Offenburg

In die Aula der Theodor-Heuss-Realschule regnet es rein

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15. Mai 2019

Wenn es regnet, müssen in der Theodor-Heuss-Realschule Eimer aufgestellt werden. Grund ist das undichte Flachdach mit seinen 26 Luken. Jetzt wird komplett saniert. ©Stadt Offenburg

Das Flachdach der Theodor-Heuss-Realschule ist undicht. Bei Regen ist die Aula nass, der Hausmeister stellt Eimer auf und sichert die Stelle mit Absperrband. Nach mehreren vergeblichen Flickversuchen soll das Dach jetzt für 700 000 Euro saniert werden. Der Haupt- und Bauausschuss gab dafür einstimmig grünes Licht.

Pfützen in der Eingangshalle und Eimer, die bei Regen binnen eines Tages mit Wasser voll laufen: So stellt sich derzeit die Situation in der Theodor-Heuss-Realschule dar, wie Hochbauchef Andreas Kollefrath am Montagabend in der Sitzung des Haupt- und Bauausschusses den Stadträten berichtete. »Heute Morgen sind sechs Eimer Wasser aus dem Haus getragen worden«, ergänzte Kollefrath, und der in der Sitzung anwesende Theo-Rektor Rüdiger Fetsch nickte leidgeprüft.

Steffens: "Wir fühlen mit"

Grund für das ungewollte Nass im Schulhaus ist das undichte Flachdach. Mehrere­ Flickversuche, auch unter Einbeziehung von Fachfirmen und Gutachten, seien in den vergangenen Monaten erfolglos geblieben. Als Crux stelle sich die stattliche Anzahl von 26 Dachluken auf dem Flachdach heraus, was das Auffinden der Leckage fast unmöglich mache. 

Glatt: "Wie in Berlin"

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Folglich bliebe nur eine Komplettsanierung des Dachs als letzter Ausweg übrig. Kostenpunkt: 700 000 Euro. »Wir fühlen mit Ihnen – das ist nicht einfach bei so vielen Luken«, sagte OB Marco Steffens tröstend.
Auch die Stadträte sahen eiligen Handlungsbedarf. »Ich bin fast sprachlos. Eigentlich kennt man das von anderen Bundesländern wie Berlin, dass man Eimer aufstellt«, meinte CDU-Fraktionssprecher Albert Glatt. Die Sanierung anzugehen, sei richtig.
»Gefahr ist im Verzug«, stellte SPD-Stadträtin Martina Bregler fest – zum einen für Schüler und Lehrer, zum anderen durch weitere Wasserschäden. Auch sie stimmte der Sanierung zu.

Regress? »Nichts zu holen«

»Alternativlos – da müssen wir jetzt loslegen«, sagte Grünen-Fraktionschef Ingo Eisen­beiß. Er nahm Kollefrath gleichzeitig die Illusion, die Firma, die 2004 mit der Teilsanierung des Dachs beauftragt war, in Regress zu nehmen: »Da wird nichts zu holen sein.«
Dass Flachdächer ihre Tücken­ haben können, betonte Freie-Wähler-Fraktionschef Hans-Reiner Rottenecker: »Teilsanierungen sind da vergebliche Mühe – Wasser sucht sich seinen Weg.« Deswegen gebe es nur eine Lösung: »Es richtig machen!«

Die Sanierung kostet 700 000 Euro und soll in den Sommerferien bis Oktober erfolgen.

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