Offenburg

»Ich bin doch ein Südstädtler!«

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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17. Juli 2014

Gefeiert wird im Garten: Jubilar Franz Zeppel. ©Regina Heilig

Während seines Berufslebens als Lokführer fuhr er fast sämtliche Züge und war bis Frankfurt oder München unterwegs. Seine Heimat war aber immer Offenburg, das war für Franz Zeppel stets klar. Heute wird der engagierte Vereinsmensch 70 Jahre alt.

Offenburg. Nicht nur in »seinem Stadtteil« südlich der Bahnlinie kennt man Karl Zeppel aus dem Bellenwaldweg als immer schaffigen Helfer bei allen Festen des Bürgervereins, auch bei der »Bono«, zuständig für die Nordoststadt, ist er seit Langem ein aktives und geschätztes Mitglied. Dennoch: »Ich bin doch ein Südstädtler!«, betont Zeppel, der heute seinen 70. Geburtstag feiert, voller Stolz.
Zur Welt kam Karl Zeppel am 17. Juli 1944 in Johannisdorf in Siebenbürgen. Er hat noch einen Bruder, der heute in Ettlingen lebt. Später zog die Familie nach Aussig im Sudetenland, wo der Vater bei der Bahn Arbeit fand und Sohn Karl zur Schule ging. Im Lauf des Krieges – der Vater war inzwischen eingezogen worden – zog die Familie wieder nach Johannisdorf ins väterliche Elternhaus. Nach dem Krieg führte die Arbeit des Familienoberhaupts Zeppels zuerst ins schwäbische Möglingen und dann schließlich nach Offenburg, wo der Vater im Ausbesserungswerk Arbeit fand.
Auch für Sohn Karl stand schon früh fest, dass er zur Bahn gehen wollte, weshalb er bei der Firma Herm eine Kfz-Mechanikerlehre absolvierte. »Lokführer konnte man damals nur mit einem Metallberuf werden«, erklärt er. »Alle Sorten Züge – außer den ganz schnellen« – fuhr er auf den Strecken bis Frankfurt am Main oder München. In Pension ging Karl Zeppel als Lok-Betriebsinspektor.

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Direkt an der Bahn
Zeppels, die in jeweils wenigen Metern Luftlinie zwischen der Bahnstrecke nach Freiburg und der Strecke ins Kinzigtal wohnen, waren von der Diskussion um die Bahntrassenführung hautnah betroffen. Karl Zeppels Ehefrau Christel engagierte sich lebhaft in der BI und war auf so mancher Demonstration dabei.  Geheiratet haben die Eheleute im Mai 1957. Christel Zeppel stammt aus Offenburg und ist die Tochter des Friseurs Kern. 1967 baute das Ehepaar am Bellenwaldweg eines der ersten elf Reihenhäuser, in dem sie bis heute wohnen und ihre Tochter Christa aufzogen.
Bereits in den 1970er-Jahren forderten Kollegen Karl Zeppel auf, doch zur Bono in die Nordoststadt zu kommen. »Jahrelang war ich bei jedem Fest als Helfer dabei«, erinnert er sich, »genau wie bei den Festen der Bürgervereinigung Offenburg Süd«. Schade findet er, dass die Jugend nicht mehr so bereit sei, bei den Festen mit anzupacken. Auch anderen Vereinen gehörte Kurt Zeppel in früheren Jahren an, so dem Schäferhundeverein Offenburg, dem Tennis-, dem Schwimmsport- und dem Boxclub. Lange Jahre war er im Radsportverein aktiv, und seit bald 40 Jahren ist er beim Eisenbahner-Sportverein.
Feiern wird der Jubilar im engsten Familien- und Freundeskreis in der grüne Oase in seinem Garten. Eine Feier mit den Sportfreunden folgt am Wochenende.

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