Jürgen Huber hofft auf viele Spenden

Im Offenburger Weltladen werden Hörgeräte für Peru gesammelt

Autor: 
Barbara Puppe
Lesezeit 3 Minuten
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14. Januar 2020

Jürgen Huber aus Appenweier ist auf der Suche nach gebrauchten Hörgeräten. Sie sollen einem Projekt in Peru zugute kommen. ©Barbara Puppe

Jürgen Huber bittet um Unterstützung für Menschen in Peru. Im Offenburger Weltladen Regentropfen werden ab sofort ausgediente Hörgeräte für ein Projekt in dem südamerikanischen Land gesammelt.
 

Jürgen Huber ist der Leiter des Partnerschaftsbüros für die Partnerschaft der Erzdiözese Freiburg mit der Kirche in Peru, die seit 33 Jahren besteht. Er ist auch Geschäftsführer des Consejo Nacional de la Partnerschaft Perú-Friburgo. Huber lebt seit 1983 in Peru und ist derzeit auf Heimaturlaub in Appenweier. Kürzlich stellte er im Weltladen Regentropfen das Projekt „Hörgeräte für Peru“ vor. 

Von dem Anden-Staat war der 59-Jährige schon früh fasziniert. Bereits 1980 begann die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) Freiburg eine Partnerschaft mit jungen Menschen in Peru aufzubauen, mit einer Jugend-Delegation besuchte Huber die Hauptstadt Lima. Danach leistete er von 1982 bis 1983 seinen Zivildienst im Offenburger Weltladen Regentropfen ab, wo er sich mit den Herausforderungen der globalen Welt auseinandersetzte. Bereits vor Jahren wurde das  Projekt „Brillen für Peru“ gestartet und ausgebaut. 

Inzwischen ist Jürgen Huber mit einer Peruanerin verheiratet, lebt in Lima und ist zuständig für die Begleitung der Partnerschaft. Er organisiert Treffen, kümmert sich um Vernetzung mit den jeweiligen Pfarreien und den Austausch mit den peruanischen Verbänden und Pfarreien. Ziel der Partnerschaft sind Basiskontakte zwischen christlichen Gemeinschaften der Erzdiözese und des Partnerlandes, was sich zuletzt erfolgreich entwickelt habe, wie Huber berichtete. 

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Viele direkte Kontakte

Etwa 130 Pfarreien und Verbände der Erzdiözese unterhalten aktuell direkte Kontakte mit Peru. Gegenseitige Besuche sollen die Freundschaft voranbringen. Anliegen der Partnerschaft seien nicht nur  Projektunterstützung und finanzielle Hilfe, es gehe darum, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und die Probleme der globalen Welt anzugehen. Wichtiges Anliegen sei es, auch junge Menschen  für die Partnerschaft zu begeistern, deshalb werden seit vielen Jahren junge Männer und Frauen für ein freiwilliges soziales Jahr nach Peru vermittelt, ebenso kommen Freiwillige, sogenannte Volontarios aus Peru in die Erzdiözese. Jedes Jahr werde auch ein nationales Jugendtreffen organisiert, wo Jugendliche sich für Umweltschutzprojekte engagieren.

Ein weiteres Hilfsprojekt, der CAJ und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) für Peru ist die Aktion „Hörgeräte für Peru“, denn viele  Menschen dort hätten keine Chance an die teuren Hörgeräte zu kommen, erklärte Huber. Seit 2015 seien über 650 solche Hörgeräte im Wert von über 120 000 Euro weitergeleitet, gereinigt, repariert und angepasst worden.

INFO: Eine Sammelbox steht ab sofort im  Weltladen Regentropfen, Lange Straße 19, 77652 Offenburg. Ausgediente und gut erhaltene Hörgeräte können dort abgegeben werden.  

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