Seit September bei der Schuhherstellung

In Elgersweier gibt es wieder selbst geflochtene Strohschuhe

Von Manfred Vetter
Lesezeit 2 Minuten
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28. November 2023
22 Frauen in zwei Gruppen arbeiten seit September fleißig an Strohschuhen.

22 Frauen in zwei Gruppen arbeiten seit September fleißig an Strohschuhen. ©Manfred Vetter

Vor dem Elgersweierer Gemeindehaus werden am Sonntag, 3. Dezember, die traditionellen, selbst geflochtenen Strohschuhe wieder angeboten.

Der traditionelle Strohschuhverkauf findet am kommenden ersten Adventssonntag, 3. Dezember, wieder in Elgersweier statt. Von 14 bis 17 Uhr wird das bequeme Schuhwerk von Größe 21 bis 47 vor dem Gemeindehaus der Pfarrgemeinde angeboten. 

Seit September treffen sich 22 Frauen regelmäßig, um das Maisstroh zu flechten und die Schuhe zusammenzunähen. Bis auf die Sohlen und das Garn wird alles selbst gemacht. Es haben sich zwei Gruppen gebildet. Am Nachmittag treffen sich Frauen und zerreißen die Maisblätter. Am Abend flechten die Mitglieder der zweiten Gruppen die Blätter zu Zöpfen und nähen sie zusammen. Alte Wollpullover liefern das Innenfutter.

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Die Frauen freuen sich jedes Jahr auf die Treffen. Neben der Arbeit gibt es viel zu besprechen und zu lachen. Alle fühlen sich sichtlich wohl und der Zusammenhalt untereinander ist gut. „Es ist sehr schade, dass uns der Nachwuchs fehlt, und es gibt immer weniger Helferinnen“, sagt Elke Ruf. „Wer mitmachen will, kann sich gerne bei uns melden. Es macht uns allen viel Spaß. Und für einen guten Zweck ist es auch.“

Es ist auch aufwendig, das Maisstroh als Grundlage für die Schuhe zu bekommen. Besonders in diesem Jahr war es schwierig. Ein Bauer war einverstanden, dass man bei ihm die Blätter holen durfte. Beim Abreißen von der Pflanze muss man aufpassen, den Kolben nicht mit abzureißen, um die Ernte nicht zu schmälern. Das Wetter machte auch nicht so richtig mit. Der richtige Zeitpunkt war wichtig, denn die Kolben sollen reif sein. Durch den Regen waren viele Blätter schwarz und nicht zu gebrauchen. Danach musste das Laub in einer Scheune getrocknet werden.

Neben dem Verkauf am ersten Advent gehen die Frauen auch in Seniorenheime und Heimatmuseen wie dem Fürstenberger Hof und zeigen, wie die Schuhe entstehen.

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