Fischbestand

Immer weniger Äschen in der Kinzig

Autor: 
red/pie
Lesezeit 2 Minuten
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09. Juli 2018

Immer weniger Äschen befinden sich in der Kinzig. ©Verein

Der Äschenbestand in der Kinzig geht nach Aussagen des Angelsportvereins Offenburg zurück. Dies liege zum einen an dem Kormoran, zum anderen an den Wasserkraftwerken, die den Fischen das Laichen erschweren.
 

Der Zustand der Kinzig macht dem Angelsportverein (ASV) Offenburg als deren Pächter zunehmend Sorgen. Der gesamte Fischbestand hat sich in den letzten Jahren rapide verschlechtert. Zum einen sei der Verlust durch den Fraßdruck des sich weiter ausbreitenden Kormorans enorm, heißt es in einer Pressemitteilung des ASV Offenburg. Kontrollbefischungen zeigten, dass ein riesiges Loch in der Mitte der Alterspyramide aller Fische besteht. Dies ist ein eindeutiger Hinweis auf das sogenannte Fraßloch durch den Kormoran, der vorwiegend Fische dieser Größe jagt. Zum anderen sei seit dem Bau der neuen Kraftwerke eine eindeutig negative Veränderung des Gewässers festzustellen. »Der Lebensraum für die Fische hat sich durch diese Baumaßnahmen extrem verschlechtert«, heißt es weiter. 

Stress für die Fische

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Vor allem der Bestand der Äsche, der Leitfisch dieser Flussregion, ist dramatisch zurückgegangen. Dies liegt unter anderem daran, dass im Bereich der Kraftwerke wichtige Laich- und Lebensräume zerstört oder verschlechtert wurden, die Wassertemperatur durch die größeren Staubereiche ansteigt und ständige Veränderungen der Durchflussmenge in Kinzig und Mühlbach Stress für die Fische bedeuten, welcher sich zusätzlich negativ auswirkt. So sind zum Beispiel unterhalb des Großen Deiches, einem ehemals hervorragenden Äschenrevier, praktisch keine Äschen mehr anzutreffen.

Um dies zu kompensieren, versucht der ASV Offenburg mit seinen Hegemaßnahmen auf verschiedenste Weise den Bestand zu sichern und zu verbessern. Deshalb wurden letzte Woche über 6000 einjährige Äschen in die Kinzig entlassen, immer in der Hoffnung, dass es gelingt, diese Art in angemessener Zahl in ihrem angestammten Revier zu erhalten. Dies ist nach Aussage des ASV eine aufwendige und teure Maßnahme, die bei Einhaltung der EU-Richtlinie, welche eine Verschlechterung des Wasserkörpers verbietet, nicht nötig geworden wäre.

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