Famliennamen des Reblands

Heimat- und Geschichtsverein Zell-Weierbach veröffentlicht neues Buch

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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17. Mai 2021
In weiter anhaltenden Pandemie-Zeiten hat der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Zell-Weierbach ein neues Buch veröffentlicht: „Familien des Offenburger Reblands“. Autor Alexander Breuer (links) und Alfons End halten stolz das Ergebnis in den Händen.

In weiter anhaltenden Pandemie-Zeiten hat der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Zell-Weierbach ein neues Buch veröffentlicht: „Familien des Offenburger Reblands“. Autor Alexander Breuer (links) und Alfons End halten stolz das Ergebnis in den Händen. ©Thorsten Mühl

Auf 113 Seiten lernen die Leser die Facetten über Familiennamen des Reblands kennen. Autor Alexander Breuer vom Heimat- und Geschichtsverein hat sich dafür auf Spurensuche begeben.

In weiter anhaltenden Pandemie-Zeiten zeigt sich der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Zell-Weierbach weiter von der kreativen Seite. Im November 2020 veröffentlichte Alfons End sein Dorfbuch. Voraussichtlich Mitte bis Ende Mai erscheint mit „Die Familien des Offenburger Reblands“ bereits das nächste Werk aus HGV-Reihen. Autor ist diesmal Alexander Breuer.

„Das Dorfbuch hat eine sehr gute Verbreitung erfahren. Beim kommenden Werk wird eine breitere Leserschaft angesprochen, wir decken Zell-Weierbach, Rammersweier und Fessenbach ab“, erläuterte Alfons End bei einem Pressegespräch.

Inspiriert wurde Autor Breuer für das neue Werk durch das Studium von Kirchen- und Ortssippenbüchern. „Das weckt den Forschergeist, alte Namen zu recherchieren, sich auf Spurensuche zu begeben“, sagt Breuer. Bei seinen Recherchen konnte er auf Vorarbeiten des HGV der vergangenen zwei, drei Jahre zugreifen, zudem auf einen Stamm von über 20 000 erfassten Personen. „Die eigentlichen Arbeiten für das Buch selbst haben dann nur ein paar Wochen beansprucht“, resümierte Alexander Breuer.

Zuspitzendes Problem

Ursprünglich hatte der HGV bereits vor rund zwölf Jahren ein Ortssippenbuch im älteren Stil geplant. Ein sich gerade in jüngerer Vergangenheit zuspitzendes Problem stand dem entgegen. „Der Datenschutz ist deutlich rigider geworden. Wir hätten nur noch auf Daten bis 1950 zurückgreifen können. Deshalb sind wir nun anders vorgegangen“, erläuterte End.

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Im neuen Buch erfährt der Leser auf 113 Seiten jede Menge Facetten über Familiennamen des Reblands. Zum Beispiel dienten Berufsbezeichnungen als Familiennamen sowie Wohnstätten, Bezeichnungen des Amtes, Spitz- oder Spottnamen.

Dem Leser werde erklärt, wie Bezeichnungen wie „d’Hexe-Sepp“ oder „s’Bohnerts“ zustande kamen und welchen Hintergrund sie besaßen. Für Breuer brachte das Schreiben interessante Entdeckungen und Erkenntnisse mit sich. „Ich befasse mich schon seit Kindertagen mit der Erforschung der eigenen Familiengeschichte. Für mich war diese Arbeit jetzt ein Verknüpfen von Ortsgeschichte und damit einhergehenden Geschichten“, erzählte er.

Über die Familiennamen lassen sich Rückschlüsse zur Ortsgeschichte der Rebland-Gemeinden herstellen. Alfons End weiß zu erzählen, dass es zum Beispiel viele Eheschließungen zwischen Menschen aus Fessenbach und Zell-Weierbach gab. Das hing unter anderem mit der Konstellation des „Zeller Stabs“ zusammen, so dass das damalige Unter-Rammersweier „abgehängt“ war.

Nachvollziehen lassen sich unter anderem Wanderbewegungen im Rebland, her- und wegziehende Familien, aber auch viele Veränderungen. „Zum Beispiel lag die Mortalität damals viel höher“, nannte Alexander Breuer einen Aspekt. Er sei bei seinen Recherchen auf exotische Belege wie „Cäsar“ und „Kleopatra“ gestoßen, „auch solche Namen haben das Rebland erreicht“, schmunzelte Breuer.

Limitierte Auflage

Das neue Werk erscheint in limitierter Auflage. „Je nach Resonanz und wie schnell die Bücher weggehen, würden wir eine zweite Auflage veröffentlichen“, kündigte Alfons End an. Insgesamt ist von HGV-Seite eine Buchreihe geplant. Nach dem Dorf- und Familienbuch wird sich das dritte Werk mit dem Schulbereich befassen. Wann dieses Werk erscheint, ist noch offen. „Wir haben dahingehend keinen Zeitdruck“, sagte End.

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