Offenburg

Hip-Hop-Tänzer reisen zur EM nach Ungarn

Sebastian Jochum
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08. Mai 2010
Erfolgreich bei den deutschen Meisterschaften: Die Offenburger Hip-Hop-Gruppe »13 Grad«. Bei der EM in Ungarn wollen sie sich ebenfalls den Titel holen. Kniend Trainer Denis Craciun.

Erfolgreich bei den deutschen Meisterschaften: Die Offenburger Hip-Hop-Gruppe »13 Grad«. Bei der EM in Ungarn wollen sie sich ebenfalls den Titel holen. Kniend Trainer Denis Craciun.

Mehr als nur Breakdance: Die Hip-Hop-Tanzgruppe »13 Grad« aus Offenburg ist auf dem Weg nach oben – die frisch gebackenen Deutschen Meister wollen nächsten Monat in Ungarn Europas Beste werden. Zum Titel führen will die jungen Frauen Trainer Denis Craciun (19), der auch als Solotänzer erfolgreich ist.
Offenburg. Mit seinen 1,90 Metern erscheint Denis auf den ersten Blick vielmehr wie ein kräftiger Boxer denn wie ein wendiger Tänzer. Und tatsächlich hat er bereits als Kind mit dem Kampfsport angefangen und brachte es später sogar zum badischen Boxmeister. Die Hip-Hop-Kultur entdeckte er dann mit elf Jahren und fing als Teenager mit dem Tanzen an – zunächst mit dem klassischen Breakdance, jenem Stil, der vor rund vier Jahrzehnten in den Straßen New Yorks geboren wurde. Heute umfasst Hip-Hop als eigene Tanzkategorie weit mehr als die eher überschaubaren Moves und Schritte der früheren B-Boys und Breaker. In den Choreografien, die Denis für sich und die Gruppe entwickelt, entfalten sich nicht nur wild durcheinander wirbelnde Tanzstile in schnellen Schnitten, sondern auch witzige Comedy-Elemente, die ein großes Gespür für das richtige Timing verlangen. In zwei Jahren Abi Im Dezember 2008 übernahm Denis, der aus der Nähe von Freiburg kommt, die Gruppe »13 Grad« im Offenburger Ballettstudio Gründler. Leiterin Nausikaa Gründler-Stammberger ist begeistert von dem ungewöhnlichen Talent des 19-Jährigen: »Er ist sehr zuverlässig und immer gut vorbereitet. Zudem inspiriert er die Schüler, und mehr kann man sich für einen Trainer nicht wünschen.« Das Tanzen gebe ihm alles, erklärt Denis seine Leidenschaft. »Ich liebe es einfach, vor Publikum aufzutreten und meine Kreativität zu zeigen.« In zwei Jahren will er seine Abiturprüfungen machen und sich dann auch weiterhin professionell seinem Hobby widmen. An erfolgreichen Wettbewerben wird es ihm bis dahin sicherlich nicht mangeln. 2008 wurde er Vizeweltmeister und tanzte im letzten Jahr etwa bei einem Turnier in Las Vegas. Bei der German Open im bayrischen Burghausen vor wenigen Wochen konnte er die Jury mit zwei Solo-Performances in den Kategorien »HipHop« und »Breakdance« überzeugen und erreichte mit »13 Grad« mit 91 von 100 Punkten ebenfalls den ersten Platz als Gruppe. Damit sind Denis und die elf Frauen im Alter von 17 bis 23 für die Europameisterschaft im ungarischen Veszprém qualifiziert. »Die 150 Gruppen der ausländischen Konkurrenz werden dort natürlich stärker sein als bei dem nationalen Vorentscheid«, weiß Nausikaa Gründler-Stammberger. »Aber ich hatte mir am Anfang ja auch nicht viele Chancen ausgerechnet, weil es eben viele andere Gruppen gibt, die schon seit vielen Jahren mehr dabei sind.« Die jungen Tänzerinnen freuen sich auf die Herausforderung und denken dabei noch nicht an eine mögliche Weltmeisterschaft im Anschluss. »Wir trainieren hart und glauben auch, dass wir die EM packen können«, meinen die Damen, von denen viele schon als Kleinkinder zu tanzen begonnen haben. Auch Denis ist zuversichtlich: »Wir verstehen uns alle prima miteinander, und die Mädchen haben schließlich genauso viel Power wie männliche Tänzer!«

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