Weitere Bäume gepflanzt

In der Waldbachsenke gibt es bald mehr Naschobst

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21. September 2019

Wollen Naschobst in Offenburg etablieren: Thomas Bauknecht (links) und Gerhard Schröder (Mitte). ©Archivfoto: Ulrich Marx

Drei Naschbäume stehen seit Anfang April in der Waldbachsenke. Im November werden zehn weitere gepflanzt, die auch schon Paten haben. Die Initiatoren Thomas Bauknecht und Gerhard Schröder haben aber noch weit mehr Ideen, wie man das Angebot an Bürgerobst ausbauen kann. Interessenten sind zu einer Infoveranstaltung am Donnerstag, 26. September, im Stadtteil-und Familienzentrum Oststadt eingeladen.

Die Idee ist, dass sich Spaziergänger beim Flanieren an den Bäumen mit Naschobst bedienen können. Nachdem es bereits seit vielen Jahren in der Waldbachsenke ein Angebot an Obstbäumen für Bürger gab, es aber keiner wusste, setzten sich die beiden Stadträte Thomas Bauknecht und Gerhard Schröder dafür ein, das Naschobst bekannter zu machen. Außerdem pflanzten sie im April drei weitere Bäume in der Waldbachsenke an, eine Süßkirsche, eine Mischung aus Aprikose und Mirabelle sowie einen Zwetschgenbaum.

Die Bäume sind mittlerweile gut angewachsen und nun sind zehn weitere Bäume zur Pflanzung geplant. Nach Infoveranstatungen im Sommer haben sich bereits Paten gefunden, die die Bäume pflegen wollen. Bei der Auswahl legt Bauknecht besonderen Wert auf gebietsheimische Bäume. »Wir nehmen keine Baumarkt-Pflanzen aus Norddeutschland«, sagt der Gärtnermeister. Als Partner arbeitet er mit der Obstbaumschule Kiefer in Ortenberg zusammen. 

Die zehn nächsten Sorten sind die Apfelbäume »Freiherr von Hallberg«, »Gerlinde«, »Ulmer Polizeiapfel«, »Nägele«, der Zwetschgenbaum »Katinka«, die Mirabelle »Miroma«, die beiden Kirschbäume »Regina« und »Sunbust« sowie die beiden Birnensorten »Harrrow Sweet« und »Schöne Helene«. Diese Bäume werden ebenfalls auf einem Stück Land in der Waldbachsenke gegenüber vom Parkplatz der St. Josefsklinik gepflanzt. 

Damit die Wühlmäuse die Baumwurzeln nicht als Delikatessen entdecken, werden um die Bäume Pflanzen wie Weißklee, Malven, Buchweizen  oder Sonnenblumen gesetzt. Dadurch könne man die unbeliebten Nager vergrämen, sagt Bauknecht. Neben dem Erhalt der Biodiversität sehen die beiden Initiatoren das Projekt auch als pädagogisch wertvoll an. Geplant sei eine Beschilderung, die gerade entworfen werde, damit interessierte Bürger auch erkennen können, um welche Bäume es sich handelt.

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Auch ein Lehrpfad ist denkbar, der noch ergänzt werden kann durch Bienenhotels und Hochbeete, die Beerenobst enthalten. Das sei auch für Schulklassen sehr interessant. Da die Waldbachsenke als Hundewiese bekannt sei, bevorzugt Bauknecht Hochbeete für die Beeren, damit die Vierbeiner nicht ihr Bein darüber heben können. Wichtig an der Idee des Nasch­obstes sei auch, dass wirklich nur genascht werde. Dass die Bürger mit Eimern anrücken, um den ganzen Baum abzuernten, sei nicht erwünscht.  

Ein grünes Naschband

Weitere Standorte für Nasch­obst beziehungsweise Bürgerbäume könnten der Bürgerpark, die Fläche entlang der Stadtmauer oder Grundstücke in den Ortschaften sein. Den beiden Initiatoren schwebt ein grünes Band durch Offenburg vor, wie es Bauknecht beschreibt.

Die Ideen gehen den beiden Grünliebhabern nicht aus: Bauknecht kann sich neben Beeren wie Stachelbeere, Johannisbeeren, Himbeeren oder Aronia auch Exotischeres vorstellen wie Maulbeere, Cranberry oder Honigbeere. Auch Kiwi, Feigen und Mandeln wachsen laut dem Pflanzenexperten hierzulande sehr gut.

Stichwort

Infoveranstaltung

Thomas Bauknecht und Gerhard Schröder suchen weitere Interessenten, die das Projekt unterstützen wollen, und laden daher erneut für Donnerstag, 26. September, 18.30 Uhr, zu einer Infoveranstaltung in das Stadttteilzentrum Ostadt ein.

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