Der "Senatorre" ist fertig

Hubert Burda hat das Denkmal für seinen Vater enthüllt

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red/cw
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04. Juli 2020
Oberbürgermeister Marco Steffens (von links), Jacob Burda, ­Hubert Burda und Architekt Roberto­ Peregall bei der Enthüllung des Senatorre in Fessenbach.

Oberbürgermeister Marco Steffens (von links), Jacob Burda, ­Hubert Burda und Architekt Roberto­ Peregall bei der Enthüllung des Senatorre in Fessenbach. ©Hubert Burda Media

Im kleinen Kreis hat der Offenburger Ehrenbürger am Freitagmittag den vollendeten „Senatorre“ in den Fessenbacher Reben enthüllt. Der 14,4 Meter hohe gotische Turm steht am Lieblingsplatz von Senator Franz Burda. Hier sollen Besucher verweilen und sich zu Ideen inspirieren lassen.

Für Hubert Burda war es ein hochemotionaler Moment, am Freitag im Beisein seines Sohnes Jacob, Offenburgs Oberbürgermeister Marco Steffens, Landrat Frank Scherer, Dekan Matthias Bürkle und einem kleinen Kreis ausgewählter Ehrengäste den „Senatorre“ zu enthüllen. Der Verleger widmete das Bauwerk seinem Vater „in Dankbarkeit und zur Erinnerung“ und dankte allen am Bau und der Gestaltung beteiligten Firmen und Personen, insbesondere Architekt Roberto Peregalli für die perfekte Umsetzung des „Senatorre“ und der gesamten Anlage, heißt es in einer Pressemitteilung von Hubert Burda Media. „Er ist wunderbar geworden. Ich wünsche dem Turm und uns allen eine friedliche, eine gesunde Zeit. Dass der Turm für Frieden und Kultur lange hier steht. Fessenbach ist ein magischer Ort.“ 

Dekan Matthias Bürkle sprach das Vaterunser und gab dem Turm seinen Segen: „Der Turm ist ein Fingerzeig in den Himmel. Der Herrgott schaut auf diese Welt und auf uns. Vielen herzlichen Dank für dieses Geschenk.“

OB: Besonderes Symbol

Oberbürgermeister Steffens sagte in seiner Ansprache zu Hubert Burda: „Dieser Turm ist eine Hommage an Ihren Vater, der zugleich wie Sie und auch Ihre Mutter Ehrenbürger dieser Stadt war. Und ich glaube, gerade in dieser jetzigen Zeit ist es auch noch mal ein ganz besonderes Symbol – dieser Blick, diese Beziehung nach Straßburg rüber –, denn wir haben tatsächlich in diesen Tagen und Wochen erlebt, was es auf einmal bedeutet, wenn man eben nicht spontan nach Frankreich, nach Straßburg, in unseren angrenzenden Kulturraum, fahren kann.“ Deswegen sei dies auch ein Zeichen, eine europäische Mahnung. „Wir sind eine Gemeinschaft, wir sind ein Kulturraum und wir sind alle Europäer“, betonte Steffens. Und dieses gemeinsame Miteinander könne nur funktionieren, wenn die Menschen auch zusammenkommen könnten. 

Steffens weiter: „Und da bin ich Ihnen wirklich dankbar, Herr Burda, denn Sie tragen dazu bei, dass die Menschen aus dieser Stadt und dieser Region zusammenkommen können.“ 

Der kleine Münsterturm

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Der kleine Fessenbacher Münsterturm, wie er auch von vielen genannt wird, ist jetzt neben dem Mediatower ein weiteres markantes Wahrzeichen für Offenburg und die Region, das von der Verbindung zum Unternehmen und der Familie Burda zeugt. Der Senatorre soll aber noch viel mehr sein als ein gotisches Bau- und Kunstwerk in Reminiszenz an die großen Baumeister der Münster von Freiburg und Straßburg. Er sei auch ein Symbol für herausragende, kreative Schaffenskraft, eingebettet in die Naturschönheit der Schöpfung auf diesem herrlichen Fleckchen Erde – inmitten der Weinreben am Fuße des Schwarzwaldes mit Blick auf das weite Oberrheintal und die Vogesen, heißt es in der Pressemitteilung. 

Es war der Lieblingsplatz von Senator Franz Burda, um Kraft zu schöpfen, nachzudenken und neue Ideen zu entwickeln. Seinen jüngsten Sohn Hubert hat er damals oft an diesen Ort in Fessenbach mitgenommen und über die historische Bedeutung der vielen kulturellen Leistungen erzählt, die im Oberrheintal erbracht wurden – wie etwa der epochale Bau der Straßburger und Freiburger Münster, die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg in Straßburg oder auch das Wirken von „Sturm-und-Drang-Lyriker“ Johann Wolfgang von Goethe, der anno 1770/71 in Straßburg eine glückliche Zeit verlebte, die ihn zu vielen seiner Gedichte inspirierte. 

Mentaler Rückzugsort

Auch für Hubert Burda wurden der Platz, an dem heute der Senatorre steht, und die schmalen Wege durch die Rebhänge rund um das Burda-Weingut ein wichtiger, mentaler Rückzugsort. Bei einem seiner vielen Spaziergänge hier fasste er den Gedanken, eine Art Kapelle zu errichten, wie sie als Ort innerer Einkehr und auch äußeren Schutzes vor Gewittern in den Weinbergen üblich ist. Seine Vorstellung konkretisierte sich zu einem den Blick gen Himmel richtenden gotischen Turm im Stil der Freiburger und Straßburger Münster. 

Star-Architekt

Das Ergebnis ist der 14,5 Meter hohe Senatorre, erbaut nach einem Entwurf des Mailänder Architekten Roberto­ Peregalli. Aus seiner Feder stammt auch schon der Entwurf des Pavillons im Felix-Burda-Garten vor dem Burda-Weingut. Seit mehr als 25 Jahren beauftragen Kunden von Paris bis New York den renommierten Chef des Studios Peregalli. Vom Burda-Weingut aus schlängelt sich ein kleiner Pfad hoch zum Senatorre. 
Angelegt in Serpentinen, sei er rundum wunderbar bepflanzt, sodass sich der Senatorre perfekt in diese einzigartige Natur- und Kulturlandschaft einfüge. 

Es soll künftig ein einladender Ort für jeden sein, der des Weges kommt, um ein Weilchen innezuhalten, die Aussicht zu genießen, Kraft zu tanken, die Gedanken schweifen und sich zu kleinen und vielleicht auch großen Ideen inspirieren zu lassen. 
 

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