Hauptversammlung in Nordrach

Historischer Verein bestätigt Vorstand

Autor: 
Redaktion
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23. September 2021
Der wiedergewählte Vorstand des Historischen Verein: von links Egbert Hoferer, Herbert Bruder, Andrea Lienhard, Thomas Laifer und Herbert Vollmer.

Der wiedergewählte Vorstand des Historischen Verein: von links Egbert Hoferer, Herbert Bruder, Andrea Lienhard, Thomas Laifer und Herbert Vollmer. ©Verein

Nach coronabedingten Ausfällen stehen in Nordrach wieder Aktivitäten an, so auch der 10. Geschichtstag.

Der Historische Verein Nordrach hielt am vergangenen Donnerstag im Pfarrheim Nordrach seine Mitgliederversammlung ab. Zunächst zeigte der Verein einen Film von Josef Gräßle aus Durbach, zu der auch die Bevölkerung eingeladen war. Filip Leinz war einige Jahre Diakon und Kaplan in Durbach. In dieser Zeit wurde er am 10. Mai 1970 als „Spätberufener“ in Freiburg zum Priester geweiht. Josef Gräßle hat die Priesterweihe und die darauffolgende Primiz in Durbach im Film festgehalten.

In der danach stattfindenden Mitgliederversammlung berichtete der Verein über die Vereinsarbeit seit 2019. Am 9. Nordracher Geschichtstag, der im Oktober 2019 stattfand, schilderte der Schriftsteller Michael Paul seinen Besuch im KZ Ausschwitz und Birkenau.

Zum Gedenken an Gerda Walther, Tochter des Arztes Otto Walther, wurden Informationstafeln an ihrem Grab und im Leseraum der Hansjakob-Halle angebracht. Ebenso wurde am Kruzifix Weiherbühl eine Tafel angebracht, die über den Grund für dieses Gedenkkreuz Auskunft gibt. Am Schwedenbrunnen wurde die unleserlich gewordene Informationstafel ersetzt. Die jüdischen Brüder Jeremias und Mathias Wehl wurden von den Nationalsozialisten aus dem Rothschild-Sanatorium deportiert und umgebracht. Jeremias Wehl war von 1921 bis 1942 Chefarzt in der Rothschild-Lungenheilstätte. Sein Bruder Mathias Wehl wurde während eines Besuchs in Nordrach deportiert. Der Historische Verein ließ an ihren früheren Wohnplätzen in Hamburg jeweils einen Stolperstein verlegen.

Der Plan der Gemeinde Nordrach, die beiden Kriegerdenkmäler zu entfernen, beschäftigte den Vorstand schon seit Jahren. Letztendlich war es wohl auch dem Widerstand des Historischen Vereins zu verdanken, dass die Denkmäler nun erhalten bleiben und an Ort und Stelle saniert werden.

Der Vorsitzende Herbert Vollmer bedauerte, dass die Feier zum 20-jährigen Partnerschaftsjubiläum der Pandemie zum Opfer fiel, wie auch manche andere Veranstaltung.

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Es folgten die Berichte der Projektgruppen und Fachbereiche sowie der Kassenbericht der Rechnerin Andrea Lienhard.

Die fällige Vorstandswahl brachte keine Veränderung. In ihren Ämtern wurden jeweils einstimmig Vorsitzender Herbert Vollmer, Stellvertreter Thomas Laifer, Kassiererin Andrea Lienhard und Schriftführer Herbert Bruder bestätigt. Leiter der Fachgruppe jüdische Geschichte bleibt Egbert Hoferer. Zu Kassenprüfern wurde Renate Oswald und Egbert Hoferer gewählt.

In seinem Ausblick auf 2021/2022 erwähnte Herbert Vollmer, dass am 16. Oktober der 10. Nordracher Geschichtstag stattfinden wird, Thema: Das Leben und Wirken von Hope Bridges Adams Lehmann, der ersten Ehefrau von Otto Walther. Referentin ist Professorin Marita Krauss aus Augsburg.

Gerda Walthers 125. Geburtstag am 18. März 2022 soll angemessen gewürdigt werden, der Schriftsteller Michael Paul wird am 7. April 2022 aus seinem neuen Roma „Alma, ein Kind im Visier der Macht“ lesen und im Laufe des Jahres ist eine Kirchenführung mit dem Historiker Werner Scheurer geplant.

Die Beteiligung am Sommerferienprogramm und geführte Wanderungen zu den Höhenhöfen gehören ebenfalls jährlich zum Programm.

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