Worauf sich Wanderer freuen können

Hubert Burdas Turmprojekt: Neues Wahrzeichen für Fessenbach

Autor: 
Ursula Haß
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
18. Januar 2019
So soll der Turm einmal aussehen: In einer Broschüre zum Projekt ist dieses Foto mit dem Modell abgebildet, das Hubert Burda zusammen mit dem Architekten Roberto Peregalli, seinem Sohn Jacob Burda und seinem Berater Kari Albermann (von links) zeigt.

(Bild 1/2) So soll der Turm einmal aussehen: In einer Broschüre zum Projekt ist dieses Foto mit dem Modell abgebildet, das Hubert Burda zusammen mit dem Architekten Roberto Peregalli, seinem Sohn Jacob Burda und seinem Berater Kari Albermann (von links) zeigt. ©Foto: Ulrich Marx

Ein Ort zum Verweilen in den Reben soll es sein, und es soll an den legendären Senator erinnern: In Fessenbach will Hubert Burda einen 14 Meter hohen Turm im gotischen Stil errichten – als Pendant zum Straßburger Münster, das ihn inspiriert hat. Es ist nicht das erste Denkmal aus dem Hause Burda.
 

Offenburg-Fessenbach. Offenburg kann bereits jetzt auf einige »Burda-Denkmäler« blicken: die Ursula-Säule am Rathaus, die Bacchus-Statuen am Stadtbuckel und in Fessenbach, den Felix-Burda-Pavillon, die Borofsky-Freiheitsstatue »Männlich/weiblich« auf dem Kulturforum und den Burda-Turm am Eingang der Stadt. Und nun will Hubert Burda seiner Heimatstadt wieder ein Denkmal, einen neuen Turm im gotischen Stil, schenken, mitten in der Franzensberger-Rebenlandschaft, und zwar zu Ehren seines Vaters, des Senators Franz Burda. Mitte Dezember wurde das Projekt bereits vor geladenen Gästen im »Schlössle« präsentiert (wir berichteten).

Der Senator war oft hier

Die Fessenbacher und Offenburger wird’s freuen und auch die Wanderer zum Hohen Horn, dem Hausberg   von Offenburg und Fessenbach. Von dem dortigen Turm, aber auch vom Panorama-Rebenweg hat man die herrlichste Aussicht auf Offenburg, die Ortenau und hinüber ins Elsass. Und auf diesem Panoramaweg und am Fessenbacher Schlössle war der Senator oft und gern anzutreffen. Vor allem der Blick hinüber ins Elsass nach Straßburg erfreute und inspirierte den legendären Verleger immer wieder. 

Die geschichtlichen Beziehungen zwischen Straßburg und der Ortenau sind jahrhundertelang geprägt, das Symbol dieser Einheit am Oberrhein bildet das Straßburger Münster. Es ist ein Liebfrauenmünster und eine der bedeutendsten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte. Der Baubeginn lag schon im Jahr 1015, eröffnet wurde es 1439 und so vereinigen sich gotische und romanische Bau-Elemente in der Architektur, die Sandsteinquader stammen übrigens aus dem Schwarzwald und den Vogesen.  

- Anzeige -

Mit 142 Metern überragt es das Freiburger Münster mit seinen 116 Metern, ebenfalls ein Liebfrauenmünster, im romanischen und größtenteils im gotischen Stil, von 1200 bis 1513 erbaut. Vor allem mit seiner einzigartigen durchbrochenen Turmspitze und seiner umfangreichen mittelalterlichen Ausstattung zählt es zu den schönsten und bedeutendsten gotischen Kirchen in Deutschland. Diese beiden wunderschönen Kirchen haben nun den jüngsten Sohn des Senators, Hubert Burda, inspiriert, mitten in den Reben ein »Monumentum der Erinnerung«, einen gotischen Turm, für seinen Vater zu erschaffen. 

Es war keine zufällige Idee, gerade diese beiden Kirchen in einem gotischen Turm für das Denkmal zu verewigen. Es war die Faszination, die der Senator für diese beiden einzigartigen Baukunstwerke am Oberrhein empfand, und die nun Hubert Burda zum Bau eines Sandstein-Turms in Fessenbach  bewogen  und beflügelt haben. 

Bewährter Architekt

Es soll ein Ort zum Verweilen in den Reben werden, der durch seine architektonische Schönheit mit seinem immerhin 14 Meter hohen Turm die Besucher ab Herbst sicherlich erfreuen wird. Der italienische Architekt und Designer Roberto Peregalli wurde mit der Planung beauftragt. Auch der Entwurf des Pavillons im Felix-Burda-Garten stammt aus seiner Hand. »Die Vergangenheit neu interpretieren«, lautet das Motto des Mailänder Architekten, dem es wunderbar gelungen ist, die Stilelemente des Straßburger und des Freiburger Münsters in seinem Entwurf  zu verbinden. 

In unmittelbarer Nähe zum geplanten Turm, im Fessenbacher Schlössle, hat der Senator immer wieder Kraft für seinen Beruf gefunden und 76-jährig, im Jahr 1979, seine Memoiren mit dem Titel »Mit Doktorhut und Druckerschwärze« geschrieben. Dort hat er aber auch die schönsten Stunden seines Lebens gefunden und damit dem Ort Fessenbach eine Liebeserklärung gemacht. 

