Offenburg

Haus des Jugendrechts lässt sich kreative Arbeitsauflage einfallen

red/sb
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10. Juni 2021
Polizeihauptmeisterin Grodzicki und Oberamtsanwalt Wurth vom Haus des Jugendrechts Offenburg bei der Inspektion des Containers.

Polizeihauptmeisterin Grodzicki und Oberamtsanwalt Wurth vom Haus des Jugendrechts Offenburg bei der Inspektion des Containers. ©Polizeipräsidium Offenburg

Nachdem Jugendliche dabei erwischt worden sind, wie sie einen Container in Griesheim beschmiert haben, hat sich das Haus des Jugendrechts Offenburg eine kreative Arbeitsauflage einfallen lassen.

Von einer kreativen Arbeitsauflage als sofortige Reaktion auf Sachbeschädigung durch das Haus des Jugendrechts berichten die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Offenburg in einer gemeinsamen Pressemitteilung. In der Nacht auf den 14. März haben aufmerksame Anwohner in Offenburg-Griesheim die Polizei benachrichtigt, nachdem sie mehrere junge Personen beobachtet hatten, die einen vor einer Lagerhalle abgestellten Container mit Graffitis besprühten.

Nach kurzer Verfolgung gelang den eingesetzten Beamten die Ergreifung eines 19-Jährigen und einer gleichaltrigen Tatverdächtigen, ein dritter Verdächtiger konnte in der Folge ermittelt werden, wie es in der Pressemitteilung heißt. Bei Tageslicht wurde festgestellt, dass der Container mit zahlreichen Bildern, Schriftzeichen und Namen besprüht worden war, wodurch ein Schaden in Höhe von schätzungsweise 2000 Euro entstanden ist.

Auf eigene Kosten

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Der Fall wurde dem Haus des Jugendrechts Offenburg vorgelegt, in dem Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendamt unter einem Dach zusammenarbeiten, um rasch und passgenau auf Straftaten Jugendlicher und Heranwachsender reagieren zu können. Da die Heranwachsenden die Tat einräumten und sich einsichtig zeigten, wurden sie angewiesen, den Container selbstständig und auf eigene Kosten zu reinigen und zu streichen.

Obwohl nicht alle auf dem Container vorhandenen Schmierereien auf ihr Konto gingen, akzeptierten die jungen Leute diese Maßnahme, wie in der Mitteilung weiter berichtet wird. Mit Zustimmung des Eigentümers des Containers konnten die Täter sodann ans Werk gehen, den Container reinigen und mit dem von ihnen selbst vorgeschlagenen Motiv, einer Blumenwiese, neugestalten.

Griesheims Ortsvorsteher Werner Maier lobte nicht nur die kreative Arbeit, mit der das Bild des Ortseingangs aufgebessert wurde, sondern auch das sofortige Handeln von Polizei und Staatsanwaltschaft im Haus des Jugendrechts Offenburg. Die mit dessen Einrichtung angestrebten Ziele, schnell und passgenau auf begangenes Unrecht zu reagieren und angemessene Sanktionen zu verhängen, konnten mit der Aktion erreicht werden.

Und die Täter? Sie mussten zwar für die Neugestaltung des Containers ihre Freizeit opfern und die Farbe bezahlen, andererseits konnten sie sich so ein Gerichtsverfahren und eine Verurteilung ersparen.

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