Nachruf

Trauer um Ichenheims Dorfältesten: Adolf Herrmann ist gestorben

Autor: 
Dieter Fink
Lesezeit 2 Minuten
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16. Juni 2021
Hinterließ Spuren in seinem Ichenheim: Adolf Herrmann † 

Hinterließ Spuren in seinem Ichenheim: Adolf Herrmann †  ©Dieter Fink

Der Dorfälteste Adolf Herrmann zu Grabe getragen. Er lernte das Schreinerhandwerk, seine Interessen aber waren breit gestreut. Ehrenmitglied in drei Vereinen.

Zu Grabe getragen wurde der Dorfälteste Adolf Herrmann, der im Alter von 95 Jahren nach einem erfüllten Leben starb. In Ichenheim geboren, wuchs er mit zwei Schwestern auf. Nach dem Besuch der Volksschule lernte er bei der Firma Günther in Friesenheim das Schreinerhandwerk und legte im April 1943 die Gesellenprüfung ab. Am 1. August 1943 wurde er zum Reichsarbeitsdienst und später zur eingezogen.

Im Dezember wechselte der Jubilar zur Kriegsmarine. Im Juni 1944 wurde er zu einer Minensuchflottille nach Dänemark abkommandiert. Nach Kriegsende war er dann unter englischem Kommando bis im Dezember 1945 beim Minenräumdienst eingesetzt und wurde im Februar 1946 in die Heimat entlassen. Von April 1946 bis zur deren Schließung arbeitete er in seiner alten Firma und trat nach 46 Jahren Betriebszugehörigkeit 1986 in den Ruhestand. 1949 heiratete er Margrit Burghard.

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Aus der Ehe gingen eine Tochter und ein Sohn hervor. Später vergrößerte sich die Familie um sechs Enkel und Urenkel. Ein schwerer Schlag für den Verstorbenen war der Tod seiner Ehefrau, die 1988 im Alter von nur 61 Jahren starb.

Adolf Herrmann war auch im Vereinsleben tätig. Er war als Schiedsrichter für den Fußballverein Sportfreuende tätig. Dem Musikverein, in dem er auch fünf Jahre aktiv war, gehörte er seit 1948 an und wurde für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Ebenso ehrten ihn , wie der Angelverein und der katholischen Kirchenchor mit der Ehrenmitgliedschaft. Aktiv war Adolf Herrmann seit Gründung des Arbeitskreises Ichenheim 1989 im Historischen Verein Neuried, dessen stellvertretender Vorsitzender er von 1990 bis 1997 war. Manfred Fischer würdigte im Namen des Historischen Vereins das frühere Wirken und die Verdienste des Verstorbenen. Sein großes Hobby war seit Jahrzehnten das Briefmarkensammeln, was in vielen Alben mit zum Teil seltenen Marken zu sehen ist.

15 Jahre war er im Alpenverein Offenburg aktiv. Die Anteilnahme gilt Tochter und Sohn und den sechs Enkelkindern mit Partnern, Urenkel, Lebensgefährtin Julia Rother, Verwandten, Freunden, Bekannten und Vereinen.

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