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
15.02.2019
Bars, Musik, Kostümprämierung
Schon siebenmal fand der Gammlerball in Kehl bislang am Schmutzigen Donnerstag statt. In diesem Jahr ist das anders. Erstmals wird in der Stadthalle am Fasnachtssamstag gefeiert. Neben DJ Vuko sorgen verschiedene Narrenzünfte und die Gammlerbänd Willstätt für die Musik. Mit der Terminänderung aufs...
13.02.2019
Manufaktur für orthopädische Leistungen
Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens durchschnittlich 180.000 Kilometer – unsere Füße. FUSS ArT, die Manufaktur für orthopädische Leistungen rund um den Fuß, ist seit Anfang Februar 2019 in der Moltkestraße 30-32 in Offenburg am Start und bietet ihren Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum und...
04.02.2019
Offenburg
Das Braun Möbel-Center bietet Wohnmöbel in vielen Formen, Farben und Materialien. Vom 7. bis zum 9. Februar findet auf dem Gelände die dreitägige Möbelmesse statt. Hier können die Kunden in verschiedenen Themenwelten die aktuellsten Wohntrends entdecken. Neben einem großen Sonderverkauf gibt es...
03.01.2019
Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

vor 1 Stunde
Vortrag im Technischen Ausschuss
»Bangemachen gilt nicht« – auch nicht angesichts des Klimawandels: Diese Kernbotschaft vermittelte der Forstwissenschaftler Ulrich Kohnle in seinem Vortrag vor dem Technischen Ausschuss. Er stellte den Kontext von Klimawandel und Forstbewirtschaftung dar.
Lisanne Knee (von links), Anna-Lena Walter und Mariella Osswald engagieren sich im Kinder- und Jugendbereich der Gemeinde. Das freut auch Pfarrer Gerald Koch.
vor 3 Stunden
Familien-Gottesdienst fand in Altenheim statt
Beim Familien-Gottesdienst in der Friedenskirche in Altenheim wurden drei engagierte Jugendliche vorgestellt, die nun im Kindergottesdienst-, Konfi- und Jungscharteam mitwirken. Thematisch ging es um den Frieden.
Manfred Rudolf aus Ichenheim wird heute 80 Jahre alt und kann sich über viele Gratulanten freuen.
vor 3 Stunden
Garten ist sein großes Hobby
Manfred Rudolf ist ein waschechter Ichenheimer, der noch immer in seinem Geburtsort lebt. Er ist Gründungs- und Ehrenmitglied der Riedwasseranglergemeinschaft. Am Donnerstag wird Manfred Rudolf, besser bekannt als »Polizei-Männel«, 80 Jahre alt.
vor 3 Stunden
12. Bildungskooperation am Bildungszentrum Zell
Seit Dienstag hat das Bildungszentrum Zell seine nunmehr zwölfte Bildungspartnerschaft. Die Schule schloss mit der Winkelwaldlinik Nordrach einen entsprechenden Vertrag, der letztlich beiden Seiten zugute kommen soll.
vor 3 Stunden
Erika Hauswirth hat 40 Sportabzeichen
Die Sportabzeichen sind verteilt – und die Verantwortlichen des Turnvereins Hofweier zogen Bilanz.
vor 10 Stunden
Lkw-Fahrer arbeiten mit Spiegeln
Bis Ende Mai soll die asphaltierte Zufahrt zur Erdaushubdeponie Niederschopfheim fertig sein – das erfuhr der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag- abend.
vor 12 Stunden
Kirchenchor als Schmuckstück
Der Zunsweierer Kirchenchor St. Sixtus blickte in seiner Generalversammlung auf ein sehr arbeitsreiches aber auch erfolgreiches Jahr zurück. Mit dem geistlichen Kirchenkonzert gelang es der Ketterer-Gruppe wieder gesangliche Maßstäbe zu setzen. Im kommenden Jahr steht die Werbung neuer Sängerinnen...
vor 12 Stunden
Mutige vor!
Wer macht mit beim Hans-Conrad-Gedächtnis-Scheeserennen am Fasnachtsdienstag? Aufgerufen sind alle Kinder und Erwachsenen, die Spaß an der Fasnacht haben und auch gerne Scheesen bauen. Es gibt viele Preise zu gewinnen. Anschließend ist Kindernachmittag und »Remmidemmi«. in der Reblandhalle.  
Großer Bahnhof: Neben den Vertretern von Schulleitung, Stadt und Planern gesellten sich auch einige Schüler beim Spatenstich auf das Bild.
vor 12 Stunden
Stadt investiert zehn Millionen Euro
Für insgesamt rund zehn Millionen Euro will die Stadt in den nächsten zwei Jahren das Schiller-Gymnasium ertüchtigen. Den offiziellen Baustart markierte gestern Vormittag ein Spatenstich auf dem Schulhof.
vor 13 Stunden
Strand, Kanu, Blumenwiese und mehr
Junge Offenburger konnten sich gestern in einem Workshop mit der Landesgartenschau 2034 auseinandersetzen und Ideen einbringen. Vorgeschlagen wurden zum Beispiel eine Info-App und ein Strandbereich.  
vor 14 Stunden
Polizeibericht
Die Polizei Offenburg fahndet nach drei Personen. Sie haben einen Gengenbacher Gastwirt überfallen.
vor 16 Stunden
Kommunalwahl
Die SPD Gengenbach geht mit 20 Kandidaten in die Kommunalwahl am 26. Mai. Nach 30 Jahren kandidiert Karin Traunecker nicht mehr, auch nicht für den Kreistag. In diesem Jahr wollen die Sozialdemokraten »entscheidende Weichen« stellen.