Neuried

Ideen zum Waldkindergarten

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 3 Minuten
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06. November 2020

Ein Waldkindergarten führt Kinder wieder mehr an die Natur heran. Neuried überlegt, ob sie einen einrichten soll. ©Symbolfoto: Andreas Arnold/dpa

Zwei Experten gaben im Neurieder Gemeinderat Auskunft darüber, wie ein Naturkindergarten funktioniert. Der Rat will später ein Grundsatzbeschluss fällen.

In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch in Neuried wurde den Gemeindevertretern von zwei Institutionsleiter*innen eine Möglichkeit für die Einrichtung eines Waldkindergartens/Naturkindergartens vorgestellt. Dies soll dann in der nächsten Gemeinderatsitzung am 25. November vertieft und ein Grundsatzbeschluss herbeigeführt werden.

Zwei Experten

Anwesend war auch Nicole Hoffmann aus Müllen als Vertreterin der Organisation Sport Kita GmbH und Marco Kaldewey von der Organisation Mehr-Raum-für-Kinder-GmbH. Beide Referenten vertreten je eine Organisation für freie Träger von Kindergärten. Bedarf an Kindergartenplätzen auch von Wald- oder Naturkindergärten ist zurzeit immer mehr vorhanden und es ist natürlich eine neue Art von Kindergarten. Diese Kindergärten in der freien Natur wurden zwischenzeitlich schon von zahlreichen Gemeinden eingerichtet oder auch geplant. Der nächste Naturkindergarten soll Ende dieses Jahres in Friesenheim entstehen.
Beide Vertreter von  freien Trägern haben ein gutes Konzept vorgestellt, immer auch mit einem breit aufgestellten pädagogischen Konzept. Hier soll als Unterkunft auch jeweils ein sogenannter Bauwagen als Beschulungs- und Aufenthaltsraum eingerichtet werden. Die Hinführung von Kindern zur Natur und auch die Rückbesinnung auf frühere Werte spielen hier eine große Rolle. Offenbar gibt es auch keine Probleme mit zusätzlich gut beschultem Fachpersonal. Man hat an Quereinsteiger gedacht, aus denen nach entsprechender Weiterbildung Personal gewonnen werden kann. Auch Personal, das aus bisherigen Einrichtungen ausgeschieden ist, könne hier eine große Rolle spielen. 

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Die Erweiterung des Betreuungsangebotes um einen  Wald-/Naturkindergarten wurde bereits bei der Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2019/20 in Neuried thematisiert. Man verständigte sich damals darauf, bei der Bedarfsplanung 2020/21 erneut darüber zu beraten. Beide Referenten waren der Ansicht, dass man mit einer Gruppe bis 20 Kinder beginnen sollte. Es braucht einfach rund zwei Jahre, bis solche Einrichtungen endgültig angekommen sind, aber gute Erfahrungen sind vorhanden. Gemeinderätin Uta Adam fragte, wie es mit der Kooperation mit bereits vorhandenen Kindergartenträgern steht.  

Auch Fragen bezüglich Frischwassers, Frühstück, Mittagessen, Hygiene und natürlich Sanitärbereich wurden diskutiert. Für die Notdurft bei Waldspaziergängen spielt auch der mitgeführte Klappspaten eine Rolle. Außerdem wurde gefragt, ob es unbedingt im Wald sein muss oder ob auch auf einer sonstigen Naturfläche ein solcher Bauwagen aufgestellt werden könnte. Man kann sich hier alles vorstellen und muss dann im einzelnen auf die Suche nach Flächen gehen, mit der Natur- und Forstbehörde sprechen und natürlich entscheiden die Gemeindeverwaltungen, die Gemeinde- und Ortschaftsräte vor Ort. 

Bei der Einrichtung dieser neuen Art von Kindergärten muss natürlich auch Geld in die Hand genommen werden, aber das ist unter dem Strich bei neuen Kindergärten in neuen Gebäuden viel umfangreicher. 
Franziska Siegenführ stellte die Frage, wo ein Standort in Neuried in Frage kommen könnte. Darüber wollte man sich aber nicht festlegen, denn dies soll alles bei der ersten Erkundung geschehen.

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