Hilfe von vielen Seiten

Vielerlei Hilfe ermöglichte Sanierung der Burgruine Diersburg

Autor: 
Stefanie von Roeder Hohberg-Diersburg.
Lesezeit 3 Minuten
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08. August 2020

Die drei Postkartenmotive werden alle im Weingut zu erwerben sein. ©privat

Mit finanzieller Unterstützung von vielen Seiten, auch aus Hohberg, hat die Eigentümerfamilie Roeder von Diersburg das Wahrzeichen des Ortes saniert und vor dem Verfall bewahrt.

Die Sanierung und Sicherung der denkmalgeschützten Burgruine Diersburg, die sich im Besitz der Eigentümergemeinschaft der Freiherrn Roeder von Diersburg befindet, wurde im März diesen  Jahres erfolgreich beendet (wir berichteten). Die vor Ort ansässigen Vertreter der Erbengemeinschaft, Hans-Christoph und Stefani Roeder von Diersburg, haben viel Zeit investiert, um mit Hilfe des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg (BW), der Denkmalstiftung BW, der Gelder für Bildung-Kultur und Medien aus Berlin, der Gemeinde Hohberg, und eigenen Mitteln der Erbengemeinschaft dieses große Projekt zu finanzieren. 

Auch aus Hohberg

Dankbar nahmen sie auch Spenden des Heimatvereins Hohberg und der katholischen Frauengemeinschaft Diersburg entgegen, die fleißig dafür gearbeitet hatten. Wie aber den weiteren Erhalt der Burgruine finanzieren? 
Eine Idee sahen Hans-Christoph und Stefani Roeder von Diersburg darin, Gemälde der Ruine als Postkarten zum Verkauf drucken zu lassen und so begab man sich innerhalb der Freiherrlich von Roederschen Familie auf die Suche. Zwei Darstellungen der Ruine aus dem 19. Jahrhundert waren schnell gefunden und bereitwillig zu Verfügung gestellt. Eine zeigt den Blick von Westen aus, die andere hat den Blick von Süden auf die Burg­ruine gerichtet und ist demnach aus der Perspektive des ehemaligen Dorfes Diersburg, oberhalb der Burgruine, gemalt worden. Das Glück wollte es, dass aber auch eine dritte Darstellung aus einem Privatbesitz auftauchte. Ein reizvolles Aquarell (gemalt 1850) von Louis Hoffmeister (20. Juli 1814, † 14. Juli 1869, großherzoglichbadischer Hof-Kupfer- und Stahlstecher). 

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Dieses bis dahin der Familie unbekannte Aquarell zeigt neben der Ruine den damals gerade neu errichteten Meierhof bei der Burg, umgeben von einem ländliches Idyll mit Tieren und Personen, die noch in der alten Diersburger Tracht gekleidet sind. 

Rechte Talseite

Der Blickwinkel dieses Aquarells ist von einem Hügel zwischen dem alten Schwimmbad und der Ruine auf der rechten Talseite gewählt; von dort blickt man das Tal nach hinten, in Richtung Steinfirst und kann sogar noch auf der linken Seite den „Alten Berg“ erkennen (heute Wald), an dem damals die Reben des Freiherrn Ferdinand Roeder von Diersburg angepflanzt waren, der im 19. Jahrhundert der größte Winzer in Baden war. 
So freuen sich Hans-Christoph und Stefani Roeder von Diersburg dieses bedeutende Zeitdokument, inzwischen erworben zu haben. Eine schöne Erinnerung für die Familie im Zusammenhang mit der Sanierung der Diersburger Ruine die – zur Freude aller – von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats“ August/September ernannt wurde.

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