60 Jahre im Dienst der Gemeinde

Heimatverein Hohberg schaut auf bewegte Jahre zurück

Autor: 
Klaus Krüger
Lesezeit 3 Minuten
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07. November 2017

Die Zuhörerinnen und Zuhörer im Albert-Schweitzer-Saal hörten und erzählten Anekdoten aus der Anfangszeit des Heimatvereins. ©Klaus Krüger

60 Jahre Arbeit für den Fremdenverkehr in Hohberg, 60 Jahre Heimatverein – das galt es am Samstag in Diersburg zu feiern. Mit zum Teil heiteren Erinnerungen.

Zeiten ändern sich – und mit ihnen mancher Vereinsname und -zweck. So war das beim heutigen Heimatverein der Fall (siehe Hintergrund). Seine ersten 60 Jahre waren am Samstag im Albert-Schweitzer-Saal unter der evangelischen Kirche Anlass, die Anfänge des Vereins zu betrachten. 

Gemeinschaft klappt

Das geschah auf dreifache Weise: Klaus Jehle, als Bürgermeister auch Vorsitzender des Vereins, sah in ihm den Bestandteil einer funktionierenden Dorfgemeinschaft – seit den ersten Tagen bis heute. Ehrenmitglied Christel Kleber gab etliche Anekdoten zum Besten – und regte weitere aus dem Publikum an. Und Vizevorsitzender Hans-Jürgen Gebhardt zeigte zwei Bilderserien mit Ansichten früherer Jahre, die für »Ahhs« und Ohhs« sorgten und weitere Anekdoten weckten. Das übernahm spontan auch Stefani Freifrau Roeder von Diersburg.
Klaus Jehle sagte in seinem Grußwort, der Heimatverein spiele eine besondere Rolle – gehe es hier doch nicht um Freizeitgestaltung, sondern um das Wohl des Dorfes. »Mittun kann jeder.« Besonders freue er sich über die Arbeit der Bänklemänner, die 88 Bänke aufstellten und betreuen. Das Ziel sei immer: Einheimische und Gäste sollen sich wohlfühlen. Im Jahre 1955 habe es erste Besprechungen gegeben, wie man den Tourismus fördern könne. Heute müsse man sich über die Zukunft Gedanken machen, um den Verein dorthin zu führen.
Der Tourismus in Diersburg begann mit einer Annonce in der Rheinischen Post – erinnerte Christel Kleber in Diersburger Dialekt. Danach folgten gute Jahre mit Touristen aus Düsseldorf und Essen, die man anfangs mit Leiterwagen von den Bussen abholte. Auch Monteure und Messegäste spielten eine große Rolle. 
Es gab schöne Zeiten, Rückschläge, einen ersten Schwimmbadbau, später das politisch gewollte Aus für das Schwimmbad in Diersburg. Was Franz Feißt mit dem Satz kommentierte: »Die Gemeinde hat ihre Versprechen nicht eingehalten.« Amüsantes hatte sie auch im Gepäck – wie die Anekdote über die Dame, die an der Lendersbachhütte zu müde zum Laufen war – und dorthin ein Taxi bestellt haben wollte. Oder die über ihren Vater, der im Garten Böllerschüsse losließ, wann immer der Bus mit Touristen kam – damit sie abgeholt werden. Für die Touristen machte der Verein viel – alle 14 Tage einen Heimatabend, abwechselnd in Linde und Hirsch. Und die Waldfeste waren berühmt. 
Ausflüge organisierten die Mitglieder auch. Insgesamt 40 Diersburger Familien boten Zimmer (später Ferienwohnungen) an, ohne die heute aktiven. Die Vermieter sind mit der Zeit gegangen – viel an Vermittlungen geht heute über das Internet.
»Jeder Zimmervermieter sollte zufrieden sein«, sagte Christel Kleber abschließend. 
Kaplan Dominik Rimmele sagte in seinem Grußwort, die Vereinsmitglieder hätten enormen Einsatz gezeigt, getreu dem Motto: Was kann ich für meine Gemeinde tun?: »Schön, dass es so etwas gibt.«

Hintergrund

Name und Satzung geändert

Um weiterhin alle bisherigen und neuen Aufgaben des Vereins zu bewerkstelligen, sind die Mitglieder in der Hauptversammlung dem Vorschlag des Vorstands gefolgt, die Gemeinnützigkeit zu erlangen und die neuen Ziele auch in der Satzung zu verankern. Verbunden ist das mit einer Namens- und Satzungsänderung. Der Name wurde von Heimat- und Verkehrsverein Hohberg in Heimatverein Hohberg umbenannt, da der Verein nicht mehr für die Vermieter und Vermittlung der Gäste zuständig ist und somit die Aufgaben zur Förderung des Fremdenverkehrs entfallen.

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