Sanierte Grabsteine

In Elgersweier werden Kostbarkeiten für die Nachwelt erhalten

Manfred Vetter
Lesezeit 2 Minuten
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19. November 2023
Lore Wiucha (links) und Erich Spinner freuen sich über die wieder sichtbaren und restaurierten Grabmale aus dem 19. Jahrhundert. 

Lore Wiucha (links) und Erich Spinner freuen sich über die wieder sichtbaren und restaurierten Grabmale aus dem 19. Jahrhundert.  ©Manfred Vetter

Fünf Grabsteine wurden in Elgersweier restauriert, sie stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Auf dem Elgersweierer Friedhof wurden historische Grabsteine renoviert. Heimatverein und die „Initiative Elgersweier“ teilten sich die Kosten von mehr als 2000 Euro. Fünf Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert stehen an der Friedhofmauer unweit der Pfarrkirche. Zugewachsen mit Efeu, waren sie in einem Dornröschenschlaf, sagt Erich Spinner. Der Heimatverein pflegt erhaltenswerte Denkmale im Ort und kümmerte sich auch um den Erhalt der unbeachteten Grabsteine. Für Lore Wiucha sind sie ein Stück Dorfgeschichte: „Wir wollen solche Kostbarkeiten für die Nachwelt erhalten.“

Für immer

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Schon vor langer Zeit erkannte man das Besondere und Erhaltenswerte dieser Grabmale und ließ sie stehen. So konnten diese weit über 100 Jahre überdauern. Es sind vier „Steinhaufengräber“. Die Kreuze sehen aus, als wären sie aus Holz gefertigt. Sie standen nebeneinander auf dem Friedhof, denn sie stammen von den verwandten Familien Helmer und Kempf. Das fünfte Grabmal hat der damalige Totengräber für seine junge Frau errichten lassen, die nach der Geburt des siebten Kindes gestorben war. Er hat damals das Grab für immer gekauft.

Efeu entfernt

Die Pfarrgemeinde entfernte das Efeu, das über die Mauer gewachsen war. Der Steinmetzbetrieb Goos aus Bohlsbach übernahm das Restaurieren und Konservieren der Steine. Wo es möglich war, wurde auch die Schrift nachgezeichnet und so wieder sichtbar gemacht. Das war eine teils mühsame Prozedur, denn dabei musste der Restaurator auch liegend die Schriften colorieren. Bei zwei Grabsteinen war das nicht mehr möglich. Die Verwitterung war zu groß. Dort werden Tafeln mit den Inschriften angebracht. „Das ist möglich, weil mein Mann Lothar in den 80er-Jahren schon die Namen notiert hat“, sagt Lore Wiucha.

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