Flüchtlingshilfe Rebland

Helfer sind nun Lebensbegleiter

Redaktion
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17. November 2021
Der Lenkungskreis der Flüchtlingshilfe im Juni: (links) Heribert Schramm, Bastian Winter, (rechts) Angelika Nain, Sylvia Pomm-Hurst, Gerhard Hund und Josef Hansert. Es fehlten: Robert Pellengahr und Judith Graf-Renner.

Der Lenkungskreis der Flüchtlingshilfe im Juni: (links) Heribert Schramm, Bastian Winter, (rechts) Angelika Nain, Sylvia Pomm-Hurst, Gerhard Hund und Josef Hansert. Es fehlten: Robert Pellengahr und Judith Graf-Renner. ©Thorsten Mühl

Die Flüchtlingshilfe Rebland besteht seit nunmehr sieben Jahren und reflektiert ihre Arbeit. Die Aufgaben gehen nicht aus, weitere Mitstreiter sind jederzeit willkommen.

Die Flüchtlingshilfe Rebland hat am 14. November siebenjähriges Bestehen gefeiert, informiert Koordinator Heribert Schramm. Gegründet wurde sie am 14. November 2014, rechtzeitig vor dem großen Zustrom im Jahr 2015. Gründer waren Daniel Ahrnke (Pfarrer der Johannes-Brenz-Gemeinde, Rammersweier), Bernd Gorißen (Katholische Kirchengemeinde), Trudpert Hurst (Ortsvorsteher von Rammersweier und Stadtrat), Paul Litterst (Ortsvorsteher von Fessenbach und Stadtrat), Heribert Schramm (Ortschaftsrat von Zell-Weierbach).

Neben den Mitarbeitern des Kreises und der Gemeinden waren die Helfer der Flüchtlingshilfe erste Ansprechpartner für die Zugewanderten – teilweise noch vor den Behörden. Denn die öffentlichen Hilfsstrukturen mussten erst noch aufgebaut werden.

Die Flüchtlingshilfe war präsent in den (provisorischen) Unterkünften in der Turnhalle am Kreisschulzentrum, am Offenburger Flugplatz, am Sägeteich, im Gasthaus Sonne, in der Lise-Meitner- und der Franz-Volk-Straße.
Die Mitglieder haben beraten, erste Deutschkurse eingerichtet, bei Behördengängen begleitet und mit Lebensnotwendigem versorgt, Wohnungen organisiert und eingerichtet und auch mit den Flüchtlingen gefeiert …
Heute, sieben Jahre später, stehen viele Flüchtlinge auf eigenen Beinen, arbeiten, befinden sich in Ausbildung, gehen zur Schule oder – für manche in Offenburg Geborene – in die Kita. Es sind Mitbürger geworden. Eine Reihe von ihnen hat einen festen Aufenthaltsstatus, die Niederlassungserlaubnis. Manche sind bereits deutsche Staatsbürger. Aber es gibt weiterhin viele Zugewanderte, denen eine sichere Bleibeperspektive verwehrt wird.

Die Anzahl der ehrenamtlichen Helfer ist in den letzten Jahren zurückgegangen, auch derjenigen, die im Rahmen der Flüchtlingshilfe Rebland aktiv geworden sind. Die Organisation dankt allen, die Flüchtlinge in den ersten Jahren unterstützt haben.

Freundschaften

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Es gibt aber auch viele Aktive der Flüchtlingshilfe Rebland, die „ihre“ Einzelpersonen und Familien bis heute betreuen. Die Art der Unterstützung hat sich gewandelt, die Intensität ebenfalls. Freundschaften sind entstanden. Aus Helfern sind Lebensbegleiter geworden.

Auch heute treffen sich die neun Mitglieder des Lenkungskreises alle acht Wochen und tauschen sich über anstehende Aufgaben aus. Die Zahl der Flüchtlinge nimmt wieder zu, auch in der Ortenau. Die Möglichkeiten der Flüchtlingshilfe sind allerdings begrenzter als in den Jahren 2015 bis 2018. Es fehlt an Helfern, die übrigens jederzeit willkommen sind.

Über aktuelle Anliegen oder Hilfsangebote informiert der Koordinator Heribert Schramm regelmäßig per Rundmail an über 200 Empfänger. Aktuell etwa über die Suche nach einem Spezialisten für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), über eine Sachspende (Teller und Töpfe) und die Suche nach Kleidung und Spielsachen für zwei Kinder.

Das besonderes Augenmerk der Flüchtlingshilfe gilt den in Afghanistan verbliebenen Angehörigen der bei uns lebenden Flüchtlinge. Nach dem überstürzten Abzug der alliierten Truppen aus Afghanistan und der Machtübernahme der Taliban stehen die Menschen dort vor riesigen Problemen.

Angesichts dessen ist es nicht mehr nachzuvollziehen, dass viele hier lebende Afghanen weiterhin grundsätzlich ausreisepflichtig sind. „Ihnen muss endlich eine feste Bleibeperspektive eröffnet werden“, betont Heribert Schramm mit Nachdruck.

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