Schule selbst mitgestalten

Im Schülerrat lernen Grundschüler Kompetenzen in Demokratie

Autor: 
Redaktion
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
18. Mai 2018

Der Schülerrat der Grundschule Altenheim. Hintere Reihe von links: Jannik Baumgart, Paul Weber, David Reuter, Thomas Adelmann. Vorne von links: Sophia Schiborr, Alina Trinidad, Emilia Lehmann, Felicitas Schmidt. ©Christian Messerschmidt

Der Schülerrat der Grundschule Altenheim verkauft seit dieser Woche in der Pause Getränke. Aber nicht nur durch solch pratkische Aktionen ist er nützlich. Das Gremium, das auf Initiative von Schulsozialarbeiter Christian Messerschmidt eingeführt wurde, vermittelt den Kindern wesentliche Fähigkeiten in Demokratie.

Seit dieser Woche übernehmen die Schülerratsmitglieder den Verkauf von Apfelsaftschorle und Mineralwasser in der großen Pause. Das neue Angebot habe bereits in den ersten Tagen sehr regen Zuspruch gefunden.

Die Ratsmitglieder wollen bis Ende des Schuljahrs engagiert bleiben und die Gestaltung eines Plakats verwirklichen, um die Schüler an die Einhaltung der Pausenhofregeln zu erinnern. »Hierfür wird es demnächst ein Foto-shooting geben, um Fotos für das Poster zu schießen, die eindrückliche Pausenhofsituationen darstellen«, erzählt Christian Messerschmidt.

Mit Ende des Schuljahrs ende im Juli auch die Amtszeit des aktuellen Schülerrats. Mit den Klassensprecherwahlen zu Beginn des kommenden Schuljahrs soll die Arbeit des Gremiums fortgesetzt werden.

Stopp-Regel eingeführt

- Anzeige -

»Die bisherigen und jetzigen Klassensprecher waren in den vergangenen Jahren sehr aktiv«, sagt Messerschmidt. »So haben sie ein Plakat zur Stopp-Regel in Konfliktsituationen und ein Poster zum Thema ›Wie trage ich meinen Schulranzen richtig‹ erstellt. Auch die Anschaffung der großen Pausenhofuhr beruhte auf einen Vorschlag des Schülerrats.«

Messerschmidt ist fest davon überzeugt, dass das Gremium dem Klima an der Schule guttut: »In zahlreichen Studien konnte die grundlegende Bedeutung von Beteiligungs- und Mitsprachemöglichkeiten an Schulen eindrucksvoll belegt werden. Die Partizipationskultur an einer Schule kennzeichnet dabei ganz wesentlich die schulischen Umgangsformen.«

Der Schülerrat vermittle den Kindern die Fähigkeit zur Beteiligung an Entscheidungsprozessen. »Sie lernen dabei eigene Entscheidungsspielräume als solche wahrzunehmen und zu nutzen.« Die Kinder hätten dann auch mehr Lust, zur Schule zu gehen: »Man geht lieber an Orte und zu Veranstaltungen, über deren Gestaltung man mitbestimmen kann«, verdeutlicht Messerschmidt.

Eigene Ideen einbringen

Als weitere wichtige Argumente für einen Schülerrat sieht er, dass das Selbstwertgefühl der Schüler gestärkt werde und dass sie lernten, eigene Ideen zu entwickeln und einzubringen: »Die Schüler erfahren auf praktische Weise das längere Sprechen vor Menschen, das selbstständige Moderieren und die kontroverse Diskussion mit anderen. Sie erlernen Kompetenzen zur Übernahme von Verantwortung und identifizieren sich mehr mit ihrer Schule«, so der Pädagoge.

Kommentare

Damit Sie Kommentare zu diesem Artikel lesen können, loggen Sie sich bitte mit Ihren Zugangsdaten ein.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

Gengenbach-Offenburg
vor 20 Stunden
Die Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg bereitet derzeit eine wichtige Entscheidung vor: Ende des Jahres sollen die Mitglieder beschließen, wie und wo sich künftig der Hauptsitz präsentieren soll. Eine Option ist die umfassende Modernisierung des jetzigen Standorts in Gengenbach. Aber auch ein...
Austausch Offenburg - Allenstein/Olsztyn
vor 23 Stunden
Elf »Grimmels«-Schüler besuchten die Offenburger Partnerstadt Allenstein/Olsztyn in Polen. Gemeinsam mit ihren Austauschpartnern machten sie sich auf kulinarische Spuren.
Ferienprogramm im Kinder- und Jugendzentrum
26.05.2018
Kinder und Jugendliche aus Neuried übten sich im Rahmen des Pfingstferienprogramms des Jugendzentrums Wasserwerk in Altenheim (»Juze«) im Töpfern. Die jungen Teilnehmer stellten mit Begeisterung unter der Leitung von Christine Unkrig Schildkröten her.
Richtige Wonneproppen: die beiden Storchen-Küken im Marktplatz-Nest.
Offenburg
26.05.2018
Ferienzeit ist Abwesenheitszeit. »Tut mir leid, der ist im Urlaub«, hören wir derzeit häufig, wenn wir nach einem Ansprechpartner fragen...
Kultursommer 2018
26.05.2018
Am Sonntag in zwei Wochen ist in Gengenbach einiges geboten. Es findet nicht nur der 3. Altstadt-Antikmarkt statt, an dem auch Geschäfte in der Innenstadt geöffnet sind, sondern auch das SWR 4-Blechduell. Es wird live übertragen und bildet den Auftakt des Gengenbacher Kultursommers.  
»Sie sind unsere Nachbarn«
25.05.2018
In Neuried leben derzeit 230 Flüchtlinge, die meisten von ihnen mit Bleiberecht. Ansprechpartner für die neue und alte Bevölkerung ist seit 2014 das Netzwerk Gastfreundschaft Neuried. Unterstützung hat es seit 2016 von der Koordinatorin der Gemeinde, Stefanie Kopf.
Der Schutterwälder an sich
25.05.2018
Es geht doch nichts über einen richtigen Schleck. Und wie viele Sorten es da gibt ...
Offenburg
25.05.2018
Eine Veranstaltungsreihe zum Thema Pilgerwege der Gerechtigkeit und des Friedens bieten die evangelische Erwachsenenbildung Ortenau und der C-Punkt Offenburg an. Als Nächstes geht es am Samstag, 16. Juni, mit dem Bus zum Hartmannswiller Kopf ins Elsass.
Sanierung Durbacher Turnhalle
25.05.2018
Hallen-Baustelle eingerichtet: 2,8 Millionen Euro investiert die Gemeinde für den Umbau der bisherigen Gemeindehalle. Rat vergibt Gewerke mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 762 000 Euro.
Zeugen gesucht
25.05.2018
Die Bundespolizei ist auf der Suche nach einem den Behörden bereits bekannten Exibitionisten. Er hatte sich am Freitagvormittag im Offenburger Bahnhof entblößt und wurde dabei von einem Zeugen beobachtet, der die Polizei rief. Diese sucht nun weitere Zeugen.
Freiwilliges Soziales Jahr Kultur im Museum im Ritterhaus 
25.05.2018
Emilia Bub arbeitet als FSJlerin im Museum im Ritterhaus. Sie hat zur Geschichte des einstigen Offenburger Waisenhauses geforscht.
Offenburg
25.05.2018
Der Frust bei vielen Autofahrern aufgrund der Baustellen in der Offenburger Innenstadt hat ab Juni ein Ende.