OT gratuliert

Ichenheimer Handwerker Werner Huser feiert 85. Geburtstag

Autor: 
Dieter Fink
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juli 2018

Werner Huser hat die Fenster der neuen evangelischen und der katholischen Kirche in Ichenheim eingebaut. ©Dieter Fink

Werner Huser feiert heute seinen Ehrentag: Der Ichenheimer Schmiedemeister ist im Ort als handwerkliches Allround-Talent bekannt. Nachdem er seinen Beruf aufgeben musste, war er 20 Jahre bei Fiat in Kippenheim tätig. Seine große Leidenschaft galt und gilt den Vereinen in seinem Heimatort.

Am heutigen Donnerstag, 12. Juli, feiert Werner Huser im Kreis seiner Familie seinen 85. Geburtstag. Der Allround-Handwerksmeister hat sich über viele Jahrzehnte sehr für Ichenheimer Vereine und Institutionen engagiert.

Werner Huser wurde in Ichenheim geboren und wuchs  mit vier Geschwistern bei seiner Mutter auf. Sein Vater Karl, der eine Schmiede betrieben hatte, fiel 1945 im Zweiten Weltkrieg. Werner Huser machte nach dem Schulabschluss eine Lehre als Schmied und arbeitete nach der Gesellenprüfung für drei Jahre in der Schweiz. 

Dann kehrte er nach Ichenheim zurück, absolvierte die Meisterprüfung und machte sich in der Schmiede seines Vaters selbstständig. Sein Motto war »Geht nicht, gibt’s nicht«.  So bewältigte er auch die große Herausforderung des Einbaus der aufwändig gestalteten Fenster in der neuen evangelischen und der renovierten katholischen Kirche. An der neuen Grund- und Hauptschule Ichenheim nahm er die Schlosser- und Installationsarbeiten vor.

Werksfeuerwehr geleitet

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Nach zwölf Jahren, in denen er auch drei Lehrlinge ausgebildet hatte, zwangen ihn gesundheitliche Gründe, seine Selbstständigkeit aufzugeben. Werner Huser ging 1974 zum Autobauer Fiat, der damals in Kippenheim sein großes Zentrallager aufbaute. Hier arbeitete er 20 Jahre bis zu seiner Pensionierung, leitete dazu noch die Werksfeuerwehr und war im Aufsichtsrat der Firma als Vertreter der Arbeitnehmer. Von der Kreishandwerkerschaft erhielt er zuerst den Goldenen und später den Diamantenen Meisterbrief.

Mit vielen Ehrungen wurde das große ehrenamtliche Engagement von Werner Huser in zahlreichen Vereinen und Institutionen gewürdigt. Er ist Ehrenmitglied der Feuerwehr Neuried, war hier mehr als 50 Jahre lang Gerätewart und wirkte auch beratend beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit. Neben der Feuerwehr liegt ihm der Schützenverein besonders am Herzen. Er hatte großen Anteil an der Wiedergründung des Vereins sowie am Bau des Schützenhauses und der Schießanlage und wurde zum Ehrenvorsitzenden und Ehrenoberschützenmeister ernannt. 2005 erhielt er vom Deutschen Schützenbund die Ehrennadel in Gold.

Mit Medaille geehrt

Neun Jahre war er stellvertretender Vorsitzender der Sportfreunde Ichenheim und wurde zum Ehrenmitglied ernannt, auch im Angelsportverein ist er Ehrenmitglied. Als langjähriges Aufsichtsratsmitglied der Raiffeisenbank Neuried wurde er für seine besonderen Verdienste 1977 mit der Raiffeisen-Schulz-Delitzsch-Medaille ausgezeichnet. Der Tod dreier seiner Geschwister und seiner Nichte waren für den Jubilar herbe Verluste. 

Werner Huser ist seine Familie besonders wichtig. 1955 hat er Berta Merten geheiratet, und »sie ist immer mit mir durch dick und dünn gegangen«, hebt er hervor. Neben seiner Frau und vier Kindern gratulieren auch fünf Enkel und drei Urenkel, Verwandte, Bekannte und Vereine zum Ehrentag. Musikalische Glückwünsche wird der Spielmanns- und Fanfarenzug der Feuerwehrabteilung Ichenheim und der Feuerwehr Meißenheim überbringen.

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