in Rammersweier insgesamt 2518 Personen gemeldet, davon 91 mit ausländischer Staatsbürgerschaft, leben heute 2525 Menschen im Rebort, was eine Zunahme vom 0,3 Prozent bedeutet. Der Anteil der Jugendlichen lag Anfang 2004 bei 16,4 Prozent, der Anteil der Senioren bei 21,3 Prozent. Während sich die Zahl der Jugendlichen knapp verringerte, stieg der Anteil der Senioren um vier Prozent. Die rückläufige Zahl junger Menschen begründete Hartmann nicht zuletzt mit dem Mangel an geeignetem Baugelände. Zu Beginn der Legislaturperiode 2004 waren für Rammersweier mit der Sommerhalde, dem Schellenberg und dem Schleichgässchen noch drei Baulandreserven im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Blockierungsmaßnahmen von Anliegern und Grundstückseigentümern hätten dazu geführt, dass im »Schleichgässchen« erst jetzt Bauland in Sicht sei. Die Vergabe der Erschließungsarbeiten befindet sich in der Endphase, am 18. Mai soll der Bebauungsplan im Gemeinderat beschlossen werden. Entwicklungsschub »Wir gehen davon aus, dass hier im Frühjahr 2010 mit dem Bau der ersten Wohnhäuser zu rechnen ist. Der zweite Bauabschnitt wird wohl weitere fünf Jahre auf sich warten lassen«, prognostizierte Ulrich Hartmann. »Schleichgässchen III« wie auch »Sommerhalde« seien trotz langwieriger Verhandlungen im Rahmen der Fortschreibung aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen worden. Lediglich die Bauwilligen im Gewann »Schellenberg« dürfen noch hoffen. »Insgesamt gesehen wurde in den letzten fünf Jahren für die nächsten fünf Jahre ein deutlicher Entwicklungsschub eingeleitet«, resümierte der Ortsvorsteher. Bau einer neuen Schutzhütte im Oktober 2004, Einweihung des Hallenfoyers der Festhalle und des neuen Gemeindehauses der Herz-Jesu-Pfarrei im November 2004, Beginn der Sanierungsarbeiten an der Deponie »Satte Klamm« sowie Einweihung der Wetterhütte im »Neuen Berg« im Mai 2006, erster Spatenstich der neuen Feuerwache Ost im Juni 2006 und deren Einweihung im Oktober 2007, Inbetriebnahme der renovierten Wassertretstelle im Rammersweierer Wald am Wolfspfad im Juli 2008: Ulrich Hartmann hatte die wichtigsten baulichen Maßnahmen aufgelistet, wobei die Baustelle der Offenburger Stadtentwässerung 2008 über zwölf Monategroße Einschränkungen für die Anwohner brachte. Fest etabliert Fest etabliert hat sich im Rebort das 2004 erstmals durchgeführte Mountainbike-Rennen, das 2008 zum Weltcup und zur Olympia-Qualifikation aufgewertet wurde. Weniger erfreulich dagegen, dass durch diese Veranstaltung der Fußballverein ins Hintertreffen geraten ist, weil das mitten im Areal der Biker gelegene Kleinspielfeld seither praktisch unbespielbar ist und von der Stadt Offenburg noch keine den FV befriedigende Lösung gefunden wurde. »Ortsverwaltung und Ortschaftsrat werden sich auch weiterhin bei der Stadt dafür einsetzen, dass der Fußballverein nicht noch mehr und noch länger benachteiligt ist«, nach dieser Aussage Ulrich Hartmanns dürfen die Mannschaften der Fußballer ebenso wie die Faustballer weiter darauf hoffen, irgendwann wieder über ein ihren Ansprüchen gerecht werdendes Spielfeld zu verfügen.

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