Gemeinderat Hohberg

Hohberg gemeinsam gestalten

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15. September 2021
Diersburg hat einen großen Schwarzwaldcharme, ist aber andererseits etwas abgelegen, die Studenten schlagen eine bessere Busanbindung vor. 

Diersburg hat einen großen Schwarzwaldcharme, ist aber andererseits etwas abgelegen, die Studenten schlagen eine bessere Busanbindung vor.  ©ULRICH MARX

Mit der Abschlusspräsentation der vier TU-Studenten ist ein wichtiger Abschnitt auf dem Weg zu einem Gemeindeentwicklungskonzept erreicht. Wie es weiter geht, entscheidet der Rat.

Im März beschloss der Gemeinderat, dem Gemeindeentwicklungskonzept ein Masterprojekt von Studenten der TU Kaiserslautern vorzuschalten. Die Studenten gaben am Montag ihren Abschlussbericht. Eine entsprechende Broschüre findet sich unter http://hohberg2040.de/aktuell.

Bürgermeister Klaus Jehle freute sich über die Bausteine der Abschlusspräsentation – die Dennis Beiser, Shanna Beron, Selina Fickinger und Katharina Hafner multimedial erläuterten; unter den Augen zweier ihrer Professoren im Zuschauerraum.

Langfristig geplant

Die vier untersuchten die Gemeinde und entwickelten eine langfristige Strategie. Es gab Ortsbegehungen, die Analyse des Bestandes – mit Stärken und Schwächen der Gemeinde und ihrer Ortsteile. Auch die Bürger beteiligten sich bei einer Postkartenaktion (120 Rücksendungen) und reagierten im Internet (über 300 Einträge).

Der Rat legt in einer künftigen Sitzung Schwerpunkte fest, was er in Zukunft entwickeln will.

Die Gemeinde ist in den vergangenen 20 Jahren gewachsen, aber die Bevölkerung altert. 236 Wohnungen sind zwischen 2010 und 2019 entstanden. Hohberg gilt als attraktiver Gewerbestandort.

Für alle Ortsteile legten die Studenten detaillierte Steckbriefe vor. So seien ein Problem von Hofweier die größeren Baulücken. Die Stärken: Zentrale natürliche Lage, umfassende Vereinsarbeit, bewährtes soziales Miteinander (was für alle Ortsteile gilt), genügend Angebote in Bildung, Nahversorgung, Grundschule und sonstiges Bildungsangebot und das Café. Außerdem sind der Wochenmarkt, Arzt und die Physiotherapie attraktiv. Positiv an Hofweier ist außerdem die B3 und der Wochenmarktbus. Diersburg hat einen einzigartigen Schwarzwaldcharme. Niederschopfheim unter anderem den Baggersee, die Römersiedlung, Ärzte und eine gelungene Seniorenarbeit.

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Schwächen der Gesamtgemeinde sind die Bustaktung, vor allem abends, nachts und am Wochenende. Die Überdachung der Bushaltehäuschen fehlt, eine Verlängerung der Route des Wochenmarktbus bis zur dm wäre gut. Die Autobahnanbindung ist nicht vorhanden, Freizeitangebote für Jugend und Kinder sollten verbessert werden.

Diersburg sei abgelegen, die Anbindung auch Richtung Lahr wünschenswert. Auch eine Bankfiliale wäre nett, außerdem ein mobiler Bankautomat. Und natürlich mehr Parkplätze. In Hofweier sei die Freiburgerstraße verbesserungsbedürftig. Parkplatzprobleme gebe unter anderem in der Dorfstraße. Die Gehwege seien zu schmal. Die Freiburgerstraße sollte umgestaltet werden, teilweise mit 30 km/h, einem Radschutzstreifen und Längsparkflächen.

Den Marktplatz in Hofweier sollten die Verantwortlichen aufwerten und neu gestalten, etwa mit neuer Pflasterung. Im Stierstall (Bauhof) können sich die jungen Leute eine Marktscheune für heimische Produkte mit Eisdiele vorstellen.

In Niederschopfheim kritisierten die Studenten die fehlende Anbindung an die Rheintalbahn, die Ortsmitte solle belebt werden. Ein Kreisverkehr bei Edeka sei zu empfehlen. Auch hier gebe es Wohnungsleerstände.
Aus anderen Orten brachten die jungen Stadtplaner die Idee zu einem genossenschaftlich geführten Gasthaus mit – das sich für alle Ortsteile eigne.

Die Ortsmitten mit der historischen Bausubstanz sollten bei allen drei Ortsteilen gestaltet, die Baulücken für die Gemeinde entwickelt werden. Dazu schlugen die vier unter anderem eine Baulandbörse, einen Leitfaden für Bauwillige und Steckbriefe für baurechtliche Möglichkeiten vor. Ein Bauauschuss und und eine Gestaltungssatzung wären hilfreich.
Für alle drei Ortsteile schlugen die Studenten kleine Gebiete mit Bauplätzen vor.

Das Ziel der Expertise sei es, Anstöße zu geben, Grundlagen schaffen für ein Gesamtkonzept. Der Rat: Ein externes Planungsbüro beauftragen. Die Bürger hätten großes Interesse an einen Verbesserung Hohbergs. „Hohberg gemeinsam gestalten“, sei das Ziel.

Bürgermeister Klaus Jehle dankte für die guten Anregungen, Thomas Schaub (CDU) sagte, „das ist Neuland für uns.“ Grundsätzlich fand er die Ideen gut, allerdings scheitere das Bestreben, Bauflächen in den Innenbereichen zu schaffen, an der fehlenden Bereitschaft der Eigentümer.

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