Offenburg

Heuss-Schule bekommt Kletterwand

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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30. November 2009

Seit Freitagabend verfügt die Theodor-Heuss-Realschule über eine neue Attraktion für den Sportunterricht: Eine 6,50 mal 6,50 Meter hohe Kletterwand wurde in einer Feierstunde offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Das Projekt hat insgesamt rund 22 000 Euro gekostet.
Offenburg. Die konkrete Idee zur Kletterwand für die Schulturnhalle der Theodor-Heuss-Realschule entstand im Sommer vergangenen Jahres. Vorüberlegungen waren bereits bei der Einführung der Ganztagsschule an der THR einmal aufgeworfen worden, ließen sich aber seinerzeit nicht verwirklichen. Der stellvertretende Schulleiter Dietmar Göppert brachte den Stein wieder ins Rollen. »Ich bin als Junge schon gern auf Bäume und Dächer geklettert, das steckt heute noch in mir«, erklärte er anlässlich der Wandeinweihung am Freitag. Besuche mit Schülern im Emmendinger Kletterzentrum und die positiven Erfahrungen seiner Tochter in einer Oberkircher Kletter-AG bewogen Göppert, sich mit dem Thema intensiver zu befassen. Größte Fördersumme Ein fertiges Konzept wurde im September dem Förderverein der THR vorgelegt. Nach kurzer anfänglicher Skepsis hinsichtlich der Umsetzung wurden schließlich 10 000 Euro, die bisher größte Fördersumme des Vereins in seiner Geschichte, für eine Einzelmaßnahme zur Verfügung gestellt. Damit war ein wichtiger finanzieller Grundstock für das Projekt gelegt. Die Restfinanzierung des insgesamt 22 000 Euro kostenden Projekts wurden über einen Sponsorenlauf der Schüler (8000 Euro), dem Schuletat und der Schulstiftung Baden-Württemberg (jeweils 2000 Euro) beigesteuert. Umgesetzt wurde die Maßnahme im Zuge der kürzlich endgültig abgeschlossenen Schulhallensanierung unter Federführung der Fachfirma Felsland. Wie Vertreter Jörg Denzel erläuterte, verfügt die Wand über die Maße 6,50 mal 6,50 Meter sowie 1,20 Meter Überhang und insgesamt zwölf Kletterrouten der Schwierigkeitsgrade vier bis sieben (zum Vergleich: der Höchstschwierigkeitsgrad liegt bei Stufe zwölf). Genutzt werden kann die Wand zum einen beim Bouldern (Klettern ohne Seilsicherung) und zum Klettern mit Top Rope-Sicherung. Bei Letzterem bilden mehrere Kletterer eine Seilschaft und übernehmen bei der Partnersicherung direkte und konkrete Verantwortung füreinander. Den Berg erklimmen Was den Verwendungszweck der Kletterwand betrifft, so soll sie beispielsweise den Sportunterricht zusätzlich aufwerten. Hinzu kommen eine Sportkletter-AG, die Project-Adventure-AG nebst weiteren Angeboten im Zuge der Ganztagsschule. Kein Wunder, dass sich die Verantwortlichen mit dem fertigen Werk voll zufrieden zeigten. »Wer den Berg nicht erklimmt, bleibt ewig unten«, kommentierte Fördervereins-Vorsitzender Dieter Jüngling in seiner launigen Ansprache. Schulleiter Wolfgang Bahr hob stellvertretend unter allen verdienten Einzelpersonen, die zur Verwirklichung des Projekts beitrugen, insbesondere Dieter Jüngling und Dietmar Göppert hervor. Wie beim Klettern üblich, müsse einer klettern, während ein anderer am Seil sichere. Diese Verbindung sei bei der Zusammenarbeit von Schule und Förderverein besonders deutlich zutage getreten, würdigte Bahr. Neben der geistlichen Segnung der neuen Kletterwand, die durch Schüler gleich kräftig getestet wurde, wurde die Feierstunde musikalisch durch Vorträge von Robin Leidinger untermalt.

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